Mahboobeh Kalaee
Bereich: Experimentelle Animation
Key Facts
Nationalität
IranBereich
Experimentelle AnimationWohnort
TeheranEmpfehlende Institution
Tricky Women Tricky RealitiesZeitraum
März 2026 - März 2026Mahboobeh Kalaee (1992, Iran) ist eine iranische Animationsfilmemacherin, Autorin und Künstlerin, die für ihren experimentellen und poetischen Stil bekannt ist.
In ihren Werken verbindet sie häufig verschiedene Medien wie Realfilm, 2D-Animation und Stop-Motion, um surreale Erzählungen zu schaffen, die die Beziehung zwischen greifbarer Realität und Vorstellungskraft untersuchen. Sie schloss 2015 ihr Studium an der Hochschule für Bildende Künste der Universität Teheran mit einem BA in Industriedesign ab und erwarb 2020 einen MA in Animationsregie an der Universität für Kunst in Teheran.
Kalaees Filme, insbesondere ihr Kurzfilm „The Fourth Wall“, haben internationale Anerkennung gefunden und zahlreiche Preise von renommierten Festivals wie Sundance, London BFI, Annecy und Zagreb Animafest erhalten. Neben ihren unabhängigen Projekten hat sie seit 2023 an kommerziellen Projekten mitgearbeitet und remote mit Jelly, einer in London ansässigen Werbeagentur, zusammengearbeitet. Außerdem wurde sie 2022 für ein sechsmonatiges Kunststipendium in Hiroshima und 2025 für ein dreimonatiges Stipendium bei La NEF/Annecy in Frankreich ausgewählt.
Während ihrer Residency im MQ entwickelt Mahboobeh Kalaee die Vorproduktion für ihren Kurzfilm mit dem vorläufigen Titel Real Life. Die Geschichte kombiniert Realfilm und 2D-Animation und handelt von einem konfliktreichen schwulen französischen Forscher, der in ein Berggefängnis reist, um seinem Geliebten zu helfen. Anstatt ihn zu finden, begegnet er einem seltsamen Mystiker aus dem 10. Jahrhundert. Während ihres Aufenthalts verfeinert Mahboobeh das Drehbuch und die Dramaturgie und möchte anschließend mit dem Storyboarding beginnen.
Außerdem möchte sie Ideen für einen separaten Film über die österreichische Malerin und Filmemacherin Maria Lassnig ausarbeiten. Mahboobeh experimentiert mit Aufnahmen von Maria Lassnigs Gemälden und Animationen, um ihren visuellen Ansatz zu erweitern und zu übersetzen – sie sucht nach Möglichkeiten, Lassnigs und ihre eigene Sichtweise durch eine hybride Sprache aus Realfilm und Animation nachzubilden.





