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Anton Shebetko

Anton Shebetko
Brave
Video, 100 min. 2021

Der ukrainische Fotograf und Künstler Anton Shebetko beschäftigt sich in vielen seiner Fotoarbeiten mit LGBTQ-Themen und der Sichtbarmachung queerer Communities. Als weltweit die Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit aufgehoben wurden, entstand seine Videoarbeit „Brave“ (2021), in der er Porträts von Nachtclubbesucher*innen auf dem Brave Factory Festival im Kiew der Vorkriegszeit zeigt.

Shebetko bat seine Protagonist*innen eine Minute lang still vor einem weißen Hintergrund  zu stehen und in die Kamera zu schauen. Die Arbeit bezieht sich auf eine Videoarbeit der Fotografin und Filmemacherin Rineke Dijkstra, die Nachtclubbesucher*innen in einem ähnlichen Setting bat alleine vor der Kamera zu tanzen, um individuelle Verhaltensweisen zu untersuchen. Im Kontext des aktuellen Krieges erhalten Shebetkos Porträts eine zusätzliche Bedeutung, was die Situation der im Film verewigten jungen Menschen betrifft. Shebetko erklärt: „Ich habe keine Ahnung, was mit diesen Menschen passiert ist [...], ob sie in Sicherheit sind [oder] noch leben". In Kiew hat sich die Bedeutung von Clubbing innerhalb eines Jahres verändert. Es handelt sich nicht mehr um Unterhaltung um der Unterhaltung willen, sondern um ein Mittel zur Unterstützung und Bewahrung der Gemeinschaft in Zeiten des Krieges. Für manche gilt Tanzen in Kriegszeiten als verwerflich.

 

Anton Shebetko is known for granting visibility to underground, specifically queer communities. As the world started to emerge from restrictions on movement and gathering, the Ukrainian artist and photographer created his video artwork, 'Brave', 2021. Featuring portraits of nightclub goers at Brave Factory Festival in pre-war Kyiv. 

Shebetko asked his participants to stand still and look into the camera for a full minute against a white backdrop. His work is informed by photographer/film maker Rineke Dijkstra, who asked her subjects to dance alone in a similar setting to explore their behaviour in isolation. In the light of the ongoing war, these portraits have gained a new and poignant meaning concerning the safety of these young people immortalised in film. Shebetko states: "I have no idea what happened to these people [...] whether they are safe [or] alive” – in Kyiv, within a year the meaning of clubbing has evolved. It no longer exists as entertainment for entertainment's sake – rather – becoming a means of coping and maintaining community in war-time Ukraine. To some dancing is seen as shameful in times of the war. 

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