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FREIRAUM UKRAINE

 

FREIRAUM UKRAINE

06.04. bis 06.06., täglich 12-18h
frei_raum Q21 exhibition space
Eintritt frei

GET TOGETHER: Di 26.04., Di 10.05., Di 24.05., jeweils ab 17h
Künstler*innen aus der Ukraine und österreichische Kulturschaffende


April 6 to June 6, daily, 12:00-18:00
frei_raum Q21 exhibition space
free admission

GET TOGETHER: Tue 26.04., Tue 10.05., Tue 24.05., from 17h
Artists from Ukraine and Austrian cultural workers

 

 

Eine Initiative von MuseumsQuartier Wien und springerin
An initiative by MuseumsQuartier Wien and springerin

ohne Titel © Katya Lisovenko, 2022

Um Künstler*innen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen mussten, einen Arbeits-, Ausstellungs-, Diskurs-, Veranstaltungs- und Begegnungsraum zu bieten, stellt das MuseumsQuartier Wien den frei_raum für das Projekt „FREIRAUM UKRAINE“ zur Verfügung. Das Projekt ist eine Initiative von springerin in Zusammenarbeit mit dem Koordinationsbüro „Office Ukraine – Shelter for Ukrainian Artists“ und finanziert von der Stadt Wien. „FREIRAUM UKRAINE“ startet am 06. April. Ab Ende April sind, bei freiem Eintritt, öffentlich zugängliche Abendveranstaltungen geplant.

„Das MuseumsQuartier ist ein Ort des Austauschs und Diskurses. Es ist mir daher ein Anliegen, geflüchteten Kulturschaffenden, die zurzeit keine Möglichkeit haben, ihre Kunst zu präsentieren, einen Raum zu geben, ihre Botschaften zu formulieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleichzeitig ist es ein Zeichen für ein friedliches Miteinander“, so MQ-Direktorin Bettina Leidl.

„Den ‚FREIRAUM UKRAINE‘ denken wir nicht nur als Ort für Präsentationen und Veranstaltungen, sondern als ein von allen Betroffenen und den mit ihnen Solidarischen selbst organisiertes Forum, als niederschwellig zugänglichen Bereich für vielfältige Formen der Kommunikation“, so die Kurator*innen Hedwig Saxenhuber und Georg Schöllhammer.

Als Co-Working-Space bietet „FREIRAUM UKRAINE“ allen vor dem Krieg geflüchteten Künstler*innen, die Möglichkeiten zur Selbstrepräsentation, aber auch zur Kommunikation und zum Austausch mit der lokalen Community sowie Kolleg*innen, die noch vor Ort in der Ukraine sind. Die Flüchtenden sind Kulturarbeiter*innen, die ohne ukrainischen Pass in der Ukraine lebten ebenso wie solidarische Personen aus der Gegenseite der Kriegsparteien.

Das Projekt soll ein offener Spiegel der jeweiligen Entwicklungen, Probleme und Reaktionen sowie deren künstlerischer Reflexion sein. Gemeinsam mit Studierenden von Kunstuniversitäten und Kulturschaffenden anderer Kulturinstitutionen in Wien, ist „FREIRAUM UKRAINE“ Anlaufstelle für Projekte, Kooperationen, Solidaritätsbekundungen, Aktionen und Präsentationen.
Gleichzeitig ist es ein Begegnungsort mit dem hiesigen Publikum: Durch spezielle Formate ist die breite Öffentlichkeit eingeladen, miteinander in Kommunikation zu treten, disziplinübergreifende Veranstaltungen thematisieren die Lage in der Ukraine und die Verwerfungen der Geopolitik.
„FREIRAUM UKRAINE“ ist der Versuch, in dieser traumatischen Kriegssituation einen offenen Ort zu schaffen: für gemeinsames Analysieren, Ausagieren, Experimentieren, Trauern und Schweigen und manchmal auch – Lachen.

Für die Ausstellungsarchitektur zeichnet Architekt Johannes Porsch verantwortlich.
Veranstaltungen werden zeitnah auf www.freiraum-ukraine.at bekannt gegeben.

