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Tolia Curriculum

Livia Polanyi, From Ordinary Language to Verbal Art

Ein gezeichneter Mann und ein gezeichneter Affe strecken ihre Bein nach rückwärts.
Tolia Astakhishvili, Tolia Curriculum, 2026, courtesy of the artist Design: Syndicat

An diesem Abend begrüßen wir Livia Polanyi mit ihrem Vortrag „From Ordinary Language to Verbal Art“.

Eine alltägliche Art und Weise, wie wir Sprache verwenden – nämlich Erfahrungen in Form von Geschichten zu erzählen –, ist eine hochkomplexe Tätigkeit, die sprachliches Wissen mit einem Gespür für tief verankerte kulturelle Werte verbindet. In diesem Vortrag werden die sprachlichen und kulturellen Bedingungen beschrieben, denen die gewöhnlichen Geschichten gewöhnlicher Menschen unterliegen. Basierend auf einer Untersuchung, wie Sprachkunst Sprache verfremdet, indem sie einige dieser Bedingungen verletzt, wird darüber spekuliert, weshalb Werke der bildenden Kunst, in die Sprache eingeschrieben ist, eine größere Wirkung entfalten können als Worte oder Bilder, die für sich alleine stehen.

Livia Polanyi ist eine Linguistin, die immer ihr eigenes Ding gemacht hat und sich bis heute wundert, dass sie dafür bezahlt wird. Sie lehrte an mehreren Elite-Universitäten, arbeitete in einigen Elite-Forschungslaboren und war Gründungsmitglied eines Silicon-Valley-Startups. In den 1980er-Jahren hatte sie eine kurze Karriere als Performancekünstlerin in den Niederlanden und trat in den 2010ern in The Kitchen auf. Sie ist Gegenstand eines Kurzfilms, der größtenteils in einem Zeppelin gedreht wurde und in dem sie Wollhaarmammuts erwähnt. Sie hält 22 US-Patente. Sie ist sehr alt und lebt inmitten des East River in New York City. Wie das alles so gekommen ist, ist ihr selbst ein Rätsel. 

Der Vortrag findet auf Englisch statt.

Tolia Curriculum ist ein von der Künstlerin Tolia Astakhishvili entwickeltes Programm, das sich als tägliche Abfolge von Workshops, Vorträgen, Lesungen, Filmvorführungen und partizipativen Formaten für Kinder und Erwachsene entfaltet. In Vorbereitung auf ihre bisher größte Ausstellung, „Figure of the Child“, entwickelt Astakhishvili ihre Arbeit vor Ort und macht dabei die Produktions- und Aufbauphase für die Öffentlichkeit zugänglich.

Hier geht es zur Programmübersicht.

mumok

Grauer 3D-Arealsplan des Museumsquartier Wien mit rot markiertem Bereich an der Stelle des mumok
© MuseumsQuartier Wien