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ELFIE SEMOTAN - „Sternenpassage“, Mikromuseum für Lichterscheinungen

29.11.2018 bis 26.03.2019 - Sternenpassage
Veranstalter: Q21

ELFIE SEMOTAN - „Sternenpassage“, Mikromuseum für Lichterscheinungen

FREIER EINTRITT, KUNST


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Di, 26.03.2019

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ELFIE SEMOTAN - „Sternenpassage“, Mikromuseum für Lichterscheinungen

Mit Elfie Semotan hat Kuratorin Sabine Jelinek für die erste Ausstellung der Sternenpassage eine Fotografin eingeladen, die vor allem mit ihren Mode- und Porträtfotografien international Bekanntheit erlangte. Semotan hat sich für eine Bildkombination entschieden, die ein Werk aus ihrer Serie Floordance-Story mit einer Abbildung des Vollmondes vereint. „Warum ich den Mond gewählt habe, hat rein formale Gründe: Er ist rund, wie alle anderen äußeren Begrenzungen dieser Installation“, so die Fotografin zu ihrer Motivwahl aus den zur Verfügung gestellten Teleskopaufnahmen des Weltraums. In der Passage nutzt sie die fünf kreisrunden Displays einem Trompe-l’Œil gleich als Ausblick auf den dahinterliegenden Raum.

Während der Vollmond das erste Display gänzlich ausfüllt, zeigen die vier folgenden jeweils Fragmente einer Figur, deren Gestalt sich nur in unserer Vorstellung zusammenfügt. Die Bilder der Serie Floordance-Story, von denen fünf weitere in diesem Magazin abgebildet sind, zeigen eine Tänzerin in unterschiedlichen Posen vor einem hellen, undefinierten Hintergrund. Semotans raffinierter Umgang mit Licht kommt hier voll zum Einsatz. Für die Fotografin sind Licht und Schatten grundlegende Gestaltungselemente. „Das Licht spielt immer eine entscheidende Rolle. Es definiert die Form und löst sie auf“[1],so Semotan. Das wiederum trifft auch auf die Form des Mondes zu, der für uns Betrachter_innen erst durch das Licht der Sonne seine jeweilige Gestalt erhält.

Die Positionen der Tänzerin, die Semotan festhält, verharren zwischen Schweben und Fallen, zwischen Aktivität und Passivität. Teils wirken die ausgestreckten Beine und Arme wie von einer unsichtbaren Kraft angezogen, was an die Gravitation der Erde denken lässt, die auch den Mond in seiner Umlaufbahn hält. Der leere, undefinierte, horizontlose Raum und die geschlossenen Augen der Tänzerin unterstreichen den Eindruck des Traumhaften, Entrückten, Geheimnisvollen. Durch die Konzentration auf die menschliche Figur, die nur von ihrem Schatten begleitet wird, erhält diese skulpturalen Charakter, wird zum Objekt – und mag sich in der Fantasie, dem Mond gleich, zu einem natürlichen Satelliten unseres Planeten transformieren.


[1] Elfie Semotan im Gespräch mit Hans-Peter Wipplinger, in: Hans-Peter Wipplinger (Hg.): Elfie Semotan, Ausst.-Kat. Kunsthalle Krems, Verlag der Buchhandlung Walther König: Köln 2013, S. 8.

Die Sternenpassage ist eines der acht künstlerischen Mikromuseen des MQ Wien, die jeweils speziellen Kultursparten (Comic Art, Klangkunst, Street Art, Typografie, Fotografie u.a.) gewidmet sind. Im öffentlichen Raum des Areals verstehen sie sich als Ergänzung und Alternative zu den benachbarten Großmuseen. Das System der tonnengewölbten MQ-Durchgänge stammt noch aus der Barockzeit. Passend dazu überspannt die Sternenpassage heute ein barockes Diagramm. Der frz. Philosophen René Descartes (1596-1650) imaginierte damit die gebogene Bahn eines Kometen über das Firmament als gehalten von einer Partikelstruktur des Weltalls.

Als Mikromuseum präsentiert die Sternenpassage wechselnd Künstler*innen, die im weiteren Sinn zum Thema Fotografie arbeiten: mit Belichtungen und Lichterscheinungen. Gezeigt werden ihre Werke in vier runden, leuchtenden Wandvitrinen. Diese eigens gefertigten Serien werden in der Passage jeweils mit einer Teleskopaufnahme des Weltraums kombiniert. Der Kleinkatalog Lumen Zine begleitet die Ausstellungen in der Passage und erweitert sie kontextuell. 

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