Kuratiert von Hedwig Saxenhuber und Georg Schöllhammer.
Mit Unterstützung der Stadt Wien / MA7

Kontakt:  office@freiraum-ukraine.at

 

PROGRAMM:

Ausstellung: Die Düfte der Erde
bis 06.06.
Eröffnung und Vortrag: Do 05.05, 18h

In den späten 1950er Jahren wagte ein junges ukrainisches Künstlerpaar, Ada Rybachuk und Volodymyr Melnychenko (ARVM), eine beispiellose Reise jenseits des Polarkreises in die Stadt Naryan-Mar. Im Gletschernebel verbrachten die Kiewer Student*innen einige Tage bei den Nenzen und studierten ihr tägliches Leben mit Bleistiften in ihren vor Kälte klammen Fingern. Die ARVM nahm die Verehrung der Nenzen für den wuchernden Norden in sich auf und prägte ihre Kunstwerke, um später das erste Kunstmuseum in Naryan-Mar einzurichten. Die Nenzen nahmen die Künstler*innen in ihrer Gemeinschaft auf und stellten sich für ihre Porträts zur Verfügung, um die Bewohner*innen in den ersten Jahren des sowjetischen Aufbaus zu dokumentieren.

Die Ausstellung stellt die frühen Werke der ARVM in den Vordergrund, die während der Nordexpeditionen in den späten 1950er bis in die 1960er Jahre entstanden. Die Künstler*innen, deren späteres Schaffen weitgehend die urbane Landschaft Kiews bestimmt, die nun von einer kriegsbedingten Auslöschung bedroht ist, griffen kontinuierlich auf das Wissen zurück, das die Nenzen mit ihnen teilten, und pflegten diese Freundschaft über Jahrzehnte. Die Praxis von ARVM ist ein Beispiel für die bahnbrechenden Versuche, koloniale Narrative durch Aktivismus herauszufordern, wobei sie energisch danach strebt, das Recht verschiedener Kulturen auf ungezähmte künstlerische Äußerungen zu manifestieren, die in den breiteren kulturellen Räumen Bestand haben.

Kuratorinnen: Polina Baitsym, Ksenia Kravtsova und Hedwig Saxenhuber
Die Ausstellungseröffnung wird durch einen Vortrag über das Erbe von ARVM in der Ukraine ergänzt.
Referentin: Polina Baitsym, Doktorandin in Geschichte an der Central European University, Wien, Österreich/Budapest, Ungarn.
Sammlung der ARVM Heritage Preservation Foundation.

Виставка та лекція: Запахи землі
5 травня, 18:00
З 6 травня по 6 червня 2020

Наприкінці 1950-х років молода пара українських художників Ада Рибачук та Володимир Мельниченко (АРВМ) вирушила в безпрецедентну подорож за полярне коло до міста Нар’ян-Мар. У льодовикових туманах київські студенти цілими днями проводили серед ненців, вивчаючи їх повсякденне життя з олівцями в обморожених пальцях. АРВМ увібрав у ненців шанування розгулу Півночі та прищепив їм свої твори мистецтва, згодом створивши перший художній музей у Нар’ян-Марі. Ненці приймали художників у свою громаду і позували для їхніх портретів, документуючи мешканців у перші роки радянського будівництва.

На цій виставці представлені ранні роботи ARVM, створені під час північних експедицій, які вони здійснили з кінця 1950-х до 1960-х років. Художники, чия пізніша творчість значною мірою визначає міський ландшафт Києва, який зараз знаходиться під загрозою воєнного знищення, постійно черпали знання, якими ненці ділилися з ними, і плекали цю дружбу протягом десятиліть. Практика ARVM є прикладом новаторських спроб кинути виклик колоніальним наративам за допомогою арт-активізму, енергійно прагнучи виявити права різних культур на неприборкані художні висловлювання, які можуть зберігатися в ширших культурних просторах.

Куратори: Поліна Байцим, Ксенія Кравцова та Гедвіг Саксенхубер
Відкриття експозиції доповнить лекція про спадщину ARVM в Україні.
Викладач: Поліна Байцим, кандидат історичних наук Центральноєвропейського університету, Відень, Австрія/Будапешт, Угорщина.
Колекція Фонду збереження спадщини ARVM.
 

