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frei_raum Q21 exhibition space

Feature

frei_raum Q21 exhibition space

Q21 Backstage: mit Fokus auf sozialkritische und gesellschaftspolitische Themenstellungen zeigt die Reihe "frei_raum Q21 exhibition space" im gleichnamigen Ausstellungsraum im MuseumsQuartier Wien wechselnde Gruppenausstellungen, die von internationalen Kurator_innen konzipiert werden und an denen u.a. Artists-in-Residence des Q21 beteiligt sind.

Die Ausstellungsreihe wird seit 2009 in Kooperation mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten und anderen Partnern aus dem In- und Ausland im gleichnamigen Ausstellungsraum organisiert.

Gespräch mit Elisabeth Hajek, künstlerische Leiterin des frei_raum Q21 exhibition space, und Oliver Ressler, Kurator der aktuellen Ausstellung "Overground Resistance"

Was ist das Besondere am frei_raum Q21 exhibition space?

Elisabeth Hajek: In der Vielfalt des künstlerischen und kulturellen Angebots des MQ Wien positioniert sich der frei_raum Q21 exhibition space als einer der Ausstellungsorte, der Besucher_innen ein breites Spektrum gesellschaftspolitisch sowie sozialkritisch relevanter Themenstellungen sowie Sichtweisen bei freiem Eintritt zugänglich macht. Gemeinsam mit den Kurator_innen, Künstler_innen und Artists-in-Residence werden Ausstellungsprojekte entwickelt und diskursive Formate angeboten. 

Welches künstlerisches Ziel verfolgt die Ausstellungsreihe?

Elisabeth Hajek: …dass Kunst sich aktiv und kritisch an den gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen und den Entwicklungsprozessen ihrer Zeit beteiligt.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Oliver Ressler?

Elisabeth Hajek: Der in Wien lebende Filmemacher, Künstler, Kurator und Aktivist Oliver Ressler, der sich bereits seit mehr als 20 Jahren mit Themen wie Demokratie, Ökonomie, Widerstandsformen, gesellschaftliche Alternativen und Klimawandel beschäftigt, stand schon lange auf meiner Wunschliste. Seit 2019 arbeitet Ressler am Forschungsprojekt „Barricading the Ice Sheets“, das die Klimagerechtigkeitsbewegung, die Klimakrise und ihr Verhältnis zur Kunst untersucht - daraus entstand die Idee die weltweit erste Kunstausstellung, die den Fokus ausschließlich auf Klimaaktivismus richtet, gemeinsam zu realisieren.

Klimaaktivismus und Kunst…?

Oliver Ressler: Die Ausstellung fokussiert auf Künstler_innen, die ihre Arbeiten im Dialog mit den Klimagerechtigkeitsbewegungen entwickeln. Die Künstler_innen nehmen zentrale Rollen in der Organisation von Protesten und Blockaden ein, entwickeln taktische Tools für Aktionen zivilen Ungehorsams, Plakate und dokumentarische Formate.

„Overground Resistance“ bedeutet…

Oliver Ressler: … dass Klimaaktivismus in weiten Bereichen „overground“ stattfindet (im Gegensatz zum Widerstand von Partisan_innen, der „underground“ stattfand), obwohl etwa bei Blockaden von Kohlegruben oder anderen klimaschädigenden Infrastrukturen bestehende Gesetze übertreten werden.

Was ist notwendig, um Klimagerechtigkeit zu erreichen?

Oliver Ressler: Es geht nicht nur um die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und aller Lebensbereiche, sondern auch um Ausgleichszahlungen für den Süden. Während der Großteil aller CO2 Emissionen vor allem von Konzernen im globalen Norden verursacht wird, treten die größten Zerstörungen durch extreme Wetterereignisse wie Dürren und Überflutungen im Süden auf.

Der frei_raum Q21 exhibition space bietet der Ausstellung „Overground Resistance“ die Möglichkeit, …

Oliver Ressler: … mit einem breiten Publikum in Kontakt zu treten und die Notwendigkeit aufzuzeigen, dass es auf jede_n von uns ankommt, die Zerstörung der Lebensgrundlagen auf dem Planeten durch „business as usual“ zu verhindern.

Bild: © Lauren Bon and the Metabolic Studio

Elisabeth Hajek

Oliver Ressler bei der Besetzung des roten Teppichs bei den Filmfestspielen Venedig, 2019, Foto: Thomas Parb

Tools for Action, Red Line Barricade, COP 21 protest, Paris 2015. Courtesy Tools for Action Foundation; Photo: Artúr van Balen

Overground Resistance

bis So 21.11., Di bis So 13-16h, 16.30-20h, Eintritt frei
Es gelten die aktuellen Zutrittsregelungen.

Talks im September:

Do 09.09. / Thu, Sep 9, 18:30: Marco Baravalle
Alter-instituent practices in a neoliberal art world

Do 23.09. / Thu, Sep 23, 18:30: A4C – Artsforthecommons
Visualizing complexities of the living. Countermapping Mother Earth’s rights
 

Künstler_innen:

Tiago de Aragao (BRA), Lauren Bon and the Metabolic Studio (USA), Noel Douglas (GBR), Francisco Huichaqueo (Mapuche Nation/CHL), Gilbert Kills Pretty Enemy III (Hunkpapa Lakota of the Standing Rock Sioux Tribe/USA), Kathy Jetn̄il-Kijiner & Aka Niviâna (MHL/ GRL), Laboratory of Insurrectionary Imagination (FRA), The Natural History Museum (USA), Oliver Ressler (AUT), Rachel Schragis (USA), Seday (FRA), Jonas Staal (NLD), Tools for Action (HUN/NLD)

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