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Marei Loellmann

Marei Loellmann

Bereich: Bildende Kunst

© Marei Loellmann

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Key Facts

Nationalität

Deutschland

Bereich

Bildende Kunst

Wohnort

Berlin

Empfehlende Institution

MQ Art & Ecology

Zeitraum

März 2026 - April 2026

Marei Loellmann untersucht in ihren Arbeiten die Beziehungen zwischen Land, Zeit und Körper. Ihre Praxis umfasst Textilarbeiten, Skulpturen und Installationen. Im Zentrum steht ein Verständnis von Land als Zeitwesen – gezeichnet von Wunden, Schichtungen und materieller Vitalität. Sie arbeitet mit natürlichen Elementen aus postindustriellen Landschaften – Erde, Flusssedimente und Asche –, die sedimentierte Zeit, Spuren extraktiver Wirtschaftsweisen, langsamer Gewalt und menschlicher Arbeit in sich tragen.

Ihre Arbeiten wurden – solo und kollektiv – u. a. im Brücke-Museum, im Haus der Kulturen der Welt (HKW), im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, sowie im Rahmen des Festival of Future Nows in der Neuen Nationalgalerie präsentiert. Marei Loellmann studierte Modedesign und Bühnenbild an der Kunsthochschule Weißensee Berlin und an der Willem de Kooning Academy in Rotterdam. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Projektinfo

Während ihrer Residency im MQ setzt sich Marei Loellmann mit der Beschaffenheit kontaminierter Landschaften auseinander – mit den darin über Generationen eingeschriebenen Zeitlichkeiten, Spuren langsamer Gewalt und abgelagerter Gifte als Archiven der Geschichte. Ausgehend von der Frage, wie Krisen bewohnbar werden können, beschäftigt sich Marei Loellmann in Wien mit Pflanzen, die Schwermetalle aufnehmen und speichern. Diese und andere Pflanzen haben gelernt, mit dem Mangel und Überschuss von Metallen umzugehen. Den Aufenthalt im MQ möchte sie nutzen, um verschiedene Möglichkeiten zu erproben, wie diese Pflanzen als Wissensträger genutzt werden können. Die Verflechtung von Zeit und Materialität eröffnet ein achtsames „Bewohnen“ von Krisenräumen, in denen Verweilen, Pflege und Wandel als ineinandergreifende Prozesse wirken und fortwährend neue Erzählungen und Möglichkeitsräume entstehen. Im Rahmen des Aufenthalts sind eine Zusammenarbeit mit der Universität für Bodenkultur Wien geplant.

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