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Das MQ

90.000 m², 60 kulturelle Institutionen – das MuseumsQuartier Wien ist mit rund 60 kulturellen Einrichtungen nicht nur eines der weltweit größten Kunst- und Kulturareale sondern mit seinen Innen­höfen, Cafés und Shops auch eine Oase der Ruhe und Erholung inmitten der Stadt. Im MuseumsQuartier gibt es keine Berührungsängste. Historische Architektur trifft auf aktuelles Design, Hochkultur auf Subkulturen. Das Spektrum reicht von bildender Kunst, Architektur, Musik, Mode, Theater, Tanz, Literatur, Kinderkultur, Game Culture, Street Art bis hin zu Design und Fotografie.

Auf historischem Fundament entstehen neue Ideen. Anfang des 18. Jahrhunderts als kaiserliche Hofstallungen erbaut und im Zuge der Neugestaltung als MuseumsQuartier um moderne Neubauten erweitert, symbolisiert die Mischung aus barocker und zeitgenössischer Architektur den speziellen Charakter des Areals. Das MuseumsQuartier ist heute eine Plattform für aktuelles Kunstschaffen, neue Diskurse und den Austausch von Ideen.

Kulturschaffende, kreative Start-Up UnternehmerInnen, KünstlerInnen, WienerInnen sowie BesucherInnen aus aller Welt – das MuseumsQuartier wird von unterschiedlichsten Menschen besucht. Sie alle machen das MuseumsQuartier zu dem, was es heute ist: ein pulsierendes, weltoffenes und zukunftsorientiertes Areal, in dem sich alle wohlfühlen.
Das MuseumsQuartier ist ein Ort der Begegnung. Das Areal ist rund um die Uhr bei freiem Eintritt zugänglich, es gibt keine Schranken und keine Barrieren. Die weltbekannten MQ-Möbel in den Höfen laden ein zum Verweilen, Entspannen und Plaudern. Zudem sorgen die zahlreichen Cafés und Restaurants für kulinarische Vielfalt.

Das MQ bietet damit die Möglichkeit zum Dialog zwischen WienerInnen, internationalen Gästen, KünstlerInnen und vielen mehr. Durch die Menschen, die einander hier begegnen, entsteht ein Klima der Weltoffenheit und Kreativität. Das MuseumsQuartier Wien ist ein Kunstraum, ein Schaffensraum, ein Lebensraum.

 

Architektur

Das heutige MuseumsQuartier hat eine bewegte Geschichte mit einer starken architektonischen Komponente. Historische Gebäude bilden gemeinsam mit zeitgenössischer Museumsarchitektur ein einzigartiges Ensemble.

Erbaut wird das heutige MuseumsQuartier im 18. Jahrhundert als kaiserliche Hofstallungen, die Pläne hierfür stammen vom berühmten österreichischen Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach. Gemeinsam mit der Hofburg, der Neuen Burg und dem Kunst- und Naturhistorischen Museum soll das Areal ursprünglich den Abschluss des geplanten „Kaiserforums“ bilden. Die Hauptfront, eine 400m lange Barockfassade, wird 1725 fertiggestellt. Zwischen 1850 und 1854 kommt im MQ Haupthof die Winterreithalle im klassizistischen Stil dazu.

Am auffälligsten prägen das Erscheinungsbild des Areals jedoch die im Zuge des Umbaus zum MuseumsQuartier (1998-2001) errichteten Neubauten der österreichischen Architekten Laurids und Manfred Ortner, die damit einen Raum kreieren, der die vorhandene historische Bausubstanz mit zeitgenössischer Architektur verbindet.

