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erkehrte Symmetrien. Zur topologischen Imagination in Kunst und Theorie

21.10.2005 bis 22.10.2005

erkehrte Symmetrien. Zur topologischen Imagination in Kunst und Theorie


Vergangene Termine

Sa, 22.10.2005
- 20.00 Uhr
Fr, 21.10.2005
18.00 Uhr - 23.59 Uhr

Alle Termine im Überblick

Tage mit Vorstellung

Oktober 2005
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Eintritt frei
Ort: MUMOK Lounge, Ebene 9

Kuratiert von Wolfram Pichler und Ralph Ubl


Dan Graham bezeichnete die Topologie als „vorherrschende Metapher“ der sechziger Jahre und bekannte seine Faszination an der Struktur des Möbiusbandes. In einem Interview von 1998 vermerkte der eine Generation jüngere Stan Douglas, dass seine Filminstallation Der Sandmann „wie ein Möbius-Band“ funktioniere. So unterschiedlich ihr gemeinsames Interesse an dieser Figur einer kontinuierlichen Umstülpung von Innen und Außen jeweils begründet ist, die Hinweise von Graham und Douglas deuten hin auf eine allgemeinere, seit vierzig Jahren – zuletzt vor allem in der Architektur – zu beobachtende Konjunktur „topologischer“ Verfahren wie Faltung oder Umstülpung.

Die Vortragsreihe widmet sich einer Gruppe von künstlerischen Verfahren, die als „topologisch“ bezeichnet werden können: Faltungen, Umstülpungen und Knotenbildungen, aber auch Spiegelungen, insofern sie inkongruente Gegenstücke von der Art der linken und rechten Hand erzeugen.

KünstlerInnen, ArchitektInnen und SchriftstellerInnen der letzten fünfzig bis hundert Jahre – von Dan Graham bis Katja Sander, von Friedrich Kiesler bis Peter Eisenman, von Robert Musil bis Elfriede Jelinek – haben mit solchen Verfahren gearbeitet und sich dabei zum Teil, angeregt durch Theoretiker wie Maurice Merleau-Ponty oder Jacques Lacan, explizit auf „topologisches“ Denken bezogen.

Zu fragen ist nach Übereinstimmungen und Differenzen zwischen den Einsätzen solcher Verfahren in verschiedenartigen historischen und medialen Kontexten ebenso wie nach den Bedingungen dafür, dass der Name und mit ihm auch bestimmte (Denk-)Figuren einer hochspezialisierten mathematischen Disziplin („Topologie“) zu vielfach verwendeten und anschlussfähigen kulturellen Spielelementen werden konnten. Erprobt werden soll aber auch der aktuelle kunst- und architekturkritische Gebrauchswert eines topologisch orientierten Raum- und Formbegriffs.

In seinem Eröffnungsvortrag wird der französische Theoretiker Hubert Damisch seine Idee einer Kunst- und Mediengeschichte des Knotens, die zugleich eine verknotete Geschichte sein will, vorstellen.

Vortragende u.a. Hubert Damisch, Eric de Bruyn, Giuseppa Di Christina, Max Kleiner, Philip Ursprung, Juliane Vogel, Barbara Wittmann

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