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Jochen Hörisch (D) / Philipp Gehmacher (A)

14.12.2012 bis 14.12.2012

Jochen Hörisch (D) / Philipp Gehmacher (A)

TANZ/PERFORMANCE/MUSIK


Jochen Hörisch (D) / Philipp Gehmacher (A)

Termin

Fr, 14.12.2012

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Jochen Hörisch (D) / Philipp Gehmacher (A)
Theater, Theologie, Theorie - Was gibt's denn da zu schauen? / dem Denken eine Form geben
Doppelredereihe: Der Widerstand gegen die Theorie

Datum:
Fr 14.12., 18h
Ort: TQW / Studios
Eintritt frei

Jochen Hörisch (D)
Theater, Theologie, Theorie - Was gibt's denn da zu schauen?

Die Worte Theater, Theos und Theorie gehen allesamt und gleichermaßen direkt auf das griechische θεωρεiν; theorein bzw. θεáομαι; theaomai (beobachten, betrachten, [an] schauen) zurück. Théatron (θEατρον) meint den Schauplatz, der durch die klare Unterscheidung zwischen Zuschauern und Bühne etwas zu beobachten erlaubt. Theós (θεóς) meint den Gott, der andere Götter und Nichtgötter aus olympischer Ferne beobachten und durchaus einmal die Grenze zwischen seiner Proszeniumsloge und der Weltbühne abenteuerlich überschreiten kann. Theoría (θεωρíα) meint vor allem die Beobachtung über größte Distanzen hinweg, also die "Schau des Göttlichen", des Theos. Gerade weil sie dasselbe Kerngeschäft (Beobachtung) betreiben, beäugen sich das Theater, die Theorie und die Theologie misstrauisch und erklären die jeweils andere Beobachterperspektive als heikel, frivol oder irreführend. Auf dieses Spannungsverhältnis und auf die Frage, ob es einen Letztbeobachter aller Beobachtungen geben kann, will der Vortrag eingehen.

Jochen Hörisch ist Ordinarius für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim.

Philipp Gehmacher (A)
dem Denken eine Form geben

Künstlerische Arbeit ist immer Materialisierung eines Denkens, somit eine Praxis, die realisiert und temporäre, wenn nicht permanente Wirklichkeiten zu schaffen versucht. Ich denke, Tanz und Performance haben diesen Anspruch noch nicht aufgegeben und bilden Wirklichkeiten, die erlebbar und teilbar sind. Die Äußerungsformen des Denkens gehen dabei über den Körper hinaus. Der Theaterraum erscheint als Ort der Betrachtung, er stellt mich aus und führt mich vor. Und darin liegt genau die Schwierigkeit, die Verantwortung und die Aufregung, Äußerungsformen für dieses Denken zu finden und diese in der Betrachtung Ereignis werden zu lassen. Das Denken ist dann Theorie und Praxis, und spricht/tanzt nicht mehr nur für sich allein.


www.tqw.at

 

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