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Push And Pull

01.10.2010 bis 31.10.2010

Push And Pull

TANZ/PERFORMANCE/MUSIK


Push And Pull Push And Pull

Vergangene Termine

So, 31.10.2010
- 22.00 Uhr
Sa, 30.10.2010
Fr, 29.10.2010
Do, 28.10.2010

Alle Termine im Überblick

Tage mit Vorstellung

Oktober 2010
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Push And Pull
Performance-Reihe

Datum: 01.10. bis 31.10.
Ort: MUMOK und Tanzquartier Wien
Info:www.tqw.at

Mit der Losung Each day things will change lud Allan Kaprow 1963 mit
seiner performativen Installation Push and Pull: A Furniture Comedy
for Hans Hofmann die Besucher und Besucherinnen ein, das Mobiliar
zweier Räume anhand einiger Instruktionen und den eigenen Impulsen
folgend immer wieder neu zu arrangieren. Kaprows Idee des Mobilen
und des Mobilisierens ist Leitmotiv für eine Reihe von Performances
und ein Ausstellungsprojekt, das in zwei ineinandergreifenden Kapiteln
(das erste im Oktober 2010 im MUMOK und Tanzquartier Wien und
das zweite 2011 in der TATE Modern, London ) stattfinden wird. Mit
ihren Arbeiten gehen die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler den
Bewegungen des Push and Pull in Installationen, Performances und Choreografien
nach, indem die künstlerischen Arbeiten sowohl als Installationen
wie auch als Live-Performances funktionieren können und sich
die Formate der Präsentation und agierenden Rezeption wechselseitig
beeinflussen.


Eine Reflexion des Status der Performance scheint heute aktueller
denn je. Das letzte Jahrzehnt war von einem Revival und einer umfassenden
Musealisierung und Historisierung der Performance-Kunst
geprägt. In Ausstellungen, Sammlungspräsentationen, auf Kunstmessen,
Biennalen und Tanzfestivals nehmen Performances mittlerweile einen
festen Platz ein. Diese Entwicklung führte zu einer Aufwertung von fotografischen
und filmischen Dokumentationen und in jüngster Zeit von
Strategien des Re-enactments. In der Veranstaltungsreihe Push and Pull
werden künstlerische Positionen vorgestellt, die diesen Prozess der Institutionalisierung
zum Ausgangspunkt nehmen. Sie sind an Momenten
des Umschlags interessiert, in denen die Paradoxien und inneren Widersprüche
der Performance-Kunst sichtbar werden. Sie stellen so erneut
die für ihre Geschichte so zentrale Frage nach deren grenzüberschreitendem
Potential: nicht als ein eindimensionaler Weg aus der Institution
in die gesellschaftliche Realität, sondern als ein stetes Wechselverhältnis
zwischen Formalisierung und ihrer gesellschaftspolitischen Aktualisierung,
zwischen Alltagserfahrung und ästhetischem Schein, zwischen
affektiver Unmittelbarkeit und deren distanzierender Diskursivierung.
Insofern bildet diese durchlässige Anlage des »Push and Pull« eine
Achse für die Untersuchung der Performance als Medium selbst. Performative
Kunst ist seit ihren Anfängen ein mediales Hybrid und steht in
vielfältigem Austausch mit den traditionellen Gattungen Skulptur, Malerei
(Musik-) Theater, Tanz und Film; sie pendelt zwischen alltäglicher
Handlung und Choreographie, Dokumentation und Kunstwerk. In der
gleichzeitig stattfindenden Ausstellung in der MUMOK Factory wird
deshalb die hybride institutionelle Verortung der eingeladenen Projekte
untersucht und paradigmatisch unterschiedliche Wege aufgezeigt, wie
sich Live-Event und dessen institutionelle Repräsentation zueinander
verhalten und aufeinander beziehen können.

© Alan Kaprow, Push and Pull: A Furniture Comedy for Hans Hofmann, 1963, Foto: MUMOK

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