Betritt man das MuseumsQuartier durch den Haupteingang des Fischer-von-Erlach-Traktes, befindet man sich im MQ Haupthof, einem der größten geschlossenen Plätze der Stadt. Geradeaus sieht man die ehemalige Winterreithalle – die nunmehrigen Veranstaltungshallen „Halle E+G“ mit der dahinterliegenden neuen Kunsthalle Wien. Seitlich erheben sich die beiden leicht schräg gestellten Neubauten, links das Leopold Museum und rechts das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (mumok). Die Bauten stehen in einem besonderen Verhältnis zueinander und beziehen sich sowohl auf die städtebauliche Situation der Innenstadt und des dahinterliegenden 7. Bezirks als auch auf die inhaltlichen Unterschiede der Institutionen, die sie beherbergen.

So nimmt der helle Bau des Leopold Museums die orthogonale Ordnung der ehemaligen Hofmuseen auf und verlängert die Achse des ehemals geplanten Kaiserforums. Die Außenflächen des Museums samt Dach sind mit weißem Muschelkalk verkleidet. Damit wird die konsolidierte Geschichtlichkeit der Sammlung Leopold symbolisiert. Der steinerne, blockhafte Kubus steht für das feingliedrig Kultivierte und reicht 24 Meter über und in drei Untergeschoßen 13 Meter unter die Erde. Um das innere Atrium reihen sich die Ausstellungssäle, die in den oberen Etagen sehr lichtdurchflutet sind. In deutlichem Kontrast dazu steht die Fassade des mumok aus anthrazitfarbenem Basalt. Mit seinem gekrümmten Dach scheint Das Museum soeben aus der Tiefe aufgetaucht zu sein. Die Kanten des Gebäudes sind abgerundet, sodass im Gegensatz zur preziösen Kantigkeit des Leopold Museums der Eindruck entsteht, dass sich hier ein Körper erst formt. Das mumok verfügt über zwei Unter- und drei Obergeschoße, die im Inneren von einem durchgehenden 41 Meter hohen Raum verbunden werden. Die Eingangsniveaus von Leopold Museum und mumok befinden sich in einer Höhe von vier Metern, was den steil ansteigenden Geländesprung hinauf zum 7. Bezirk mildern und relativieren soll. Die Kunsthalle Wien wiederum ist außen zur Gänze mit roten Ziegeln verkleidet und erinnert an eine Werkhalle. Damit wird auf den Inhalt, Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst, Bezug genommen. Als eigenständiger Baukörper liegt die Kunsthalle dicht angerückt längsseits der ehemaligen Winterreithalle und überlappt mit ihrem Ziegeldach deren Dachsaum. Die Kunsthalle Wien hat nur Lichtschlitze an den Stirnseiten, sonst keinerlei Öffnungen für Tageslicht: Kunstlicht als konsequentes Konzept zur Wahrnehmung der Kunst.

Für die Renovierung und Adaptierung der unter Denkmalschutz stehenden Gebäudesubstanz zeichnete Architekt Manfred Wehdorn verantwortlich, insbesondere für den Fischer-von-Erlach-Trakt, in dem heute das Q21 untergebracht ist. Die Einbauten in den barocken Altbestand wurden von österreichischen ArchitektInnen gestaltet. So variiert die sogenannte „Electric Avenue“ (Architektonische Planung: PPAG AnnaPopelka und Georg Poduschka) mit ihren Shops und Präsentationsräumen kantig den Rhythmus der Nischen und Fenster des barocken Bestandes. Im Ovaltrakt (Architektonische Planung: BEHF) bei der Breite Gasse entstanden durch die teilweise rhythmische Öffnung des Dachs nach Süden kleine begrünte Innenhöfe. Sie dienen als Pufferzone zwischen öffentlicher Passage, Büro- und Wohnräumen.

