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Clémence Mira

Clémence Mira
Where’s Steve?
Illustration, 2022

Staatliche Eingriffe in Freiräume sind auch heute noch gravierend. In einem großformatigen Wandgemälde der Illustratorin Clémence Mira mit dem Titel „Where's Steve?“ lädt sie uns ein, ein Porträt von Steve Maia Caniço zu entdecken – einem französischen Partygänger, der während der Fête de la Musique in Nantes sein Leben verlor. Ein Polizeieinsatz wegen Ruhestörung endete damit, dass 14 Menschen in den nahe gelegenen Fluss stürzten; Steve kam nicht mehr ans Ufer. Mira begann während des Lockdowns tanzende Menschenmengen zu zeichnen, aus dem Bedürfnis heraus mit anderen Menschen zu tanzen. Ihre Zeichnungen verknüpften club-culture-comunities in Europe und China.

Miras Interesse gilt dem menschlichen Körper und der Suche nach Wegen dessen Handlungsfähigkeit zu stärken. Während sie ihr Masterstudium der International Design Strategies verfolgte, blieb dieses Thema präsent und wurde erweitert um die Frage, welche Wege es für Gruppierungen gibt, sich öffentlichen Raum wieder anzueignen. In ihren Zeichnungen entwickelt sie aus Intuition heraus eine holprige, sich wiederholende, pulsierende Linie, die sie als gestalterisches Motiv für die Darstellung von Körpern, Gesichtern und anderen Objekten verwendete. Ihr originärer Zeichenduktus bricht mit den klassischen Schönheitsnormen und formt verzerrte, markante Charaktere, einhergehend mit einem Gefühl der Macht, das es ihr schließlich ermöglicht, ihre eigenen ästhetischen Regeln zu finden und die Realität mit Leben zu füllen. Heute erforscht Clémence weiterhin die fließenden Grenzen ihres persönlichen Universums, das von urbanen Underground-Kulturen beeinflusst ist – von Punk über Rave bis hin zu Street Art.

 

Governmental interruptions of free spaces continue to be dire today. In a large-scale mural by illustrator Clémence Mira, called 'Where’s Steve?' 2022, Mira invites us to spot a portrait of Steve Maia Caniço – a French party-goer who lost his life during La Fête de la Musique (festival of music) in Nantes. A police intervention on account of noise ended in 14 people falling into the nearby river; Steve never came out. Mira started drawing dancing crowds during lockdown out of longing to dance with people. Her drawings connected club culture communities in Europe and China. 

Mira’s interest revolves around the human body and the search for ways to empower it. While pursuing a Master's degree in International Design Strategies this leitmotif continued to be present and extended to the ways groups of people reappropriate public space. In her drawings, intuition led her to develop a bumpy, repetitive, pulsating line and to use it as a creative motif to depict bodies, faces and other objects. Her organic stroke broke with classic beauty norms, producing distorted bold characters, along with a feeling of power; which ultimately allowed her to reinvent her own aesthetic rules and vibrate reality. Today, Clémence continues exploring the fluctuating boundaries of her personal universe, influenced by underground urban cultures – from punk to raves to street art.

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