Skip to content

Bad Painting - good art

06.06.2008 to 12.10.2008

Bad Painting - good art

ART


Bad Painting - good art Bad Painting - good art

Previous dates

sun, 12.10.2008
- 23.00 h
sat, 11.10.2008
fri, 10.10.2008
thu, 09.10.2008

All dates

Days with event

June 2008
01 sun
02 mo
03 tue
04 wed
05 thu

06 fri
07 sat
08 sun
09 mo

10 tue

11 wed
12 thu
13 fri
14 sat
15 sun

16 mo
17 tue
18 wed

19 thu
20 fri

21 sat
22 sun
23 mo
24 tue
25 wed

26 thu
27 fri

28 sat
29 sun
30 mo

July 2008
01 tue
02 wed
03 thu
04 fri
05 sat

06 sun
07 mo
08 tue
09 wed

10 thu

11 fri
12 sat
13 sun
14 mo
15 tue

16 wed
17 thu
18 fri

19 sat
20 sun

21 mo
22 tue
23 wed
24 thu
25 fri

26 sat
27 sun

28 mo
29 tue
30 wed

31 thu
August 2008
01 fri
02 sat
03 sun
04 mo
05 tue

06 wed
07 thu
08 fri
09 sat

10 sun

11 mo
12 tue
13 wed
14 thu
15 fri

16 sat
17 sun
18 mo

19 tue
20 wed

21 thu
22 fri
23 sat
24 sun
25 mo

26 tue
27 wed

28 thu
29 fri
30 sat

31 sun
September 2008
01 mo
02 tue
03 wed
04 thu
05 fri

06 sat
07 sun
08 mo
09 tue

10 wed

11 thu
12 fri
13 sat
14 sun
15 mo

16 tue
17 wed
18 thu

19 fri
20 sat

21 sun
22 mo
23 tue
24 wed
25 thu

26 fri
27 sat

28 sun
29 mo
30 tue

October 2008
01 wed
02 thu
03 fri
04 sat
05 sun

06 mo
07 tue
08 wed
09 thu

10 fri

11 sat
12 sun
13 mo
14 tue
15 wed

16 thu
17 fri
18 sat

19 sun
20 mo

21 tue
22 wed
23 thu
24 fri
25 sat

26 sun
27 mo

28 tue
29 wed
30 thu

31 fri

Eröffnung: 05.06.08

'Personally, I like bad better than good painting' (Asger Jorn)


'Bad Painting' ist die Kritik der Malerei mit ihren ureigensten Mitteln: Berühmte Maler des 20. Jahrhunderts wie Francis Picabia, René Magritte, Asger Jorn, Philip Guston, Neil Jenney, Georg Baselitz, Albert Oehlen oder Julian Schnabel revoltierten als 'Bad Painters' gegen erstarrte Canonices aller Art und verhalfen dem Medium damit zu neuer Lebenskraft. Die Ausstellung stellt mit 16 markanten Posititionen 'Bad Painting' als ein Phänomen vor, das eine neue, differenzierte Sichtweise auf die Geschichte der Malerei eröffnet.
Bad Painters fordern das Medium Malerei neu heraus, in dem sie sich gegen das Dogmatische in den Avantgarden und gegen jeglichen Mainstream wenden. 'Bad' ist für sie, dem englischen Begriff als 'wild, hässlich oder böse' entsprechend, eine Strategie, die der Malerei kritisches Potential abfordert. Als Gegenbewegung betrifft sie bei keinem der Künstler das gesamte Schaffen und kommt jeweils nur in bestimmten Phasen zum Einsatz. Gleichzeitig ist Bad Painting ein großes Bekenntnis zur Malerei, das dem Medium neue Impluse verschafft und ihm neue Möglichkeiten eröffnet.
Bereits in den 1920er Jahren verspottete Francis Picabia das Innovative und Idealistische der Avantgarden, er propagierte Stilpluralismus und Stilbruch als Alternativen zum Innovations- und Fortschrittsglauben. René Magritte schuf in den späten 1940er Jahren eine Werkgruppe, in der er sich als bizarrer Imitator der Fauves ausgab. Seit den 1960er Jahren wurde die Proteststrategie der großen Maler zum Prinzip: Asger Jorn übermalte Bilder vom Trödelmarkt, Sigmar Polke übte beißende Kritik am Kunstbetrieb und Georg Baselitz schuf mit Mist, Schlamm und Unfarben 'wirklich schlechte Bilder' und setzte 'mit Aggression und wirklich heftigen Widerspruch' etwas 'gegen die schönen Dinge.'

Julian Schnabel brach vor dem Hintergrund von Minimalismus und Konzeptkunst das Tabu konkret zu malen. Seine wilde, gestische Arbeitsweise, die Materialwahl, die nicht vor Kitsch und Sentimentalität zurückscheut, ließen ihn in der 1980er Jahren zu einem Malerstar werden.
Albert Oehlen, Martin Kippenberger oder Werner Büttner führten das Bad Painting in eine 'Hoch-zeit'. Oehlen formuliert mit einem konsequent dekonstruktiven Ansatz eine kritisch-ironische Absage an alle Modelle der Wahrheitsfindung in Philosophie, Kunst und Gesellschaft.  Die Ausstellung führt bis in die Gegenwart: John Currin, Peter Saul oder Lisa Yuskavage, deren Arbeiten (nicht nur) den amerikanischen Wertekanon von Anstand, Korrektheit, 'gutem Geschmack' angreifen, werden als schockierend, sensationalistisch, 'politically incorrect' und 'reaktionär' beschimpft.

Kuratoren
Eva Badura-Triska, Susanne Neuburger

Back to main navigation

This website uses cookies to give you the best possible service. By using this website, you agree to the use of cookies. Detailed information can be found in our privacy policy.