MQ Writer-in-Residence Marija Dejanović
Lesung
MQ Writer-in-Residence Marija Dejanović, die im September und Oktober 2026 in Kooperation mit dem BMEIA zu Gast im MuseumsQuartier ist, liest Auszüge aus ihrem Langgedicht Throat, einer ökofeministischen Neuinterpretation des antiken griechischen Mythos von der Entführung Europas.
Das ursprünglich im Auftrag des Haus für Poesie entstandene Werk untersucht, wie das Wahrgenommen-, Benannt- und Besprochen-Werden die Körper von Frauen und Tieren beeinflusst.
Im Gespräch mit dem slowenischen Autor Uroš Prah beleuchtet Dejanović zentrale Aspekte des Werks und dessen Entstehungskontext. Außerdem gibt sie Einblicke in ihren kommenden Roman „Hair Salon“, an dem sie während ihres Gastaufenthalts im MuseumsQuartier arbeitet.
Marija Dejanović ist eine Dichterin und Verlegerin, die zwischen Kroatien und Griechenland lebt und arbeitet. Sie studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Pädagogik an der Universität Zagreb. Sie ist Autorin von drei Gedichtbänden, die in Kroatien, Griechenland, den USA, Nordmazedonien, Litauen und Serbien veröffentlicht wurden. Für ihr Werk erhielt sie die Auszeichnungen „Goran“, „Kvirin“ und „Zdravko Pucak“; außerdem stand sie auf der Shortlist für den Tin-Ujević-Preis. Dreisprachige Auswahlen ihrer Gedichte wurden zudem in Deutschland, der Türkei und Griechenland veröffentlicht.
Die englische Übersetzung ihres jüngsten Gedichtbands „Kindness Separates Night from Day“ wurde von der Poetry Foundation vorgestellt und von „World Literature Today“ in die Auswahl bemerkenswerter Übersetzungen aufgenommen. Ihre Gedichte wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und unter anderem in Zeitschriften und Online-Magazinen wie „LitHub“, „Five Points“, „Barricade“, „Sprache im technischen Zeitalter, Lichtungen“ und „Lyrikline“ veröffentlicht. Ihr Werk wurde außerdem auf zahlreichen internationalen Festivals in ganz Europa präsentiert.
Dejanović erhielt mehrere Stipendien und nahm an zahlreichen internationalen Residenzprogrammen teil. Sie ist Mitglied der Kroatischen Schriftstellervereinigung und des kroatischen PEN-Zentrums. Sie arbeitet mit dem Verlag Thraka zusammen und ist gemeinsam mit Thanos Gogos künstlerische Leiterin des internationalen Thessalischen Poesiefestivals.
Uroš Prah (1988, Slowenien) hat drei Gedichtbände veröffentlicht: „Čezse polzeči“ („Über sich selbst hinweggleitend“, 2012), „Tišima“ („Phush“, 2015) und „Udor“ („Erdfall“, 2019). Sein auf Deutsch verfasstes investigatives Langgedicht „Nostra Silva“ wurde mit dem Exil-Lyrikpreis in Wien ausgezeichnet. Zu den jüngsten Übersetzungen seiner Lyrik zählen „Silencie(e)mpuje“ (Buenos Aires, 2022), „Erdfall“ (Wien, 2023) und „Prepad a iné básne“ (Bratislava, 2023).
Er war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „IDIOT“ und künstlerischer Leiter des internationalen Festivals Literodrom (beide in Ljubljana) sowie Mitbegründer des Museums des Wahnsinns (Museum of Madness) in Trate. Er lebt und schreibt in Wien und arbeitet am Ludwig Boltzmann Institut für Grund- und Menschenrechte.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) statt.
MQ Raum D