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ALVA NOTO + RYUICHI SAKAMOTO - INSEN

29.06.2006 bis 29.06.2006

ALVA NOTO + RYUICHI SAKAMOTO - INSEN

TANZ/PERFORMANCE/MUSIK


ALVA NOTO + RYUICHI SAKAMOTO - INSEN

Termin

Do, 29.06.2006
20.30 Uhr - 22.00 Uhr

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Tage mit Vorstellung

Juni 2006
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Ryuichi Sakamoto hat sich mit seinen Stil Hybriden, die stets technologisch gesetzten Grenzen zu übersteigern trachten, seit 1977, seinem Beginn als eigenständiger Komponist einen klingenden Namen gemacht. Dies sowohl im Bereich der internationalen Popmusik wie in orchestralen und filmmusikalischen Settings. Seine umfassenden Studien begann er bereits 1963 im Alter von elf Jahren an der Tokyo National University Of Fine Arts And Music. Seinen universitären Abschluss machte er mit einer epischen Arbeit über elektronische und ethnische Musik und begann sogleich mit der Praxis als Studiomusiker. Innerhalb weniger Jahre zählte Sakamoto auch international zu den begehrtesten Kreativkräften. 1978 realisierte der junge Keyboarder und Produzent sein erstes Soloalbum. Gleichzeitig gründete er mit Haruomi Hosono und Yukihiro Takahashi das Yellow Magic Orchestra. Bereits das zweite Album verkaufte über eine Million Einheiten und etablierte YMO als die neben Kraftwerk führenden Köpfe des Technopop. Über die Jahre entstanden elf Alben, die allesamt State-Of-The-Art waren und prägenden Einfluss auf die später entstehenden Rave-Subkulturen, mit ihren Techno- und Ambient-Zweigen, ausübten.
Während die Jugendkulturen lauter und aggressiver wurden, fokussierte Sakamoto nun zunehmend stille Klänge zwischen Jazz, Bossa Nova, Moderner Klassik, Dub und Gamelan. Zudem nahm er mit dem Soundtrack für "Merry Christmas, Mr. Lawrence" den ersten einer ganzen Reihe überaus erfolgreicher Filmsoundtracks auf. Als die Sache mit dem Yello Magic Orchestra für Sakamoto endgültig vorbei war, stürzte er sich mit Eifer in allen nur vorstellbaren Weltmusiken und veränderte mittels musikalischer Amalgamierung sämtliche vorgestellten Grenzen zwischen arabischer, japanischer, brasilianischer und balinesischer Musik. Zudem zeigte sich ein Faible für qualitativ hochwertige Singer/Songwriter wie David Sylvian, Robbie Robertson, Caetano Veloso, David Byrne, Iggy Pop, David Bowie, Youssou N´Dour - mit denen er künstlerische Pakte einging.
Der auch als Schauspieler arbeitende Sakamoto begann ab 1999 auch mit Theaterregisseur Robert Wilson zu arbeiten. Veränderung ist die einzige Konstante in Sakamotos schillernder Karriere. Grenzen zu verwischen, verkrustete Denkformen aufzubrechen, darin liegt der Impetus Sakamotos, der ein Pionier einer wahrhaft globalen Sicht auf die Musik ist. Kategorien und Genres spricht er jegliche Hilfeleistung ab. Seine Welt kann nur eine Ganze sein.

Sein aktuelles Projekt "Insen", realisiert mit Alva Noto (a.k.a. Carsten Nicolai) ist seine bereits zweite Zusammenarbeit mit dem milchgesichtigen Berliner Elektronikmusiker. Wie auf dem wegweisenden Debüt "Vrioon" aus 2003 ist die Arbeitsweise die gleiche. Sakamoto spielte die Pianoparts ein, Nicolai bearbeitete das Material nach, zerlegte die einzelnen Töne zu mikroskopisch kleinen Soundpartikeln und schichtete sie dann wieder um die Akkorde des Japaners. Dabei hält er sich mit seiner digitalen Postproduktion angenehm im Hintergrund und lässt den zarten Klavierklängen genügend Raum, um sich in die Gehörgänge zu schmeicheln und Transzendentales vorstellbar zu machen, ohne auf "New Age Philosophien" zu rekurrieren. Frei assoziativ und traumhaft schön!

Piano - Ryuichi Sakamoto
Electronics & Visual Concept - Carsten Nicolai

 

Text und Foto von: www.viennajazz.org

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