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Dariia Kuzmych

Dariia Kuzmych

Bereich: Bildende Kunst

Key Facts

Nationalität

Ukraine

Bereich

Bildende Kunst

Wohnort

Berlin (GER), Kiew

Empfehlende Institution

frei_raum Q21 exhibition space

Zeitraum

März 2018 - Juli 2018

Dariia Kuzmych is a visual artist from Kyiv based in Berlin and Kyiv. Her practice is diverse, as she encompasses both old media in paintings exploring the post-soviet impact on current societies, and new media with her research of the posthuman society in the form of multiple video series.
In 2015, Dariia completed her study of monumental painting at the Fine Art Academy in Kyiv. She currently attends the Berlin University of Arts, studying under Professor Ai Weiwei, and also specialising in Video Art.

Education and schoolarships:
2015 - ongoing

Master program at the University of Arts in Berlin (UdK Berlin)
Art and media faculty, experimental film and media art class Prof. Nina Fischer) / Class of Prof. Ai Weiwei
2013
Student of the “New Art School: Media-art” by “Cultural project”, Kyiv
2009 – 2015
Bachelor (B.F.A.) at the National Academy of Fine Arts
and Architecture, Fine arts faculty
2006 – 2009
Taras Shevchenko Fine Arts Secondary School.
2015 – 2017
DAAD Schoolarship for artists and architects
2017 – ongoing
Friedrich Ebert Stiftung schoolarship for politically
and socially engaged students

Residencies and awards:
2017 July - Sept.

Artist in residence program in Vienna by Kultur Kontakt Austria
2014
1st Place on Videopoetry festival “CYCLOP” for the video “As cherries”, made for a Olena Huseynova’s poem.

Exhibitions:
2017:

Oct. Current situation, Exhibition of the experimental film and video art class (UdK Berlin), Zwingli Kirche Berlin
Sep. 5th Odessa Biennale of Contemporary Art, Ukraine
Linoleum festival for animation and video art, Kyiv
Kulturdrogerie Wien, Vienna
Parallel Vienna , Austria
May: Charity- Auktion for the war victims of Avdiivka in Eastern Ukraine, at the Forum factory, by NGO "Heart for Ukraine" in Berlin
2016:
December "Acceptance" project on the exhibition "Let's queer, let's art"
"Equality" festival / Plivka art-centre / Kyiv, Ukraine
April "Three generations of ukrainian artist in collections of Tetyana and Borys Grynyov", Yermilov contemporary art centre, Kharkiv
March “The school of prosperity. A Class of the School of Kyiv, Kyiv Biennial 2015“, at the “Musa Museum / Start Gallery” Vienna, Austria
2015
September “Kyiv Biennial : The school of Kyiv”
July Charity-Auktion for the war victims in the Eastern Ukraine "Art, that saves" at the Mystezkyi Arsenal
2014:
October “War/She” in Kharkiv, Ukraine
August “Ukrainian landscape” at the Mystetskyi Arsenal National Cultural-Art and Museum Complex, Kyiv
July “Yellow sound” / Bottega Gallery, Kyiv
April. "The Show within the show", Mystetskyi Arsenal
January: Personal exhibition «Acceptance» / “Detenpyla” gallery / Lviv, Ukraine
2013:
September Festival of contemporary arts “Gogolfest”
March “Yin” / “M17” gallery / Kyiv
April “One from N” / “Detenpyla” gallery / Lviv, Ukraine

Collaborative Projects:
2014:

November: Audio-visual performance “Postblock” in collaboration with Luna ensemble / Donkult festival / Kyiv
April: Audio-visual performance “The Glass Bead Game” with “Blook” duo (an experimental duo of music composer Oleg Shpudeiko (Heinali) and contemporary classical composer Alexey Shmurak) / Book Arsenal festivalat the Mystetskyi Arsenal program of the New Music Festival, curated by “Ukho” music agency.
2013:
September “TV has attacked us all our lives, now we fight back. Now we make our own TV/Nam June Paik” on TV-screenings on the TV- Channel “Odessa" / Presentation of the music videoclip for “Dakha Brakha” music band on Gogolfest.

