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Liam Young

Liam Young
Choreographic Camouflage
Video, 12 min, 2021

„Choreographic Camouflage“ ist eine gemeinsam vom spekulativen Architekten/Regisseur Liam Young und dem renommierten Choreografen Jacob Jonas entwickelte Performance. Die Performance und der Film zeigen ein neues Bewegungsvokabular, das es ermöglicht, Bewegungsmuster vor den Erkennungsalgorithmen zu verschleiern, die von den Überwachungsnetzwerken moderner Städte zur Identifizierung und Verfolgung von Personen eingesetzt werden. Die Arbeit setzt sich mit dem Kontext dieser Systeme auseinander, die von den chinesischen Behörden gegen Demonstrant*innen in Hongkong eingesetzt wurden, nachdem sie ähnliche Methoden entwickelt hatten, um Personen durch die Erfassung ihres individuellen Gangs zu verfolgen. Eine besorgniserregende Entwicklung in der Überwachungstechnologie – es werden nicht mehr nur unsere Gesichter zur umfassenden Kontrolle ausgewertet, sondern unser ganzer Körper.

Die Verwendung von Gesichtsmasken zum Schutz vor der Verbreitung des CoronaVirus schränkte die Wirksamkeit von Gesichtserkennungssystemen ein. Body Tracking und Gangerkennung sind die in Asien bereits vorherrschen Formen der Überwachung, die bald auch weltweit dominieren werden. Diese Programme durchforsten riesige Bild- und Videosammlungen und suchen nach vordefinierten menschlichen Formen und Proportionen, die auf zwei Beine, einen Rumpf, zwei Arme und einen Kopf schließen lassen. In Zusammenarbeit mit Tänzer*innen der Jacob Jonas Company wurde eine Reihe neuer Tanzbewegungen entwickelt, die die Proportionen, die Symmetrie und die Form des Körpers verzerren, um ihn für diese Erkennungssoftware unsichtbar zu machen. Software, die jetzt in Städten auf der ganzen Welt eingesetzt wird.

 

Choreographic Camouflage is the collaborative performance of speculative architect/director Liam Young and acclaimed choreographer Jacob Jonas. The performance and film presents a new vocabulary of movement, designed to disguise the proportions of their body from the skeleton detection algorithms used by modern cities’ surveillance networks to identify and track individuals. The work engages with the context of these systems - which have been deployed against protestors in Hong Kong by Chinese authorities, having developed similar methods to follow an individual by mapping their unique walk or gait. This displays a worrying evolution in surveillance technology - it is no longer only our faces being harvested for greater control, but our whole body.

The necessity of facemasks to prevent the spread of the CoronaVirus restricted the effectiveness of facial detection systems. Body tracking and gait detection have now become the dominant form of surveillance in Asia and soon globally. These programs scan massive databases of collected images and CCTV footage, searching for predefined human forms and proportions that suggest two legs, a torso, two arms and a head. Working with dancers from The Jacob Jonas Company, a series of new dance movements were developed to distort the proportions, symmetry and form of the body in order to render it invisible to this detection software. Software that is now being deployed in cities around the world.

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