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Francisco de Goya

04.06.2004 to 20.09.2004

Francisco de Goya


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DAS LEOPOLD MUSEUM ZEIGT GOYA

 

Die grafischen Zyklen Goyas nun doch im Sommer 2004

 

Das KHM zeigt Gemälde Goyas 2005

 

Das Leopold Museum Wien zeigt vom 4. Juni bis 20. September 2004 das gewaltige grafische Werk des spanischen Künstlers Francisco de Goya. Rudolf Leopold präsentiert die fünf vollständig erhaltenen Radier-Folgen "Radierungen nach Velazquez", "Los Caprichos", "Los Desastres de la Guerra", "La Tauromaquia" und "Los Disparates" mit rund 300 Blättern in den sehr seltenen Erstausgaben.

 

Ursprünglich war eine gemeinsame Präsentation der Werke Goyas vorgesehen: Die Gemälde im Kunsthistorischen Museum und die grafischen Arbeiten im Leopold Museum. Aufgrund von Terminverschiebungen kann die Präsentation jedoch nicht gemeinsam erfolgen. In Absprache und im Einvernehmen mit Wilfried Seipel zeigt Rudolf Leopold nun wie ursprünglich geplant im Sommer dieses Jahres die grafischen Zyklen.

 

Ein erfreuliches musikalisches Pendant zur Goya-Schau im Leopold Museum ist mit der österreichischen Erstaufführung der Oper "GOYA" im Rahmen des Festivals KlangBogen Wien 2004 ab 19. Juli im Theater an der Wien gegeben. Der spanische Startenor Plácido Domingo singt die Titelrolle des Don Francisco de Goya y Lucientes, die ihm der amerikanische Opernkomponist Gian Carlo Menotti in Anlehnung an den Belcanto des 19. Jahrhunderts auf den Leib schrieb.

Weitere Informationen unter www.klangbogen.at

 

Francisco de Goya (1746-1828) ist Maler und Grafiker von universalem Rang und gilt zurecht als der bedeutendste spanische Künstler des 18. Jahrhunderts. Rudolf Leopold: "Von Goya gingen entscheidende Impulse auf Max Klinger, auf den in unserem Museum so hervorragend vertretenen Alfred Kubin sowie auf James Ensor aus, und schließlich auch noch auf surrealistische Künstler."

 

Goyas herausragendes Werk zeichnet sich durch ein hohes Maß an Originalität, Emotionalität und künstlerischer Freiheit aus. Dies trifft besonders auf seine Grafik-Zyklen zu, die in der Zeit von 1778 bis ca. 1824 entstanden sind.

 

Vom Geiste der historischen Umwälzungen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts inspiriert, schuf Goya diese zum größten Teil politischen und gesellschaftskritischen Blätter mit oft gnadenlos ironischer und anklagender Intension. Goyas Ruf als Wegbereiter der Moderne liegt zum einen im Wandel der Themen und Inhalte begründet. Zum anderen betrat er hinsichtlich der angewandten Techniken Neuland. In den großen grafischen Zyklen erhob Goya die Aquatinta-Technik zum bildgestalterischen Mittel und erzielte damit einzigartige malerische Effekte und räumliche Wirkungen.

 

Goya schuf die grafischen Zyklen in einer zweiten Schaffensphase, in der er sich von der höfischen Welt zurückzog. Krankheit und Ertaubung trugen zur Verinnerlichung bei.

Die Welt des Traumes, des Unbewussten und Phantastischen halten Einzug in sein grafisches Schaffen. So werden die Grausamkeit des Krieges in "Los Desastres de la Guerra" sowie die menschliche Dummheit und Eitelkeit in "Los Caprichos" und "Los Disparates" in einer überhöhten, expressiven Darstellungsweise geschildert, die künstlerisch brillant und zugleich zutiefst erschütternd ist.

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