12.02.2026 bis 31.05.2026 - MQ Pop-Up Schauraum, MQ Schauräume
Selbi Jumayeva l Steppe Synanthropies: Data Tapestry
FREIER EINTRITT, KUNST
MQ Artist-in-Residence Selbi Jumayeva | Steppe Synanthropies: Data Tapestry
12.02. – 31.05.2026 | MQ Pop-Up Schauraum,
Eintritt frei
Eröffnung Mi 11.02.2026, 18h – zeitgleich finden Eröffnungen in weiteren Schauräumen und in der eSeL Rezeption statt sowie künstlerische Präsentationen der aktuellen MQ Artists-in-Residence im Raum D:
artVideoLoop: Ursula Maria Probst & Raashish India - PEACE STARTS WITH A SMILE
MQ Artist-in-Residence Edwin Adokwei Boye: After Fashion, Life!
Martin Markeli: Open Atelier – Back from Miami candy
eSeL: Gerngeschehen MQ
MQ Artist-in-Residence Ausstellung: Artistic Gathering
In Steppe Synanthropies: Data Tapestry setzt sich die MQ-Artist-in-Residence Selbi Jumayeva mit künstlerischen und wissenschaftlichen Mitteln dafür ein, das Bewusstsein für den Schutz kritisch gefährdeter Arten zu stärken. Sie arbeitet mit traditionellen turkmenischen Techniken der Stickerei und Patchworkkunst, um Haushaltsgegenstände und Textilfragmente wiederzuverwenden und aufzuwerten. Diese werden zu vielschichtigen Geweben verbunden, in die Schutzamulette und Elemente aus der Feldforschung integriert sind.
In der Ausstellung wird maşyn başlyk als zeitgenössische Weiterentwicklung der traditionellen Kameltracht düýe başlyk und düýe dyzlyk präsentiert. Von der geländegängigen Fortbewegung mit Kamelen bis hin zu 4x4-Offroad-Fahrzeugen passt sich diese handgefertigte Schutz- und Funktionsausrüstung den transhumanten Lebensrealitäten Zentralasiens an – geprägt von extremen Wetterbedingungen und harschen Landschaften.
Steppe Synanthropies: Data Tapestry knüpft an die in Extant Across Continents erarbeitete „Ground Truth“ an und erzählt die Geschichten lokaler Naturschützer:innen, die oft unsichtbar bleiben, jedoch stets an vorderster Front des Umwelt- und Artenschutzes stehen.
Selbi Jumayeva (1986 in Aşgabat) ist eine transdisziplinäre Forscherin, Kuratorin und Künstlerin. Sie arbeitet mit dokumentarischer Fotografie, Ethnografie und angewandter Ökologie. Ihre Forschung konzentriert sich auf Wüstenzukünfte, sozio-ökologische Systeme und planetare Belastungsgrenzen. Derzeit entwickelt sie Programme zum Schutz von Kultur- und Naturerbe für Umwelt-, Biodiversitäts- und Klimaanpassungsprojekte in Turkmenistan und der weiteren zentralasiatischen Region.
Als Kuratorin und Künstlerin erforscht Selbi multispeziesbezogene Beziehungen und traditionelles ökologisches Wissen, bewahrt die Narrative und Artefakte ihrer Yomud-Stammesgemeinschaft und dokumentiert den zentralasiatischen Alltag sowie die turkmenische Ideengeschichte.
Kuratiert von Alisa Verbina
Mit Unterstützung des Ministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Bild © MuseumsQuartier Wien, Foto: Alisa Verbina










