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12.09.2024

Das Haus der Geschichte Österreich im MuseumsQuartier Wien wird ein nachhaltiger Holzbau

Visualization: View of the monastery courtyard and the House of Austrian History in Vienna's MuseumsQuartier
Visualisierung: Blick in den Klosterhof auf das Haus der Geschichte Österreich im MuseumsQuartier Wien © Filippo Bolognese Images

O&O Baukunst gewinnt den Wettbewerb zur Realisierung des Haus der Geschichte Österreich im MuseumsQuartier Wien und der Ersatzflächen für den Dschungel Wien:

Die hochkarätig besetzte Fachjury hat im Realisierungswettbewerb für das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) im MuseumsQuartier Wien und für Ersatzflächen des Dschungel Wien eine einstimmige Entscheidung getroffen. Das Siegerprojekt des Architekturbüros O&O Baukunst sieht für den neuen Standort des hdgö ab 2028 einen nachhaltigen Neubau in Holzbauweise vor, der sich mit dem Bestandsbau verbindet. Die Entkernung des Altbaus bietet große, zusammenhängende Ausstellungsflächen. Der Entwurf fügt sich in den freigespielten Klosterhof natürlich ein.

Dem Haus der Geschichte Österreich im MQ wird eine Gesamtnutzfläche von über 4.000 m² auf fünf Ebenen zur Verfügung stehen, davon rund 3000 m² als Ausstellungs- und Vermittlungsfläche. Mit dem Neubau kann das hdgö seinem gesetzlichen Auftrag nachkommen und die Geschichte der Republik ab 1848 umfassend beleuchten. Das neue Museum im MQ ist die erste inhaltliche Erweiterung des Kunst- und Kulturareals seit seiner Eröffnung 2001.

Nachdem die Bundesregierung mit Ministerratsbeschluss vom 15. November 2023 den neuen Standort des hdgö verkündet hatte, startete im März 2024 der Realisierungswettbewerb. Ausloberin des Wettbewerbs ist die MuseumsQuartier Errichtungs- und Betriebsgesellschaft.

Wettbewerb und Jury
Der Wettbewerb wurde als EU-weiter, nicht offener, einstufiger Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren und anschließendem Verhandlungsverfahren zur Erlangung eines Planungskonzeptes für die Vergabe von Generalplanerleistungen durchgeführt. Die Jury wählte aus 29 eingegangenen Teilnahmeanträgen 12 aus, 11 Büros gaben ihre Wettbewerbsunterlagen ab.

Jury-Statement
Die Jury unter der Vorsitzenden Elke Delugan-Meissl entschied sich u. a. aufgrund der klaren Differenzierung zwischen Bestand und Neubau, der ansprechenden Gliederung und Gestaltung des Außenraumes und dem Nachhaltigkeitskonzept für das Projekt des Berliner Büros von O&O Baukunst, geleitet von Markus Penell. Das Büro realisierte in den letzten Jahren mehrere Kulturprojekte, darunter die Probebühne der Berliner Schaubühne, die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, die Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek S.L.U.B. Dresden, das Schiffbau – Theater und Kulturzentrum Zürich sowie drei Museumsbauten im MuseumsQuartier Wien.

Nachhaltigkeit im Bestands- und Neubau
Der Neubau des hdgö wird aus Holz aus lokaler nachhaltiger Forstwirtschaft gefertigt. Der Altbau wird unter Einhaltung modernster Standards energetisch ertüchtigt, eine Zertifizierung als ein Klimaaktiv Gebäude ist vorgesehen. Die Pflanzung von hitzeresistenten Bäumen und Sträuchern im Hof verhindert die Aufheizung des Bodens und Niederschlagswasser wird wiederverwendet.

Die Bauarbeiten für das Haus der Geschichte Österreich im MuseumsQuartier starten im zweiten Halbjahr 2026. Die Fertigstellung des Museumsbaus ist für 2028 geplant.

