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MQ Sommerbühne

ABC der Offenheit

Für demokratische Teilhabe und Gerechtigkeit

Hand hält aufgeschlagenes Buch mit Sprechblase 'LASS UNS REDEN. OFFEN.'
© Wikimedia
MQ Sommerbühne  /  MQ Haupthof

Offenheit wird oft als einfaches Prinzip verstanden: Wissen, Daten und Software frei zur Verfügung stellen und schon ist die Welt ein Stück gerechter. Doch die Realität ist komplexer. Offenheit ist umkämpft, wird vereinnahmt und kann, wenn sie nicht sorgfältig gestaltet wird, bestehende Machtverhältnisse sogar verstärken. Das Handbuch „ABC der Offenheit" widmet sich genau dieser Herausforderung: Es zeigt, wie offene Wissenskulturen tatsächlich zu mehr Teilhabe und Gerechtigkeit beitragen können.

Die Podiumsdiskussion bringt vier der Autorinnen des Handbuchs zusammen, um über die zentralen Fragen unserer Zeit zu sprechen: Wie kann Offenheit zum Werkzeug für mehr Gerechtigkeit werden? Wie schaffen wir digitale Gemeingüter, die wirklich allen nutzen? Und welche Rolle spielen Projekte wie Wikipedia, Wikidata, Mastodon und offene Bildungsressourcen (OER) dabei?

Die Diskussionsteilnehmerinnen sind ausgewiesene Expertinnen in ihren Feldern. Gemeinsam beleuchten sie die verschiedenen Facetten der Offenheit:

Die Kraft der Community und die Bedeutung von Projekten wie Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte für den Erhalt und die Pflege von Freiem Wissen. Die Gestaltung von Offenheit aus der Perspektive von Kunst, Kultur und Bildung und wie Technologiekompetenz demokratisch vermittelt werden kann. Das Potenzial von Open Educational Resources für eine inklusive und chancengerechte Bildung auf und wie Lehrmaterialien barrierearm und nachnutzbar gestaltet werden können.

Im Zentrum steht die Frage: Wie kann Offenheit wirksam vor Machtkonzentration schützen und echte Teilhabe ermöglichen? Die Podiumsgäste diskutieren über notwendige Bedingungen wie transparente Governance, faire Lizenzmodelle (z.B. Creative Commons), nachhaltige Infrastrukturen und den Schutz sensibler Daten. Sie zeigen auf, warum Offenheit ein Gestaltungsauftrag ist, der über technische Fragen hinausgeht und eine gesellschaftliche Haltung erfordert.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für die Zukunft unserer digitalen Gesellschaft interessieren, ob aus Verwaltung, Bildung, Kunst, Wissenschaft oder Zivilgesellschaft. Wir erwarten einen Abend spannender Impulse und kritischer Perspektiven auf die Frage, wie wir unsere digitalen Gemeingüter mit Fürsorge, Verantwortung und dem Ziel der Gerechtigkeit gestalten können.

Panelistinnen:

Sonja Fischbauer ist Obfrau von Wikimedia Österreich, arbeitet als Organisationsentwicklerin und Strategin an der Schnittstelle von Technik und Gesellschaft. Sie war acht Jahre in leitenden Positionen bei der Open Knowledge Foundation Deutschland, bei Jugend hackt und Code for Germany. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Wikiversum, bei Code for All und dem taiwanischen Civic-Tech-Netzwerk g0v.

Magdalena Reiter arbeitet selbstständig an der Schnittstelle von Digitalität, Technologie, Kunst, Kultur und Bildung und ist Obfrau-Stellvertreterin von Wikimedia Österreich. Sie entwickelt Formate, die vor allem marginalisierte Menschen befähigen, Technologie kritisch zu reflektieren und aktiv mitzugestalten. Bildung versteht sie als zentralen Hebel, um digitale Infrastrukturen nicht nur zu nutzen, sondern demokratisch mitzuprägen.

Melanie Bartos ist Wissenschaftskommunikatorin an der Universität Innsbruck. Ihre Schwerpunkte liegen in der Entwicklung von multimedialen Formaten wie Podcasts und generell in der Online- bzw. Social-Media-Kommunikation. Inhaltlich beschäftigen sie vor allem Klima- und Transformationsthemen. Engagement für gemeinnützige und datenschutzfreundliche Ansätze prägt dabei all ihre Arbeitsbereiche. Sie ist Vorstandsvorsitzende von FREIRAD, dem Freien Radio Innsbruck und Vorstandsmitglied von Wikimedia Österreich.

Moderation:

Claudia Garád ist Präsidentin von Wikimedia Europe und Geschäftsführerin von Wikimedia Österreich. In dieser Funktion unterstützt sie seit 2012 die Menschen hinter der Wikipedia, fördert ihre Ideen und engagiert sich für mehr Vielfalt und Inklusivität in der Wikimedia-Gemeinschaft. Garád wirkt außerdem in den Advisory Boards des Cultural Broadcastings Archives (CBA) und der Open Knowledge Maps.

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Grauer 3D-Arealsplan des Museumsquartier Wien mit rot markiertem Bereich an der Stelle der MQ Sommerbühne
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