Skip to content

Karl Anton Fleck (1928-83)

02.02.2005 to 30.05.2005

Karl Anton Fleck (1928-83)

ART


Karl Anton Fleck (1928-83)

Previous dates

mo, 30.05.2005
- 21.00 h
sun, 29.05.2005
sat, 28.05.2005
fri, 27.05.2005

All dates

Days with event

February 2005
01 tue
02 wed
03 thu
04 fri
05 sat

06 sun
07 mo
08 tue
09 wed

10 thu

11 fri
12 sat
13 sun
14 mo
15 tue

16 wed
17 thu
18 fri

19 sat
20 sun

21 mo
22 tue
23 wed
24 thu
25 fri

26 sat
27 sun

28 mo
March 2005
01 tue
02 wed
03 thu
04 fri
05 sat

06 sun
07 mo
08 tue
09 wed

10 thu

11 fri
12 sat
13 sun
14 mo
15 tue

16 wed
17 thu
18 fri

19 sat
20 sun

21 mo
22 tue
23 wed
24 thu
25 fri

26 sat
27 sun

28 mo
29 tue
30 wed

31 thu
April 2005
01 fri
02 sat
03 sun
04 mo
05 tue

06 wed
07 thu
08 fri
09 sat

10 sun

11 mo
12 tue
13 wed
14 thu
15 fri

16 sat
17 sun
18 mo

19 tue
20 wed

21 thu
22 fri
23 sat
24 sun
25 mo

26 tue
27 wed

28 thu
29 fri
30 sat

May 2005
01 sun
02 mo
03 tue
04 wed
05 thu

06 fri
07 sat
08 sun
09 mo

10 tue

11 wed
12 thu
13 fri
14 sat
15 sun

16 mo
17 tue
18 wed

19 thu
20 fri

21 sat
22 sun
23 mo
24 tue
25 wed

26 thu
27 fri

28 sat
29 sun
30 mo

31 tue

Der Wiener Künstler Karl Anton Fleck (1928-1983) ist als Zeichner, Maler, Illustrator, Jazzmusiker und Dichter tätig gewesen. Er war Mitglied der Künstlergruppe Der Kreis und der Wiener Sezession. Seine erste Ausstellung in Wien fand 1961 in der damals wohl innovativsten Galerie „Zum Roten Apfel“ statt. Seinen Beruf als ausgebildeter Photoretuscheur in einer Reproanstalt, hat er neben seinem künstlerischen mannigfachen Schaffen nie aufgegeben. Die dadurch angeeignete Sehweise, nämlich alles wie ein Negativ - Hell ist Dunkel und Dunkel ist Hell - zu betrachten, machte sich auch in seinem bildnerischen Werk bemerkbar.

Anfang der 50er Jahre beginnt der junge Fleck, damals in Schweden lebend (1953-1958), informelle und tachistische Strömungen - die seit Mitte der 40er Jahre in Paris entstanden - aufzunehmen und zu verarbeiten. Als Bezeichnung für seine abstrakten Bildwerke erfand Fleck sehr eigenwillige Bildunterschriften, indem er einzelne Buchstaben zusammenfügte. Diese individuellen Buchstabenketten lauteten dann zum Beispiel MPON oder TAZP, so als würden sie unterschiedliche Typen eines Maschinenwerks kennzeichnen.

Ab 1965/66 experimentiert Fleck mit Fotocollagen und Filmmontagen - letztere werden im Rahmen dieser Ausstellung erstmals öffentlich gezeigt. – Ab diesem Zeitraum verändert Fleck sich auch stilistisch – die figurative Darstellungsform tritt dominierend in seinem künstlerischen Werk hervor.