„Das Haus der Geschichte ist mehr als ein Museum. Es ist der Ort, an dem wir als Gesellschaft darüber nachdenken, wo wir herkommen und wie wir das Land geworden sind, das wir heute sind – mit allen Facetten. Hier im MuseumsQuartier wird es die besten Möglichkeiten haben, dieser Rolle noch besser als bisher gerecht zu werden. Hier wird ein offener Ort der Erinnerung, der Diskussion und Reflexion entstehen. Ein Ort, an dem man gerne verweilt und sich einlässt auf die Auseinandersetzung mit der Geschichte unseres Landes. Und damit wird es endlich auch physisch ein ‚echtes‘ Haus der Geschichte in seinen eigenen vier Wänden geben.“
„Mit diesem neuen Museumsbau entwickelt sich das MQ erstmals seit der Eröffnung 2001 auch inhaltlich weiter. Ich bin sehr glücklich, dass mit dem Entwurf von Markus Penell eine großartige Lösung gefunden wurde, welche die historische Bausubstanz in einen in jeglicher Hinsicht zeitgemäßen, nachhaltigen Museumsbau überführt. Die Wahl der Jury für den Entwurf von O&O Baukunst, Berlin schließt einen Kreis, indem eine neue Generation des Büros, das so eng mit der Geschichte des MQ verbunden ist, das Areal baulich weiterentwickelt.“
„Die Vereinbarung zwischen Neuem und Altem im MuseumsQuartier wird ganz selbstverständlich tradiert. Der Neubau ist aus gewachsenem Holz. Natürlich ist Holz ein lebendiges Material und jede Assoziation im Umgang mit Geschichte erlaubt. Eine durchlässige Schicht umhüllt das Innere und erzeugt eine Unschärfe, die beides möglich macht: Offenheit und Intimität. So kann man sich mit freiem Kopf in das Haus der Geschichte Österreichs begeben.“
„Das Haus der Geschichte Österreich arbeitet mit und für die österreichische Gesellschaft. Als Diskussionsforum brauchen wir baulich vor allem Offenheit, Barrierefreiheit und flexible Räume, deshalb hat der Entwurf von O&O Baukunst, Berlin die Jury überzeugt. Die subtile Leichtigkeit des Neubaus unterstützt unaufgeregt die Museumsarbeit, die sich den brennenden Fragen der Gegenwart an die Geschichte stellt. Am Knotenpunkt zwischen MuseumsQuartier, der Einkaufsmeile Mariahilfer Straße und dem Platz der Menschenrechte kann das Haus der Geschichte Österreich unterschiedlichste Öffentlichkeiten in die Auseinandersetzung darüber einbeziehen, was die Vergangenheit für die Gegenwart bedeutet.“
„Der Umbau des DSCHUNGEL WIEN führt die drei Bühnen des Theaterhauses in einem Gebäude zusammen: Die Bühne 3 und die Proberäume wandern ins Untergeschoß und sind damit leichter zu erreichen, flexibler zu planen und insgesamt verbessern sich die Arbeitsbedingungen für die Künstler:innen erheblich. Das stärkt den DSCHUNGEL WIEN und ist ein starkes Bekenntnis des Bundes, den Zugang junger Menschen zu Kunst und Kultur zu fördern.“

Pressebilder

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Visualization: View of the monastery courtyard and the House of Austrian History in Vienna's MuseumsQuartier
Visualisierung: Blick in den Klosterhof auf das Haus der Geschichte Österreich im MuseumsQuartier Wien © Filippo Bolognese Images
From left to right: Monika Sommer (Director of the House of Austrian History), Bettina Leidl (Director of the MuseumsQuartier Vienna), Andrea Mayer (Secretary of State for Art and Culture), Johanna Rachinger (Director General of the Austrian National Library), Bettina Krauk (Managing Director of synn architekten), Markus Penell (Partner at O&O Baukunst)
v.l.n.r. Monika Sommer (Direktorin Haus der Geschichte Österreich), Bettina Leidl (Direktorin MuseumsQuartier Wien), Andrea Mayer (Kunst- und Kulturstaatssekretärin), Johanna Rachinger (Generaldirektorin Österreichische Nationalbibliothek), Bettina Krauk
Visualization of the Haus der Geschichte: View from the foyer towards the monastery courtyard
Visualisierung: Blick aus dem Foyer Richtung Klosterhof © Filippo Bolognese Images
Pressekontakt

Anna Lena Schmidt, MA
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
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