Get-together
Künstler*innen aus der Ukraine und österreichische Kulturschaffende
Di 26.04., Di 10.05., Di 24.05; jeweils ab 17h
 

Teil II - Der Krieg in der Ukraine – Kunst im Exil
Full Mouth Wien – Die mobile Koch- und Talkshow von Tim Voss

Mi, 25.05., 18.30h
Full Mouth ist ein unabhängiges Berliner Vermittlungsformat für künstlerische und soziokulturelle Zusammenhänge: Vier Gäste und der Moderator Tim Voss (ehemaliger künstlerischer Leiter des Wiener Künstlerhauses) versammeln sich um einen mobilen Tisch mit Kochfeld und reden. Gemeinsam werden dabei Speisen zubereitet, gemeinsam mit Besucher*innen verspeist. Das circa zweistündige Ereignis wird gefilmt und zu einer circa 50minütigen Sendung auf Youtube geschnitten. Die Notgalerie hat das Full Mouth-Team eingeladen, für drei Shows seine aktuellen Residents und Kooperationspartner*innen vorzustellen. Für Full Mouth Notgalerie #2 sind sie zu Gast im Freiraum Ukraine im Wiener Museumsquartier, kochen und sprechen mit ukrainischen Gästen um mehr über ihre Situation zu erfahren. Mit dabei:

Liliya Petrova, Artist in Resident-Künstlerin der Notgalerie
Sasha Horbiatuk, ukrainische Kunststudentin in Wien
Anna Sorokovaya, ukrainische Künstlerin im Grazer Exil
Hedwig Saxenhuber, Kuratorin und Mitherausgeberin von springerin
Für musikalische Begleitung sorgt der Filmemacher Hubert Sielecki mit seinem Dudelsack.
Das Publikum ist eingeladen nach Voranmeldung unter fullmouth(at)gmx.net mit zu speisen.
 

Diskussion: Sexualisierte Gewalt im Krieg“
30.05., 18.30h
Initiiert von der ukrainischen Künstlerin Anastasiia Yakovenko und anderen Teilnehmer*innen wird an diesem Abend sexuelle Gewalt als Kriegsstrategie thematisiert, ein Kriegsverbrechen, das den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit gefährdet und durch Strafverfolgung geahndet werden muss. Leider wird das Thema bei Sicherheitsverhandlungen meist immer noch als Nebenschauplatz abgetan.
 

Diskussion: „I learned that the earth, like water, has several states“ (in englischer Sprache)
Di 31.05., 19.30h
Der Titel der Diskussion ist einem Tagebucheintrag der ukrainischen Künstlerin Kateryna Lysovenko entlehnt, der in den ersten Wochen des Krieges in der Ukraine entstand. Die Veranstaltung wird von der „International Coalition of Cultural Workers Against the War in Ukraine“ (www.antiwarcoalition.art) organisiert und widmet sich dem Verständnis der Wechselbeziehung von „Macht-Wissen“ in den ehemaligen sowjetischen Ländern sowie den Strategien und Praktiken der Arbeit von Künstler*innen zur Dekonstruktion, Öffnung und Aneignung von Machtverhältnissen im Bereich des Wissens. Sprache ist nicht neutral, sie ist in die Struktur der Machtverhältnisse in einem System der Kolonisierung, Marginalisierung, Dämonisierung, Hierarchiebildung und „Freund-Feind“-Beziehungen eingebaut. An der Diskussion beteiligen sich Künstler*innen mit unterschiedlichen Hintergründen und traumatischen Erfahrungen mit Krieg, Protest und Kolonisierung in den ehemaligen Sowjetgebieten (Belarus, Ukraine, Kasachstan).
Mit Kateryna Lysovenko, Polina Baitsym, Olia Sosnovkaya und Ruth Jenrbekova


Ukraine. Rebel with a Cause
short films selection by Olha Raiter (LISFF Wiz-Art, Lviv, Ukraine)
Fr 20.05., 18.30h