Inhaltlich bearbeitet Fleck die Phänomene der psychologischen und sozialen Vernetzung zwischen dem Individuum sowie der Konsum- und Massengesellschaft. Es entstehen Arbeiten, wie Exclusive Gesellschaft (1969), Zum Simulator (1969), Der Gehirnadapter (1969) oder Tatenkanal (1970) und Industriehund (1971). Der Künstler könnte damit unmittelbar auch an Freuds Schilderung der Massenseele (1921) anknüpfen oder den 1964 von Herbert Marshall MacLuhan populärwissenschaftlich verfassten Bestseller Die magischen Kanäle, der weltweite Aufmerksamkeit erlangt hat, reflektiert haben. Neben diesen Darstellungen, die sich mit sozial-gesellschaftlich kritischen Anschauungen zur Mediengesellschaft auseinandergesetzt haben, entsteht auch eine Vielzahl von einprägsam emotional-erotischen Zeichnungen, wobei der Künstler phallusartige Finger-elemente und weibliche Geschlechtsteile mit surrealwirkenden Sujets verschmelzen lässt.

In seiner späteren künstlerischen Phase wird das Thema seiner eigenen Identität durch Verinnerlichung, Einsamkeit und Zwanghaftigkeit zunehmend gekennzeichnet. Mittels Vexierbildern versucht Fleck die Umwandlung vom Mensch in das Tier vorzunehmen. Meistens handelt es sich dabei um Selbstbildnisse, die er auch in Kombination mit seinem Namen betitelt, wie Nasfleckhorn (1982) oder See-Hund-Fleck (1977). Neben den legendären zahlreichen Portraitsitzungen mit seinen Freunden und Persönlichkeiten aus der Wiener Kulturszene, schafft Fleck eine Portraitserie mit historischen Figuren von Kirchenvätern und Künstlergenies, denen er eine fleckische Persönlichkeit einverleibt und zuschreibt. Zum Beispiel Magister Theodoricus Fleck (1974) oder Vincent van Fleck, Selbstbildnis mit abgeschnittener Nase (um 1976).

Mit diesen bizarren und grotesken Bildnissen, die eine radikale Verfremdung des Realen erzeugen, schildert der Künstler dem Betrachter exemplarisch seine eigene zerbrechliche und verwundbare Existenz.

Im Alter von nur 55 Jahren stirbt Karl Anton Fleck am 5. Dezember 1983 in Wien.

Heute finden sich von Fleck Werke in Privatsammlungen sowie in Museen und öffentlichen Kunstinstitutionen, wie Leopold Museum, Rupertinum, Albertina, Artothek des Bundes, Kulturamt der Stadt Wien, Sammlung Essl, Sammlung Liaunig, Kunstmuseum Hesingborg (Schweden), Bauholding STRABAG SE und MOMA (New York). Mit rund 250 Arbeiten aus privaten und öffentlichen Sammlungen wagt das Leopold Museum einerseits den Versuch erstmals das Werk des Wiener Künstlers Karl Anton Fleck umfassend aus allen Schaffensperioden zu präsentieren und anderseits mit einem begleitenden Ausstellungskatalog diesen Einzelgänger entsprechend kunsttheoretisch in die neueste Kunstgeschichte einzuordnen.



Vermittlungsprogramm zu Karl Anton Fleck

jeden Sonntag um 11h Kuratorenführung

Lesungen: 
Dichterlesungen mit Texten zu Karl Anton Fleck am:
24.4. / 29.5 jeweils um 11.00 Uhr

Filmvorführung im Rahmen der Fleckausstellung:
Die Fliege, 1958 (jeden Sonntag bis 30.5.2005)
Mit freundlicher Unterstützung von Fox

„Freaks“ (1932) am 03.04.2005
2. Untergeschoss im Leopold Museum


Finissage Karl Anton Fleck am 29.05.,  11 Uhr "Fleckiges", Ein kleiner Streifzug durch die Welt des Karl Anton Fleck, Musikalische Assoziationen zu Karl Anton Fleck mit ewiges kind & Manfred Chobot (Lesung)

Tanzperformanz von „Ewiges Kind“. „Sechs Gedichte von K. A. Fleck“ vertont und getanzt

Öffnungszeiten:
täglich (ausser Dienstag): 10-9h
Donnerstag: 10-21h
Feiertage: 10-19h

Back to main navigation

This website uses cookies to give you the best possible service. By using this website, you agree to the use of cookies. Detailed information can be found in our privacy policy.