Die zahlreichen barocken Bögen und Decken im MQ wurden auch bei der Gestaltung der gastronomischen Einrichtungen unterschiedlich in Szene gesetzt: Das „Café.Restaurant.HALLE“ im stilvollen, denkmalgeschützten Ambiente der ehemaligen Winterreithalle mit der historischen Kaiserloge wurde vom Architekten der Gruppe EOK – Gregor Eichinger – in ein modernes Café-Restaurant umgewandelt. Die elegante Einrichtung (Eichinger oder Knechtl) bildet einen modernen Kontrapunkt zum alten Stuck. Für die Gestaltung des „Café Restaurant CORBACI“ zeichnen die französischen Architekten Anne Lacaton und Jean Philippe Vassal verantwortlich. Das Muster der Deckenfliesen wurde in Zusammenarbeit mit der in Wien lebenden türkischen Künstlerin Asiye Kolbai-Kafalier speziell für diesen Raum entworfen und in Istanbul produziert.

 

Chronik

Zwischen dem Beginn des Baus als kaiserliche Hofstallungen Anfang des 18. Jahrhunderts, der späteren Nutzung als Messe- und Ausstellungsgelände und der Eröffnung des MuseumsQuartier Wien im Jahr 2001 liegen fast 300 Jahre.

1713 erteilt Kaiser Karl VI. dem berühmten österreichischen Architekten Johann Fischer von Erlach den Auftrag, auf dem Gelände der kaiserlichen Geflügelfarm Hofstallungen zu errichten. Die Hauptfront ist 1725 fertig gestellt, sie zählt bis heute zu den längsten Barockfassaden in Wien. Im Erdgeschoß des sogenannten „Fischer-von-Erlach Traktes“ sind die Stallungen für rund 600 Pferde, im gesamten Areal gibt es Stellplätze für Fuhrwerke und Wohnungen für unzählige Arbeitskräfte. In den Prunkräumen im 1. Stock, den heutigen Veranstaltungsräumlichkeiten „Barocke Suiten“, befindet sich die Wohnung des Oberhofstallmeisters.

In den folgenden Jahren kommt es zu zahlreichen Um- und Zubauten, so lässt Kaiser Franz Joseph I. zwischen 1850-1854 unter anderem die Winterreitschule im klassizistischen Stil erbauen, die heutige Halle E+G. 1874 wird für Kaiserin Elisabeth eine Manege errichtet. In der oktogonalen Reithalle nimmt die Kaiserin bei Elise Petzold, Kunstreiterin im weltberühmten Zirkus Renz, Reitstunden. Heute ist in der Reithalle die Bibliothek des Architekturzentrums Wien untergebracht. 

Nach dem Ende der Monarchie 1918 wird das weitläufige Areal mit seinen vielen Innen- und Außenflächen von der „Wiener Messe“ als Ausstellungsgelände für kommerzielle Messen genutzt, die Bezeichnung „Messepalast“ entsteht. Als das Gelände für die „Wiener Messe“ zu klein wird, wird von der Republik Österreich und der Stadt Wien Anfang der 1980er Jahre ein Konzept für die Nutzung des Areals als Kulturforum in Auftrag gegeben.

Ein zweistufiger Architektenwettbewerb wird 1986 ausgerufen, aus dem die Brüder Laurids und Manfred Ortner als Sieger hervorgehen Die historische Architektur soll erhalten bleiben und um zeitgenössische Akzente und Gebäude ergänzt werden. Geplant sind drei großen Neubauten: das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, kurz mumok genannt, das Leopold Museum mit der weltweit größten Egon Schiele Sammlung sowie die Kunsthalle Wien, die internationale Gegenwartskunst präsentiert. 

Nach Bürgerinitiativen und Medienkampagnen gegen die ursprünglichen Entwürfe der Architekten kommt es in den folgenden Jahren zu verschiedenen Redimensionierungen der Neubauten.

1998 erfolgt der Spatenstich, am 30. Juni 2001 wird das MuseumsQuartier Wien schließlich eröffnet und hat sich seitdem zu einem der weltweit größten Kunst- und Kulturareale entwickelt.
 

 

MuseumsQuartier

Museumsplatz 1/5
1070 Wien

Tel.: +43/1/523 5881
Fax: +43/1/523 5886
E-Mail: office@mqw.at

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