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Frost

15.11.2009 to 24.11.2009

Frost

DANCE/PERFORMANCE/MUSIC


Frost Frost

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tue, 24.11.2009
- 22.30 h
mo, 23.11.2009
sun, 22.11.2009
sat, 21.11.2009

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Frost
von Thomas Bernhard

Datum:
So 15.11., 20h (Premiere)
Di 17.11., 20h
Mi 18.11., 20h
Do 19.11., 21.30h
Mo 23.11., 20h
Di 24.11., 20h
Ort:
MUMOK
Tickets:THEATER.PUNKT: Tel.: +43/699/190 75 769 oder www.theaterpunkt.com

Bearbeitung & Regie:
Sabine Mitterecker
Darsteller: Andreas Patton

Sein erster Roman Frost von 1963 befördert den damals zweiunddreißigjährigen Thomas Bernhard ins Zentrum der literarischen Öffentlichkeit. Carl Zuckmayer feiert den Roman als "eines der aufwühlendsten und eindringlichsten Prosawerke" der Zeit. Mit Frost, neuen Erzähltechniken und ungeahnten Perspektiven tritt die österreichische Literatur in die Moderne ein. Zugleich verhandelt Thomas Bernhard die Bedingungen und die Krise, der die Kunst in der Moderne ausgesetzt ist.

Die Nachforschungen eines jungen Mediziners nach dem Maler Strauch, der sich vom Kunstbetrieb abwendet und in die ländliche Abgeschiedenheit zurückgezogen hat, geraten zu einer Reise in Finsternis und Kälte. Land und Landschaft jenseits der Idylle sind geprägt von Rückständigkeit, Brutalität, den Wunden des Krieges und der Gewalt des spät in sie einbrechenden Industriezeitalters.

Die präzise naturwissenschaftliche Versuchsanordnung gerät ins Wanken, Beobachter und Objekt verschwimmen. „Ich bin nicht mehr ich.", konstatiert der Protagonist. „Ich entdeckte mich fortwährend abgehackt durch den Mund dieses Menschen sprechend." Zugleich erscheint das Bernhardsche Universum, die Figuren, ihre Anordnungen, Perspektiven und Redeweisen späterer Romane und auch Theaterstücke im Kern angelegt.

Die Nestroy-Preisträgerin Sabine Mitterecker hat nach Inszenierungen von Heldenplatz und Am Ziel Spuren ins Frühwerk Bernhards zurückverfolgt. Ihre Bearbeitung von Frost erweitert die Reflexion der Künste über Gattungsgrenzen hinweg um das Theater. Im MUMOK inszeniert sie Frost mit dem Protagonisten Andreas Patton als Selbsterforschung des Theaters mit seinen ureigenen Mitteln. Theater begibt sich ins Museum und entgeht der Musealität. Zwischen Ausstellungsräumen, Treppen und Aufzügen wird es in der Architektur des Museums begehbar und neu erfahrbar. 

Eine Produktion von THEATER.PUNKT in Kooperation mit MUMOK

copyright:
© 3007Wien

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