Zum Inhalt

Vielfalt

02.02.2008 bis 29.02.2008

Vielfalt

KUNST


Vielfalt Vielfalt

Vergangene Termine

Fr, 29.02.2008
- 22.00 Uhr
Do, 28.02.2008
Mi, 27.02.2008
Di, 26.02.2008

Alle Termine im Überblick

Tage mit Vorstellung

Februar 2008
01 Fr
02 Sa
03 So
04 Mo
05 Di

06 Mi
07 Do
08 Fr
09 Sa

10 So

11 Mo
12 Di
13 Mi
14 Do
15 Fr

16 Sa
17 So
18 Mo

19 Di
20 Mi

21 Do
22 Fr
23 Sa
24 So
25 Mo

26 Di
27 Mi

28 Do
29 Fr

Tina Rhomberg & Veronika Schubert
1:50 min, DVD, 2007
Musik: Cherry Sunkist

Schemenhaft gezeichnete Hände folgen einer Tätigkeit, die sich erst im Laufe des Videos entschlüsselt: aus Papier wird das Kinderspiel "Himmel und Hölle" gefaltet. In diesem Spiel gibt es nur ein "entweder / oder". Symbolisch verkörpert es ein duales System, welches auf klaren Gegensätzen basiert. Das Faltobjekt weist üblicherweise zwei farblich verschieden gekennzeichnete Flächen auf, welche "Himmel" und "Hölle" repräsentieren. Das Objekt im Video zeigt hingegen stets eine neutrale Fläche und verdeutlicht, dass "gut und böse" nicht klar getrennt werden können, sondern in Beziehung zueinander stehen.

Was ist "gut" und was ist "böse"?
Wie definieren sich diese Begriffe und  wo kann zwischen ihnen die Grenze gezogen werden?
Für die Moralentwicklung mag es wichtig sein, dass Kinder lernen, zwischen "gut“ und “böse" zu unterscheiden. Das kindliche Weltbild wird bis ca. zum zehnten Lebensjahr stark von Begriffen wie "richtig" oder "falsch" geprägt. Das Erlebte wird in "schwarz“ und “weiß" eingeteilt. Später lernen wir, dass unsere Welt und unsere Wahrnehmungen nicht nur in diesen zwei Kategorien funktionieren können. Dazwischen eröffnet sich eine Vielfalt an Graustufen - "gut" und "böse" werden zu relativen Begriffen. Erwachsene sollten in der Lage sein, differenzierte Wertungen vorzunehmen. Von Zeit zu Zeit mag es sinnvoll sein, die eigenen Wertvorstellungen zu hinterfragen, um sich kein starres Zuordnungsschema anzueignen. Moral beruht nicht bloß auf simplen Einteilungen, sondern sollte für vielfältige Schattierungen und Nuancen Platz lassen. Durch unterschiedliche Blickwinkel können neue Facetten sichtbar werden.

Die Endlosschleife als Präsentationsform des Trickfilms "Vielfalt" bezieht sich auf den Prozess der Selbstreflexion, der prinzipiell nie abgeschlossen ist und keine endgültig befriedigende Antwort geben kann. Es gibt kein absolutes "Ja oder Nein", kein "Himmel oder Hölle" und kein "Richtig oder Falsch".

ASIFAKEIL
3.2.2008-29.2.2008, täglich 10-22h
Eröffnung Vielfalt: Samstag 2.2. um 19 uhr

Zur Hauptnavigation

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.