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Vorträge: Vom Aufstand der Körper & Sexualität im Islam

26.10.2012 bis 26.10.2012

Vorträge: Vom Aufstand der Körper & Sexualität im Islam

TANZ/PERFORMANCE/MUSIK


Vorträge: Vom Aufstand der Körper & Sexualität im Islam

Termin

Fr, 26.10.2012

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Georg Stenger (D/A) / Rachid Boutayeb(MAR/D): Vom Aufstand der Körper & Sexualität im Islam
Lectures

Datum:
Fr 26.10., 17h, Dauer: ca. 3 Stunden
Ort: TQW / Halle G
Eintritt frei

Vorträge in Deutsch
im Rahmen der Ringvorlesung: Do we know what a body can do? Wissen wir, was ein Körper kann?

Georg Stenger (D/A)
Vom Aufstand der Körper - Interkulturelle Bildperformanzen

Warum stehen "Körper" auf oder vermögen aufzustehen, wo sie doch einem weit verbreiteten klassischen Verständnis gemäß unter die Sinnlichkeit als bloßes "unteres Erkenntnisvermögen" fallen? Wohnt ihnen doch so etwas wie eine eigene "Sprachlichkeit" inne, die sich der mit dem gewöhnlichen Sprachverständnis einhergehenden Distanzstellung entzieht? "Sprechen" Körper nicht immer schon, nicht allein, aber doch signifikant, in Bildern, durch Bilder, über Bilder, seien diese reale, virtuelle oder imaginierte Bilder, und wohnt ihnen nicht gerade darin eine vorpropositionale Dimension inne, die auf Bewegung und Prozessualität als vorgängiges "Grund-geben-" und "Grundfinden- Können" zuläuft? Und in welcher Intensität und Extensität zugleich tut dies der Körper? "Am Grund der Bilder" schreit der Körper auf, der Körper hinter dem Körper, der Körper im Körper. Die Sprache der Körper als "Bildsprache" ereignet sich medialperformativ, indem die Sprache des Körpers Räume ausschreitet, öffnet und zugleich transformiert. Was geschieht mit den Körpern, wenn sie ihre Bildperformanzen interkulturell erproben und aufs Spiel setzen?

Rachid Boutayeb (MAR/D): Sexualität im Islam
Für Abdelkébir Kathibi ist der Körper das Unterdrückte der Religion des Islam. Stets wird der Körper als bloßes Werkzeug des Spirituellen und nicht als Ausdruck desselben gedacht. In dieser reduktionistischen Auffassung geht es, wie Farid Zahi, ein Schüler Khatibis, schreibt, immer nur um "den Körper im Dienste des Sakralen". Der Körper besitzt kein eigenständiges Handlungsrecht, und schon gar nicht ist es ihm erlaubt, seinen Launen oder Gelüsten unzensuriert nachzugeben.
Man hat es hier also mit einem "entkörperlichten" Körper zu tun. Die religiösen Vorschriften bestimmen das Leben, den Tod und sogar die sexuellen Beziehungen dieses Körpers. "Ein Krieg gegen die Sinne" nennt Farid Zahi eine solche Gottesvorstellung! Trotz der exotischen arabischen Schriften über Sexualität kann man daher behaupten, dass die Sexualität das Vergessene, wenn nicht sogar das Andere des islamischen Denkens überhaupt darstellt.


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