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Ernst Spiessberger: Mirror – Ernst Krenek

04.03.2021 bis 23.04.2021 - ASIFAKEIL
Veranstalter: Q21

Ernst Spiessberger: Mirror – Ernst Krenek

FREIER EINTRITT, KUNST, FILM & DIGITALE KULTUR


Vergangene Termine

Fr, 23.04.2021
Do, 22.04.2021
Mi, 21.04.2021
Di, 20.04.2021

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Genre: Installation (Ton-Büste und Animationsfilm)
Länge: ca. 01:30 min (Loop)
AT – 2020


Auf einem Sockel steht eine Büste aus Ton von Ernst Krenek und gegenüber, auf einem TV-Monitor läuft ein Animationsfilm. Der animierte Tonkopf im Monitor spricht zu seinem eigenem „Spiegelbild“. Nach einer Weile verschwindet der Tonkopf und im schwarzen Monitor sind die Umrisse der Büste zu sehen.

Die Installation besteht aus zwei Teilen, einerseits die gebrannte Ton-Skulptur (Büste von Ernst Krenek) und der schwarze TV-Monitor, in dem sich die Büste spiegelt, und anderseits der Animationsfilm im TV-Monitor, der gegenüber der Skulptur positioniert wird und zu dieser spricht.

Aus Ton wird eine Büste von Ernst Krenek modelliert. Als Vorlage dienen Fotos aus seinen späteren Lebensjahren. Ungebrannter Ton hat (fast) die gleichen Eigenschaften wie Knetmasse und bietet so die besten Voraussetzungen für das Erstellen eines Animationsfilms. Nach dem Animieren werden kurze Textauszüge von einem Sprecher synchronisiert und dem Animationsfilm unterlegt. Im Film wechseln sich, die kurzen Textpassagen und darauf folgend ein Schwarzbild (das die gleichen visuellen Eigenschaften wie ein ausgeschalteter Monitor hat), ab. Das schwarze Bild auf dem Monitor fungiert dabei als Spiegel und zeigt die Umrisse (Spiegelbild) der Büste von Ernst Krenek. Der Film wird als wiederkehrende Endlosschleife abgespielt (Loop).

Hintergrund:

Seit den Anfängen sind Büsten Teil der Erinnerungskultur, sie haben oft Denkmalcharakter, drücken private Wertschätzung aus, stehen an den Stätten des Wohnens und/oder Wirkens eines bedeutenden Menschen.
Ein Porträt bzw. Bildnis ist ein Gemälde, eine Fotografie, eine Plastik oder eine andere Darstellung einer Person. Zahlreiche namhafte Maler, Grafiker und Bildhauer haben sich intensiv mit Porträts befasst und dadurch zur Entwicklung einer großen Darstellungsvielfalt beigetragen. Seit dem 19. Jahrhundert hat die Porträtfotografie, die Porträtmalerei ergänzt und ist als szenisches Element auch in die Filmkunst eingegangen.
Der Spiegel gilt als Medium der Selbstwahrnehmung, als Gerät der Selbstverdopplung und der Selbstreflexion. Später erweiterte die Fotografie die Möglichkeiten, sich künstlerisch selbst in Szene zu setzen, sei es durch das fotografische Festhalten der Reflexion des eigenen Gesichts oder Körpers im Spiegel. Da die Menschheit heute mit stets griffbereiten Kameras ausgerüstet ist, hat das fotografische Selbstporträt unter dem Namen «Selfie» eine gigantische Verbreitung erreicht.

Kunst in Zeiten von Corona:

Eine Krise gibt uns Menschen auch eine Chance, einmal innezuhalten. Wenn uns etwas derart aus der Bahn wirft, auf der wir uns womöglich viele Jahre befunden haben, dann bietet sich damit auch die Chance zu überlegen, ob alles so weiter laufen muss, wie es bisher war", sagte der Psychiater Michael Musalek, auch Begründer des Instituts für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund Freud Privatuniversität in Wien.

Eine solche Selbstreflexion könne zu neu einzuschlagenden Richtungen im Leben führen. Altes, womöglich auch Negatives, könnte verlassen werden. "Das ist eine Möglichkeit, sich mit seiner Existenz neu für die Zukunft zu positionieren", erklärte der Wiener Psychiater.

 

Biografie

Ernst Spiessberger wurde 1967 in Gmunden geboren und lebt und arbeitet in Wien und Gmunden. Nach einer Lehre zum Zimmermann und einer Ausbildung zum Behindertenbetreuer studierte er Bildhauerei und transmedialer Raum an der Kunstuniversität in Linz und Szenografie an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) in Potsdam Babelsberg. Seit 2008 leitet er die Filmproduktion Zitronenwasser FILM.

PREISE / STIPENDIEN (Auswahl)

1998 Würdigungspreis Landesausstellung Wels / Thema ZEIT | 2002 2. Preis beim Verbena Filmfestival St.Pölten | 2002 – 03 Arbeitsstipendium vom bm:ukk für Berlin | 2007 1. Rang in Gold beim Filmfestival, OÖ im Film | 2008 Artists in residence vom Land Oberösterreich für Gmunden (AT) | 2008 Special Mentions beim Crossing Europe 08 in Linz | 2008 – 09 Projektstipendium vom bm:ukk für das Institut Hartheim | 2009 Artists in residence vom Land Oberösterreich für Krummau/Cesky (CZ) | 2010 Artists in residence vom Land Oberösterreich für Malo/Vicenza (IT) | 2012 ÖZIV Medienpreis, Ehrende Anerkennung elektronische Medien | 2013 Fernsehpreis der Erwachsenenbildung für die Okto-Reihe „ZitronenwasserTv“ | 2020 Arbeitsstipendium der Stadt Wien (MA7) für das Filmprojekt „Fam. Corona“ | 2020 Sonderstipendium „Ernst-Fall“ Ernst Krenek Institut für das Projekt „Mirror - Ernst Krenek“

ASIFAKEIL

Öffnungszeiten

Mo-So:10-22h

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