Publications:
Books:

2017: “Dresden. People on the square” artist book, 3 exemplares
2016: "Three artist generations in the collection of Tetyana and Borys Grinyov" by Osnovy publishing
2016: “Ukraine: short stories. Contemporary artists from Ukraine” by the project “Imago mundi”

Projektinfo

Übergangszeiten, verschwindende Arbeitswelten

Neue Technologien bringen Veränderungen für die Arbeitswelt und das Berufsleben mit sich. “Alte” Berufe verschwinden, weil sie z.B. von automatisierten Prozessen ersetzt werden, und dafür entstehen andere Berufe, die unter den neuen technischen Bedingungen nützlich sind.
Mit komplexen Schwierigkeiten sind Übergangszeiten verbunden, ein Übergang ist eine Krise.
Zum Beispiel war das Ende der Sowjetunion für ihre Einwohner eine solche Übergangszeit. In den 90-er Jahren fanden sich beispielsweise viele Akademiker, Lehrer, Ingenieure und andere, die vormals Angestellte in Institutionen waren, die es nun nicht mehr gab, als Verkäufer auf Billigmärkten wieder.
Während dieser Zeit war meine Mutter in ihren 20ern. Sie hatte zuvor Angewandte Kunst in einer Kunsthochschule im heutigen Belarus abgeschlossen und kurz darauf war es mit dem Staat Sowjetunion zu Ende. Im Jahr 1988 kam mein Bruder zur Welt und 1991 wurde ich geboren. Mitten im Anfang der Veränderungen, als die Wirtschaft in der Krise darniederlag, musste sie Geld verdienen. Und das war natürlich nicht in der Kunst. Sie fing an, als Näherin zu arbeiten, weil das damals aufgrund fehlender Kleidungsläden sehr verbreitet war.
Sie durchlief ihren beruflichen Werdegang in dieser Übergangszeit zwischen den Epochen und musste immer wieder abbrechen und von neuem anfangen, da ihre Arbeit sich oftmals nicht auf dem Markt, den sie nicht kannte, durchsetzen konnte. Zwei kleine Kinder ließen ihr wenig Raum für Wagnisse. Schließlich musste sie auch uns ernähren.
Als wir erwachsen waren, hat meine Mutter mit ihrer eigenen künstlerischen Arbeit angefangen. Schlichte Stickereien mit Perlensteinen hat sie in Form von Kolliers erarbeitet. Allmählich begann sie mit der Stoff-Kollage-Technik (Quilt) zu arbeiten und ihre eigenen Gemälde zu entwerfen und anzufertigen. Handwerkliche Textilarbeit ist auch sehr leicht durch automatisierte Produktionsweise zu ersetzen.
 
Das Projekt beschäftigt sich mit dem Verschwinden von Berufen und Arbeitstechniken, die ihre Nützlichkeit verlieren. Die Kollaboration mit meiner handwerklich arbeitenden Mutter, die ihre Erfahrung gemacht hat mit Arbeiten und Techniken, die keinen Nutzen einbrachten, weil sie an einer Zeitschwelle ihren Nutzen eingebüßt haben, soll helfen, dieses Problem im Dialog und einer gemeinsamen Arbeit zusammen mit mir zu erforschen.

Form:
Eine Kollaboration mit meiner Mutter, Svitlana Seleznova, in der aus einem Dialog von Arbeitsweisen und im Rahmen gemeinsamen Experimentierens, genähte Gemälde, Quilts mit dem thematischen Bezug zu verschwindenden Berufen und scheiternden Arbeitsweisen, entstehen sollen. Es soll daraus eine Installation hervorgehen, die auch frühere Zeichnungen von mir wie von meiner Mutter, Skizzen, Texte, Objekte und ein oder mehrere Gemälde in der Quilt-Technik, beinhaltet.

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