Gerade jetzt steht das ukrainische Volk an der Grenze zu einer demokratischen und freien Welt. Unser friedliches Land brennt unter den Bomben der russischen Besatzer. Der Mut des einfachen ukrainischen Volkes kam für viele überraschend, aber für uns ist er nie ein Geheimnis gewesen. Die Auswahl an Filmen versucht zu erklären, warum die russischen Besatzer im Krieg gegen die Ukraine die Zähne zusammengebissen haben und warum die Freiheit siegen muss. Entdecken Sie die Ukraine und die Ukrainer*innen mit den prominentesten modernen Filmemacher*innen, die wir versammelt haben. #standwithUkraine
Olha Raiter ist Programmleiterin und Mitbegründerin des internationalen Kurzfilmfestivals von Lwiw, eines der wichtigsten und einflussreichsten Filmereignisse der Ukraine. Davor war sie unter anderem als Filmbeauftragte, Fremdenführerin, Texterin und Kellnerin tätig. Derzeit ist sie Kuratorin und Programmmanagerin des America House in Lwiw und initiierte Big Short, ein ukrainisches Onlinekino für Kurzfilme. In Kooperation mit Vienna Shorts ist sie im Mai als Q21 Artist-in-Residence zu Gast in Wien und kuratiert im Rahmen von VIENNA SHORTS 2022 auch das Kurzfilmprogramm „Ukraine. In Freud’ und Leid.“.
 

Cultural Front
Do 12.05., 13–18h
Freier künstlerischer Raum für ukrainische Jugendliche (Literatur und Musik), organisiert von Olya Dukhoto.


Vortrag
Pavlo Makov: Die Hölle der Lebenden
Fr 13.05., 18.30h

Pavel Makov repräsentiert heuer mit der Arbeit „Fountain of Exhaustion“ (Brunnen der Erschöpfung) den ukrainischen Pavillon auf der Biennale in Venedig. Bei seiner Lecture in Wien wird er seine neuesten Arbeiten, das Künstlerbuch „ДО ПО“ (Before & After) sowie die Installation „Mappa Mundi“ vorstellen.
Das von Pavlo Makov vorgestellte Zitat von Italo Calvino beschreibt am treffendsten den Inhalt des Vortrags: "Die Hölle der Lebenden ist nicht etwas, das sein wird. Wenn es eine gibt, dann ist es das, was schon da ist, die Hölle, in der wir jeden Tag leben, die wir durch unser Zusammensein schaffen. Es gibt zwei Möglichkeiten, ihr zu entkommen. Der erste ist für viele einfach: Man akzeptiert die Hölle und wird so sehr Teil von ihr, dass man sie nicht mehr sehen kann. Der zweite ist riskant und erfordert ständige Wachsamkeit und Besorgnis: Suchen und lernen Sie zu erkennen, wer und was inmitten der Hölle nicht die Hölle ist, dann lassen Sie sie aushalten, geben Sie ihnen Raum.“ Italo Calvino aus Die unsichtbaren Städte, 1972.
Geboren 1958 in St. Petersburg, lebt in Charkiw.www.makov.com.ua 


Malworkshop für Kinder
Jeden Sa, 10.30-12h und jeden Mo, 16-18h

Malen mit Olena mit aus der Ukraine geflüchteten Kindern. Anmeldung erbeten.

Щосуботи з 10.30 до 12.00 і щопонеділка з 16-18 год у Open Space Ukraine.
Малювання з Оленою з дітьми, які втекли з України.
Реєстрація: https://t.me/+PPtR-BCug_pmYmRi



Dance Workshop
Mo, Mi & Fr; Start: Mi 27.04., 10-11.30h

Die Tänzerin und Choreografin Carola von Herder aus Odessa bietet einen einmonatigen Workshop für zeitgenössischen Tanz und Choreografie an. Eben noch auf der Flucht, doch nun tanzen sie wieder. Denn ohne geht es nicht. Quereinstieg jederzeit möglich. Jeder ist willkommen! Ob Tänzer*in oder Nichttänzer*in!
Der choreografische Teil beschäftigt sich mit aktuellen Themen wie Flucht und Aufnahme, Verlust und Stärke, Schrecken und Überwindung, aber auch Leichtigkeit und Freude, etc.

Танцювальний воркшоп
Пн, Ср, Пт, починаючи зі середи
27.04., 10 - 11.30 ранку.

Танцюристка Карола фон Гердер з Одеси пропонує місячний майстер-клас із сучасного танцю у Музейному кварталі у Відні. Вона щойно покинула Україну, і для неї немає іншого виходу — треба танцювати! І ми маємо висловлювати себе.
Технічна частина супроводжується хореографічною, в якій розглядаються теми, які ми зараз переживаємо: війна, страх, гнів, а також опір, взаємопідтримка, легкість і радість тощо.
Ми намагаємося висловити те, чого словами не передати.
Ви можете долучитися до воркшопу в будь-який час. Запрошуємо професіоналів та непрофесіоналів!

