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Bambi van Balen | TOOLS FOR ACTION

Bambi van Balen | TOOLS FOR ACTION
How to Dream Together, 2022
Photo: Nikos Doulos

„How to Dream Together“ war eine partizipatorische Performance bei der die aufblasbaren Lichtskulpturen von Tools for Action zum Einsatz kamen: Die „Dream Machines“. Die Performance, die am 1. Mai 2022 im Performance Art Forum in Frankreich stattfand, ist eine der wenigen Arbeiten, die Bambi van Balen während der Pandemie produzierte. Das Publikum wurde gebeten sich mit geschlossenen Augen hinzulegen, um an einer Lichtmeditation teilzunehmen bei der sich Licht- und Tonimpulse abwechselten und die Personen in Trance versetzt wurden. Bambi van Balen übernahm hier die Rolle eines Initiators oder Schamanen in einem Ritual, bei dem die Teilnehmer*innen eingeladen wurden, neue kollektive Erfahrungen innerhalb sozialer Distanzierungsmaßnahmen zu erkunden. „How to Dream Together“ wird gemeinsam mit dem Musiker und Performance-Künstler OTION im August und September 2022 im Rahmen des Q21 Artist-in-Residence Programms präsentiert werden.

Die „Dream Machines“ verweisen auf die kinetischen Skulpturen und Experimente von Brion Gysin und Ian Sommerville aus den 1960er Jahren. Gysin und Sommerville schnitten in einen Papierzylinder Schlitze und platzierten darin eine Glühbirne. Bei Drehung erzeugte der Zylinder einen stroboskopischen Effekt mit 78 Impulsen pro Sekunde. Wenn das Licht aufblitzt, wird es in bioelektrische Wellen im Gehirn umgesetzt. Dadurch beruhigt sich die Hirnaktivität auf die Frequenz der so genannten „Alphawellen“, die als Zustand der entspannten Wachheit oder des Träumens erlebt werden.

Bambi van Balen holte sich Inspiration von den Zapatisten (einer revolutionären Gruppe indigener Mexikaner*innen), die daran glauben, dass sie bevor sie ihren tatsächlichen Aufstand gegen den Kolonialismus begannen, zehn Jahre lang gemeinsam davon geträumt hatten. In einigen indigenen Kulturen wird das gemeinsame Träumen zur Lösung von Konflikten eingesetzt. In diesem Experiment diente das gemeinsame Träumen als Moment der Introspektion, der Heilung und der sozialen Verbundenheit. Die Sound- und Raumkonfiguration verweist auf eine gemeinsame Verantwortung dafür, sich zusammenzufinden, um sich eine andere Art des Seins vorzustellen. Die Pandemie kann als weiteres Hindernis gesehen werden, das die Künstler*innen anregte, sich neue Wege für unser Zusammenleben zu ersinnen. Das Werk "How to Dream Together" wird im August und September 2022 mit dem Musiker und Performancekünstler OTION im Rahmen des Q21 Artist-in-Residence-Programms aufgeführt.

 

‘How to Dream Together’ was a participatory performance that incorporated Tools for Action´s inflatable light sculptures: the Dream Machines. Taking place May 1st, 2022 at the Performance Art Forum in France, it is one of the few works van Balen produced during the pandemic. Participants were asked to lay with their eyes closed, undergoing a trance induced light meditation with a variation of light and sound pulsations. Here, Bambi van Balen takes the role of initiator or shaman of a ritual - wherein the public is invited to explore new collective experiences within social distancing measures. 

The Dream Machines reference the kinetic sculptures and experiments of Brion Gysin and Ian Sommerville from the 1960’s. Gysin and Sommerville created incisions in a paper cylinder, adding a light bulb inside. This cylinder was spun, creating a stroboscopic effect of 78 pulses per seconds. As the light flashed it was translated into bioelectric pulsations in the brain. This calmed the brain activity to the frequency of so-called “alpha waves” which is experienced as a state of wakeful relaxation or dreaming. 

The artist took inspiration from the Zapatistas (a revolutionary group of indiginous Mexicans), who believed they had dreamed together for 10 years before their physical insurrection against colonialism. In some indigenous cultures, dreaming together is used to resolve conflicts. In this experiment dreaming together served as a moment of introspection, healing and social connectedness. Here, the sonic and spatial configuration suggest a shared responsibility, one of gathering together to envision another way of being. The pandemic became a new obstacle, within which artists were challenged to envision new ways for us to exist together. The work ‘How to Dream Together’ will be performed with musician and performance artist OTION in August and September 2022 - taking place as part of the Q21 Artist-in-Residence program.

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