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TONSPUR 86: Enrique Mendoza (MEX): Words over Swords

23.08.2020 bis 29.09.2020 - TONSPUR_passage
Veranstalter: Q21

TONSPUR 86: Enrique Mendoza (MEX): Words over Swords

FREIER EINTRITT, KUNST, TANZ/PERFORMANCE/MUSIK


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Mo, 28.09.2020
So, 27.09.2020
Sa, 26.09.2020

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Eröffnung: So 23.08., 17h

Der mexikanische Sound Artist Enrique Mendoza ist im August 2020 als Q21 Artist-in-Residence zu Gast und entwickelte in Wien eine neue Klangarbeit für die TONSPUR_passage.

Diese Arbeit basiert auf dem historischen Ereignis vom 19. März 1938, als der mexikanische Delegierte Isidro Fabela beim Völkerbund gegen den „Anschluss“ Österreichs durch die Nazis Protest einlegte. Diese Protestnote sollte sich später als äußerst wichtig erweisen, gab sie doch Österreich nach dem Krieg die Möglichkeit, sich gegen Sanktionen zu verwehren. Als Dank dafür wurde 1956 der Erzherzog-Karl-Platz in Wien in Mexikoplatz umbenannt und 2005 von den Regierungen Österreichs und Mexikos die Isidro-Fabela-Promenade eingeweiht. Diese spezielle zwischenstaatliche Beziehung zeigt, warum wir uns in sämtlichen Lebensbelangen immer an den Frieden halten sollten.

Words over Swords bezieht und bekennt sich klar zu diesem Ereignis im Jahr 1938. Die Arbeit gemahnt an ein Diktum Kants aus dem philosophischen Entwurf Zum ewigen Frieden aus 1795: „Da es nun mit der unter den Völkern der Erde einmal durchgängig überhand genommenen (engeren oder weiteren) Gemeinschaft so weit gekommen ist, daß die Rechtsverletzung an einem Platz der Erde an allen gefühlt wird.“ Dies gilt heute mehr als je zuvor. Es geht um Frieden, nicht um Krieg.

Mit dieser Arbeit möchte ich auch darauf hinweisen, dass Worte und Diplomatie echten Einfluss auf die Wirklichkeit haben, und dass Worte das einzige „Schwert“ zur Lösung von zwischenmenschlichen oder zwischenstaatlichen Konflikten sein sollten.

Für die Komposition recherchierte ich im Tonarchiv der Österreichischen Mediathek in Wien, wo ich Dateien von Reden und anderen militärischen Ereignissen aus dem Jahr 1938 fand. Diese Dateien verarbeitete ich mit einer Spektralsoftware zu musikalischem Material. Ein zentraler Aspekt der Komposition ist, dass der Klang durch die acht Kanäle in der TONSPUR_passage nicht nur räumlich, sondern öffentlich erlebt werden kann. Dies prägt auch den Aufbau der Arbeit, die sich von „Worten“ zu „Schwertern“ und wieder zurück entwickelt.

Die Bilder für die Postkarte und für die Passagengalerie entstanden im selben Verfahren. Die Karte basiert auf einer Zeichnung, die mehrere Münder herstellten (Worte) und die dann mit einem Waffenbild (Schwerter) kombiniert und digital verarbeitet wurde. Ebenfalls ausgestellt ist Fabelas Protestnote, wobei ich einzelne Worte hervorhob, um sie mit Mundzeichnungen aus Aquarellfarbe und Waffen zu paaren.

TONSPUR_passage

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