 

Film Screening: "Guide Map’’ von Alina Maksimenko
Mi 04.05., 18.30h

Alina Maksimenkos jüngste Videoproduktion bezieht sich auf ihre Flucht aus der Ukraine zwei Wochen nach Kriegsbeginn. “Guide Map” Diary ist ein persönliches Dokument dieser von Trauma und Angst begleiteten Fahrt durch die psychischen Geografien des Krieges und über die prekäre Logistik der Flucht.
Nach der Filmpräsentation gibt es eine Diskussion mit der Künstlerin zur gegenwärtigen Lage der Ukraine.


Artist Talk „What is the role of an artist in war?“
mit Alevtina Kakhidze
Sa 30.04., 18.30h
Alevtina Kakhidze lebt und arbeitet in Muzychi, einem Dorf 26km von Kiew entfernt, wo sie auch das von ihr gegründete Residency-Programm The Muzychi Expanded History Project betreibt.
Aufgewachsen in der ukrainischen Region Donezk (seit 1991), die für den Kohlebergbau bekannt ist, hat sie die abrupten und chaotischen Veränderungen in der Ukraine miterlebt – von den Tagen der UdSSR bis zum unausgewogenen Umfeld danach, einschließlich des nicht erklärten Krieges zwischen Russland und der Ukraine, der bis heute andauert, einschließlich des jüngsten brutalen Angriffs, der am 24. Februar 2022 begann.
Ihre Performances, Schriften und Zeichnungen beschäftigen sich häufig mit der postsowjetischen Realität ihres Heimatlandes. Alevtina Kakhidze ist eine kritische Beobachterin der soziopolitischen Veränderungen und war während der Majdan-Proteste 2013-2014 sehr aktiv.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine am 24. Februar 2022 führt Alevtina Kakhidze Tagebuch und zeichnet die Geschehnisse auf.„Der Maidan hat mein Leben verändert, und ich habe dort verstanden, wie ich den Mut finden kann, meine Gefühle zu kanalisieren und weiterzuarbeiten. Deshalb habe ich unmittelbar nach dem Beginn der russischen Invasion im Jahr 2014 und am Tag der blutigen Eskalation dieses Krieges am 24.02.2022 mit dem Zeichnen begonnen.“
(aus einer WhatsApp Kommunikation mit Alevtina Kakhidze, transkribiert von François Piron/Palais de Tokyo)
Alevtinas Zeichnungen sind gedankliche Notizen, Tagebücher, aber auch ein fragmentarischer philosophischer Essay, in dem sie das, was sie durch die westliche Philosophie (Kant, Hegel, Arendt) gelernt hat, mit ihren Kriegserfahrungen vergleicht. Sie versucht immer noch zu verstehen, was passiert ist.
 

Film Screening
Freefilmers: Revitalization of Space through Sound, Body and Memory. Programm von Masha Godovannaya
Mi 27.04., 18.30h
Freefilmers ist ein Kollektiv von Filmemacher*innen und Künstler*innen, die ursprünglich aus Mariupol in der Ukraine stammen. Ihr Ziel ist es, Filme zu machen, die nah an der Realität sind und den Menschen in ihrem Kampf um Gleichheit und Freiheit in den Mittelpunkt stellen. Ein Schwerpunkt ist die Förderung des unabhängigen ukrainischen Films, insbesondere in der Ostukraine, die sich seit 2014 im Krieg befindet und nun eines der Hauptziele des russischen Angriffskrieges ist. Das Kollektiv wurde aus seiner Heimatstadt vertrieben und organisiert nun humanitäre Hilfe für jene Menschen, die in ihrer zerstörten und belagerten Heimatstadt zurückgeblieben sind.

MuseumsQuartier Wien is making frei_raum available to artists who have been forced to flee the war in Ukraine. This will provide them with a space for work, exhibition, discourse, events, and interaction. The project is an initiative of springerin in cooperation with the coordinating office 'Office Ukraine – Shelter for Ukrainian Artists' and financed by the City of Vienna. “FREIRAUM UKRAINE” begins on 6 April.  Evening events, open to the public and with free admission, are planned to take place from the end of April.

