Zum Inhalt

Die Toten

16.03.2007 bis 29.04.2007

Die Toten

KUNST


Die Toten

Vergangene Termine

So, 29.04.2007
- 23.00 Uhr
Sa, 28.04.2007
Fr, 27.04.2007
Do, 26.04.2007

Alle Termine im Überblick

Tage mit Vorstellung

März 2007
01 Do
02 Fr
03 Sa
04 So
05 Mo

06 Di
07 Mi
08 Do
09 Fr

10 Sa

11 So
12 Mo
13 Di
14 Mi
15 Do

16 Fr
17 Sa
18 So

19 Mo
20 Di

21 Mi
22 Do
23 Fr
24 Sa
25 So

26 Mo
27 Di

28 Mi
29 Do
30 Fr

31 Sa
April 2007
01 So
02 Mo
03 Di
04 Mi
05 Do

06 Fr
07 Sa
08 So
09 Mo

10 Di

11 Mi
12 Do
13 Fr
14 Sa
15 So

16 Mo
17 Di
18 Mi

19 Do
20 Fr

21 Sa
22 So
23 Mo
24 Di
25 Mi

26 Do
27 Fr

28 Sa
29 So
30 Mo

Hans-Peter Feldmann
KUNSTHALLE wien, halle 1,
16. März - 29. April 2007

Der Fotozyklus „Die Toten“ des Düsseldorfer Künstlers Hans-Peter Feldmann zeigt auf 90 Bildern die Toten der politischen Bewegungen von 1967 – 1993 (Studentenbewegung, APO, Baader-Meinhof, Bewegung 2.Juni, Revolutionäre Zellen, RAF...): Täter, Opfer und auch Menschen, die nur zufällig in die Schusslinie gerieten. Die Aufnahmen sind grobkörnige, aus Zeitungen und Zeitschriften ausgeschnittene Reproduktionen. Da hängt das Videobild des entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer neben dem vom Hungertod gezeichneten Holger Meins, das Familienfoto der zufällig von einer Kugel getroffenen Hausfrau Edith Kletzhandler neben dem in seiner Blutlache liegenden Terroristen Andreas Baader. Alle im gleichen Format und chronologisch nach dem jeweiligen Todesdatum angeordnet.

Man hat Hans-Peter Feldmann, der nie mit der Ideologie der Baader-Meinhof-Gruppe sympathisierte, vorgeworfen, dass er zwischen Tätern und Opfern nicht unterscheide, dass er es an Empathie und menschlicher Zuwendung fehlen lasse. „Reicht es, die Bilder der Toten aus Zeitungen zu schneiden, in Rahmen zu stecken und an die Wand zu hängen?“ schrieb beispielsweise der Spiegel. Doch der kalte, enzyklopädische Blick, den der Künstler auf die Medienspiegelungen des blutigen Geschehens wirft, enthüllt mehr über das Wesen von Macht und Revolte und über das Gefühl der Vanitas im Angesicht der existentiellen Abgründigkeit. „Die Toten“ manifestieren sich als beklemmende Serie ungerahmter Andachtsbilder, die nicht Zeitgeschichte bearbeiten wollen, sondern auf die Conditio humana selbst zielen.

Die Ausstellung wird durch einen Dokumentationsbereich erweitert, der im Besonderen die mediale Berichterstattung der österreichischen Presse fokussiert.

Künstlergespräch
16. März 2007, 17 Uhr

Hans-Peter Feldmann im Gespräch mit Claudia Ehgartner

Gesprächsreihe
Moderiert von Peter Huemer
Beginn jeweils 19 Uhr

20. März 2007
Bettina Röhl (Journalistin und Publizistin, Tochter von Ulrike Marie Meinhof)
Mit Vorstellung ihres Buches: "So macht Kommunismus Spaß! Ulrike Meinhof, Klaus Rainer Röhl und die Akte Konkret"

21. März 2007
Kurt Groenewold (Rechtsanwalt, Strafverteidiger - politische Strafsachen, APO-Protestbewegung, RAF Baader-Meinhof, u.a.)

22. März 2007
Margarethe von Trotta (Schauspielerin und Filmemacherin, u.a. "Die bleierne Zeit", 1981)

23. April 2007
Reinhard Pitsch (Philosoph, 1977 beteiligt an der Palmers-Entführung in Wien)

Vortrag
24. April 2007, 19 Uhr

Wolfgang Kraushaar (Politikwissenschaftler)
"Die RAF, ihre Toten und ihre Opfer. Zwischen Selbstheroisierung und Fremdtabuisierung"

Filmmatinéen
jeden Sonntag, 11 Uhr

Öffnungszeiten: tägl. 10-19h, Do bis 22h

Foto: DIE TOTEN: 1967 – 1993: Studentenbewegung, APO, Baader-Meinhof, Bewegung 2.Juni, Revolutionäre Zellen, RAF,.... © VBK, Wien, 2007, Courtesy: Hans-Peter Feldmann, Düsseldorf

Zur Hauptnavigation

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.