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Wiener Festwochen 2010: Nach Moskau! Nach Moskau!

11.06.2010 bis 13.06.2010

Wiener Festwochen 2010: Nach Moskau! Nach Moskau!

TANZ/PERFORMANCE/MUSIK


Wiener Festwochen 2010: Nach Moskau! Nach Moskau! Wiener Festwochen 2010: Nach Moskau! Nach Moskau!

Vergangene Termine

So, 13.06.2010
- 22.00 Uhr
Sa, 12.06.2010
Fr, 11.06.2010
19.30 Uhr - 23.59 Uhr

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Wiener Festwochen 2010: Nach Moskau! Nach Moskau!
Frank Castorf / Anton Tschechow

Datum: 11.06. bis 13.06., 19.30h
Ort: HALLE E+G / Halle E

Ein Schauspiel / Moskau, Wien, Berlin / Premiere deutschsprachiger Raum

Nach Anton Tschechows Drei Schwestern und Die Bauern von Frank Castorf

Drei Schwestern und Die Bauern: zwei Werke von Anton Tschechow. Das eine zeigt die bürgerliche Welt um 1900 in ihrer Erstarrung, das andere spielt im russischen Proletariat des zaristischen Russland. Frank Castorf wird beide Texte miteinander verknüpfen. Durch das Gegeneinanderschneiden der Mentalitäten von Entrechteten mit der Lethargie einer immer noch privilegierten, aber sterbenden Gesellschaft wird ein Potential sichtbar, aus dem eine Revolution wurde und das einen Ausblick auf das 20. Jahrhundert eröffnet.

Anton Tschechow verfasste seine großen Stücke auf der Krim. Drei Schwestern zeigt die bürgerliche Welt um 1900 in ihrer Erstarrung. Noch sind die Verhältnisse stabil, das Land und die Privilegien oligarchisch aufgeteilt. Aber ein Gefühl der Nutzlosigkeit hat sich breitgemacht. Die Schwestern wollen arbeiten und an der Zukunft teilnehmen, aber es fehlt an Praxis. Ihre Sehnsüchte gehen in die Ferne: „Nach Moskau, nach Moskau".

Aber der Dramatiker kannte auch die Situation der Ärmsten des zaristischen Russland genau. In der Erzählung Die Bauern von 1897 beschreibt er scharfsichtig das russische Proletariat: Es schimpft, trinkt, ist derb und rau, analphabetisch und ungebildet, „wie Vieh". Auch die Bauern zieht es in die Stadt, weil ihnen die Armut dort immer noch besser erscheint als das Elend auf dem Land. Frank Castorf wird beide Texte miteinander verknüpfen. Durch das Gegeneinanderschneiden der Mentalitäten von Entrechteten mit der Lethargie einer immer noch privilegierten, aber sterbenden Gesellschaft wird ein Potential sichtbar, aus dem eine Revolution wurde und das einen Ausblick auf das 20. Jahrhundert eröffnet.

Seit 1991 ist Frank Castorf regelmäßig bei den Wiener Festwochen zu Gast. Er ist seit 1992 Intendant der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin.

copyright:
© Thomas Aurin

 

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