“MuseumsQuartier is a place of exchange and discourse. Is therefore important to me that we provide refugee creative artists, who currently have no opportunity to present their works, with a space in which they can formulate their messages and make them accessible to a broad public. At the same time, it is a symbol of peaceful coexistence,” says MQ director Bettina Leidl.

“We think of 'FREIRAUM UKRAINE' not only as a place for presentations and events, but as a forum organised both by all those affected and those who stand in solidarity with them, and as an easily accessible domain for diverse forms of communication,” explain curators Hedwig Saxenhuber and Georg Schöllhammer.

As a co-working space, “FREIRAUM UKRAINE” offers all artists who have fled the war opportunities for self-representation, but also for communication and exchange with the local community and with their colleagues who are still on the ground in Ukraine. The refugees include creative artists who resided in Ukraine without a Ukrainian passport, as well as those from the opposite side of the warring parties who stand in solidarity with them.

The project is intended as an open mirror of their respective developments, problems, and reactions, and of their artistic reflection. Together with students from art universities and creative artists from other cultural institutions in Vienna, “FREIRAUM UKRAINE” is a port of call for projects, collaborations, expressions of solidarity, initiatives, and presentations.
At the same time, it is a place of encounter with the local community: through special formats, the wider public is invited to engage in communication with one another. Cross-disciplinary events address the situation in Ukraine and the distortions of geopolitics.
“FREIRAUM UKRAINE” is an attempt to create an open space in this traumatic state of war: for joint-analysis, expression, experimentation, mourning, silence, and - sometimes - laughter.

Architect Johannes Porsch is responsible for the exhibition design.
Planned events will be announced at www.freiraum-ukraine.at


Curated by Hedwig Saxenhuber and Georg Schöllhammer.
Supported by the City of Vienna / MA7.
Contact: office@freiraum-ukraine.at


EVENTS:

Get-together
Artists from Ukraine and Austrian cultural workers
Tue 26.04., Tue 10.05., Tue 24.05., from 17h
 

PART II - The War in Ukraine - Art in Exile
Full Mouth Vienna - The mobile cooking and talk show by Tim Voss
Wed 25.05., 18:30

Full Mouth is an independent Berlin-based mediation format for artistic and socio-cultural contexts: Four guests and the moderator Tim Voss (former artistic director of the Vienna Künstlerhaus) gather around a mobile table with a hob and talk. Together they prepare food and eat it together with the visitors. The event, which lasts approximately two hours, is filmed and edited into an approximately 50-minute program on Youtube. The Notgalerie has invited the Full Mouth team to present its current residents and cooperation partners for three shows. For Full Mouth Notgalerie #2 they are guests at Freiraum Ukraine in Vienna's Museumsquartier, cooking and talking with Ukrainian guests to learn more about their situation:

Liliya Petrova, currently artist in residence at Notgalerie.
Sasha Horbiatuk, Ukrainian art student in Vienna
Anna Sorokovaya, Ukrainian artist in exile in Graz

Hedwig Saxenhuber, curator and co-editor of springerin
Musical accompaniment will be provided by filmmaker Hubert Sielecki with his bagpipes.
The public is invited to dine with us by appointment at fullmouth(at)gmx.net
 

Exhibition: Scents of the Earth
thru 06.06.2022
Opening /Lecture: 05.05., 6pm

In the late 1950s, a young couple of Ukrainian artists, Ada Rybachuk and Volodymyr Melnychenko (ARVM), ventured on an unprecedented journey beyond the Arctic Circle to the town of Naryan-Mar. In the glacier mists, the students from Kyiv spent days among the Nenets people, studying their daily life with pencils in their frostbitten fingers. ARVM imbibed the Nenets’ veneration of the rampant North and instilled their artworks with it, later on setting up the first art museum in Naryan-Mar. The Nenets accepted the artists in their community and posed for their portraits, documenting the residents amidst the first years of the Soviet construction.
This exhibition foregrounds the early artworks of ARVM, created during the expeditions to the North they undertook from the late 1950s through the 1960s. The artists, whose later oeuvre largely determines the urban landscape of Kyiv, now facing a wartime threat of obliteration, continuously drawn upon knowledge the Nenets shared with them and cherished this friendship for decades. ARVM’s practice exemplifies pioneering attempts to challenge colonial narratives through art activism, vigorously striving to manifest the rights of diverse cultures for untamed artistic statements to endure in the broader cultural spaces.

