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Philipp Teister

Philipp Teister

Bereich: Medienkunst

© Philipp Teister

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© Philipp Teister

Key Facts

Nationalität

Deutschland

Bereich

Medienkunst

Wohnort

Wehretal

Empfehlende Institution

Transforming Freedom

Zeitraum

Jänner 2013 - Februar 2013

Philipp Teister works the position of the artist to intrude into other people's lives
through the perception of art. Revealing the astethics of appropriation and
post-conceptualism, he uses overriding strategies and intensively challenges the transitional area between privacy and anonymity. As a visual artist Teister seeks to overcome the separation of these forms and genres of art by trying to endeavor a holistic artistic approach.

Philipp Teister (*1982) lives and works in Vienna, Austria. He studied at the School for Art and Design in Kassel from where holds an MFA in New Media. He worked for UBERMORGEN.COM from 2009 – 2012 and is a lecturer at UT Vienna since 2013. His work was shown in Kuenstlerhaus in Vienna, NIMK in Amsterdam, and Palais de Tokyo in Paris. He is represented by Fach & Asendorf Gallery in Berlin.

Projektinfo

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Dokumentation

"Duschgedanken an der digitalen Front: Überholt-Werden und Runterkommen mit Philip Teister" von Leo A. Findeisen, 2012

Medienevolutionen beeindrucken uns Heutige gerade deswegen als unvorhersehbar und unausweichlich zugleich, weil sie sich nicht weiterhin den Anschein von Natur geben müssen. Früher hatten die Großeltern noch einen Heidenspass an den eigenen Lippen beim Fernreden, staunten beim Fernhören mit den eigenen Ohren um die Wette, ließen sich von den eigenen Augen zum Ferngucken verleiten.
Solche territorialen Sinneserweiterungen nicht nur zu genießen, sondern zugleich, aufgeklärt, den Genuß daran noch reflektieren zu können, die "Logik des Sinns" dahinter, war vergleichsweise einfach, denn sie ist immer noch der Wahrnehmung unseres Körpers bei Duschgedanken verwandt, die sich als unvermerkliches Summen, Babbeln und audio-visuellem Tropfenimpressionismus
einstellen, ein Körpererlebnis fast wie beim Zungenreden, fast wie als Augenpausen, fast wie kaltesklareswasser.

Allerdings ging diese mediale Epoche Mitte der 90er-Jahre des 20. Jahrhunderts  unwiederbringlich zu Ende. Seitdem bleibt, medial verstanden, kein Stein auf dem anderen. Ironischerweise zeichnet sich das digitale Medium noch dazu durch die Leichtfertigkeit aus, mit der sie keinen Stein verloren gehen lassen wird. Gerade das Internet, - nicht umsonst gehörten zu seinen ursprünglichen Designzwecken die militärische Verteidigung eines Imperiums gegen Atomschläge auf eigenem Territorium, bald darauf dann die Steigerung der Kooperationsfähigkeit von Physikern beim nahezu rückschlagsfreien Bau an der kompliziertesten Maschine der Zivilisationsgeschichte -, rekonstelliert sie alle so erfolgreich und in penibel abzählbarer exponentieller Beschleunigung, dass auch das Substrat der Lebensmodelle hinter den sozialen Kellerwirklichkeiten seiner ambitioniertesten Ingenieure ungefiltert zur neuen Lebenswelt ihrer User werden können. "Noch nie hat ein Halbwüchsiger der zivilisatorischen Entwicklung der Menschheit so früh einen so substanziellen Schaden zufügen können wie Mark Zuckerberg", bemerkte hierzu eine der technisch eher optimistischen Kassandras der Gegenwart, Eben Moglen. Und er hatte recht.

Alle Medien sind Formen mit zwei Seiten, die gute Nachricht, wenn sie als solche ausgehalten und erarbeitet wird, besagt, daß schon in der übernächsten Generation niemand auf diesem Planeten ohne ständige Vernetzung aufwachsen wird, Marshall McLuhans Vision, wir würden "die Menschheit auf der Haut tragen" wird so oder so die "Logik der Sinne" erfasst haben. Und dann wird es lustig.

Und mit dieser mentalen Ballonsicht kommen Philipp Teister und seine exemplarische Karambolagen ins Spiel, die vielen seiner dispositiven Inszenierungen zugrundeliegen.

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