Karin Pauer
ghosts & monsters
Mit eindringlicher Sensibilität arbeitet Karin Pauer an den Resonanzen der planetaren Katastrophe. In ihrer neuen großen Arbeit bewegen sich fünf Tänzer:innen durch eine Welt der Widersprüche – still und ruhelos, im Verfall und im Werden begriffen, heimgesucht und lebendig.
„ghosts & monsters“ nimmt zwischen zwei Gesten – dem Benennen und dem Wahrnehmen – Gestalt an, um sowohl dem zu begegnen, was schwindet, als auch dem, was entsteht. Und so streifen die Geister vergangener Zeiten an neue ungeheuerliche Formationen: Strahlung, die in den Boden sickert, bionische Roboter, die durch die Katastrophengebiete patrouillieren, Pilze mit Heilkräften oder Giftstoffen, mittelalterliche Bestiarien und moderne Datenzentren.
Beharrlich navigieren die fünf Tänzer:innen zum eindringlichen Sound von Rozi Mákó durch diese widersprüchlichen Kräfte. Der Theaterraum wird zu einer feinfühligen Landschaft – eine, die unter dem Druck miteinander verflochtener Zeitlichkeiten erbebt. Inspiriert von Inger Christensens Gedicht „Alphabet“ aus dem Jahr 1981 und den Texten der Anthropologin Anna Tsing schlägt Karin Pauers Choreografie eine Ethik der Aufmerksamkeit vor.
Informationen
- Tickets um 28/23/14,-€
- Einführungsgespräch am 8. Oktober um 18:30 Uhr
Halle G
Tanzquartier Wien