Curators: Polina Baitsym, Ksenia Kravtsova and Hedwig Saxenhuber
The opening will be complemented by a lecture on ARVM’s heritage in Ukraine.
Speaker: Polina Baitsym, PhD Candidate in History at Central European University, Vienna, Austria/Budapest, Hungary.
The collection of the ARVM Heritage Preservation Foundation.
 

Painting workshop for kids
Every Sat, 10.30 to 12h
Painting with Olena with children who have fled from Ukraine. Registration
 

Dance Workshop
Mon, Wed & Fr; Start: Wed 27.04., 10-11.30h

Dancer and choreographer Carola von Herder from Odessa offers a month-long contemporary dance and choreographic workshop at the MuseumsQuartier. Just on the run, but now they are dancing again. Because they can't do without it. Cross-entry possible at any time. Everyone is welcome! Whether dancer or non-dancer!
The choreographic part deals with current topics such as escape and welcome, loss and strength, horror and overcoming, but also lightness and joy, etc.

Film screening
Ukraine. Rebel with a Cause by Olha Raiter

Fri 20.05., 18:30

Short films selection by Olha Raiter (LISFF Wiz-Art, Lviv, Ukraine)

Right now Ukrainian people are on the frontier of a democratic and free world. Our peaceful land is burning under the bombs of Russian occupants. The courage of the regular Ukrainian people came out as a surprise to many, but it has never been a secret to us. The selection of films tries to explain the 'why' russian occupants broke their teeth in the war against Ukraine and why freedom must win. Discover Ukraine and Ukrainians with the most prominent modern filmmakers we gathered. #standwithUkraine
Olha Raiter
Program director and co-founder of Lviv International Short Film Festival, one of the most visible and influential film events in Ukraine. She graduated from the Ivan Franko National University of Lviv in Slavic Philology, Cultural Studies. Currently a curator and program manager of America House Lviv, she is also an inspiration for the Big Short online cinema, a place for short films in Ukraine. Olha is a member of the Ukrainian Film Academy, SOFA alumni, and part of the world's Aspen Community Ukraine.
 

Lecture
Pavlo Makov: The Hell of the Living

Fri 13.05., 18.30h
Pavel Makov represents this year with the work "Fountain of Exhaustion" the Ukrainian pavilion at the Venice Biennale. At his lecture in Vienna he will show his latest works, the artist's book "ДО ПО" (Before & After) and the installation "Mappa Mundi". The quote by Italo Calvino presented by Pavlo Makov most aptly describes the content of the lecture: “The hell of the living is not something that will be. If there is one, it is what is already here, the hell we live in every day, that we make by being together. There are two ways to escape suffering it. The first is easy for many: accept the hell and become such a part of it that you can no longer see it. The second is risky and demands constant vigilance and apprehension: seek and learn to recognize who and what the midst of hell, are not hell, then make them endure, give them space.” Italo Calvino from The Invisible Cities, 1972
Born in 1958 in St. Petersburg, lives in Kharkiv. https://www.makov.com.ua


Film Screening
Freefilmers: Revitalization of Space through Sound, Body and Memory. Programm von Masha Godovannaya
Wed 27.04., 18.30h
Freefilmers is a collective of filmmakers and artists, originally from Mariupol, Ukraine. For the past five years, they have been working with topics of urban transformations in East Ukraine. Their goal is to make films that are close to reality and centered on human beings in their struggle for equality and freedom. One focus is on promoting independent Ukrainian film, particularly eastern Ukraine, which has been at war since 2014 and is now one of the main targets of Russia's war of aggression. The collective was displaced from its hometown and now organizes humanitarian aid for the people left behind in their destroyed and besieged hometown.


Artist Talk „What is the role of an artist in war?“
with Alevtina Kakhidze
Sat 30.04., 18.30h
As of today, the installation "Dirary of Wartime, Kyiv oblast, Ukraine" by Alevtina Kakhidze can be seen on the MQ forecourt. Alevtina Kakhidze is a critical observer of socio-political changes and was very active during the 2013-2014 Maidan protests. Since the beginning of the Russian war of aggression in Ukraine, the artist has kept a diary to draw the events. "For me, drawing is a key to reality," she says in an interview with Monopol magazine.
 

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