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Leopold Museum

Blick auf den Haupthof des MuseumsQuartier. Das Leopold Museum im Fokus.
Leopold Museum, Wien | Foto: Alexander Eugen-Koller

täglich (außer Di.), 10:00 – 18:00 Uhr
Feiertags geöffnet.
Dienstags geschlossen.

Ticket Externer Link

Das Leopold Museum ist ein einzigartiger Ort, an dem „WIEN 1900“ mit der weltweit größten Egon Schiele Sammlung, Meisterwerken von Gustav Klimt und zentralen Werken der österreichischen Moderne, unmittelbar erlebbar wird.

Mit über 8.800 Werken zählt das Leopold Museum zu den bedeutendsten Sammlungen österreichischer Kunst vom späten 19. Jahrhundert bis zur Moderne. Hier lassen sich kunsthistorische Entwicklungen vom Biedermeier über den Stimmungsimpressionismus bis hin zu Expressionismus und Neuer Sachlichkeit nachvollziehen – eingebettet in die geistige Welt von „WIEN 1900“. Die Grundlage des Museums ist die visionäre Sammeltätigkeit des Ehepaars Rudolf Leopold und Elisabeth Leopold, die bereits ab den 1950er-Jahren mit großer Kennerschaft auch damals noch umstrittene Künstler wie Gustav Klimt und Egon Schiele erwarben. Das Ergebnis ist eine weltweit einzigartige Sammlung, die seit 2001 im eigens errichteten Museumsbau im MuseumsQuartier präsentiert wird und bis heute durch wechselnde spannende Sonderausstellungen, fundierte Forschungsarbeit und gezielte Sammlungserweiterungen lebendig weiterwächst.

Eine Frau steht nachdenklich vor einem farbenfrohen Gemälde von Gustav Klimt, auf dem ineinander verschlungene menschliche Figuren und ein Totenschädel zu sehen sind, die Themen wie Leben und Tod heraufbeschwören.
Leopold Museum, Wien | Foto: Katharina Koberger

„WIEN 1900. Aufbruch in die Moderne“

Die Dauerpräsentation des Leopold Museum widmet sich dem kulturellen, gesellschaftlichen und künstlerischen Phänomen Wien 1900. Die Ausstellung eröffnet einen differenzierten Blick auf eine Epoche, in der Wien von tiefgreifenden Gegensätzen geprägt war: zwischen Tradition und Aufbruch, sozialem Gefälle und intellektueller Blüte, konservativen Strukturen und beginnender Moderne.

Diese Spannungsfelder bildeten den Nährboden für eine außergewöhnliche Verdichtung künstlerischer und geistiger Leistungen. Innovationen in Malerei und Grafik standen in engem Austausch mit Entwicklungen in Musik, Literatur, Architektur sowie mit neuen Denkansätzen in Wissenschaft, Psychologie und Philosophie. Wien wurde so zu einem zentralen Impulsgeber der Moderne, dessen Wirkung bis heute spürbar ist.

Auf zwei Ebenen mit rund 1.000 Exponaten vermittelt die Dauerpräsentation diese Vielschichtigkeit anhand von Meisterwerken aus der Sammlung des Leopold Museum sowie ausgewählten Dauerleihgaben aus österreichischen und internationalen Sammlungen. Die Präsentation ermöglicht es Besucher:innen, die Epoche Wien 1900 in ihrer historischen Tiefe und kulturellen Bedeutung nachzuvollziehen und neu zu entdecken.

Expressionistisches Porträt einer Person mit verzerrten Gesichtszügen, intensivem Blick und dunkler Kleidung. Im Hintergrund sorgen rote Blumen und Blätter für einen Kontrast.
Leopold Museum, Wien
Impressionistische Malerei eines ruhigen Sees mit türkisfarbenem Wasser und sanften Wellen. Sanfte Pastelltöne schaffen eine ruhige und friedliche Atmosphäre.
Leopold Museum, Wien
Das Gemälde zeigt links eine gemusterte, skelettartige Figur, die rechts eine bunte, miteinander verflochtene Gruppe von Menschen beobachtet. Es vermittelt Themen des Lebens und des Todes.
Leopold Museum, Wien
Ein Mann mit nacktem Oberkörper steht vor einem dunklen, strukturierten Hintergrund. Er ist mit einem leichten Tuch um die Hüften gewickelt und strahlt eine ruhige, nachdenkliche Stimmung aus.
Leopold Museum, Wien
Eine nackte Frau taucht aus einer felsigen, ovalen Öffnung auf, umhüllt von durchscheinendem Stoff. Die Kulisse vermittelt ein Gefühl der Wiedergeburt inmitten der erdigen, strukturierten Umgebung.
Leopold Museum, Wien

WELTGRÖSSTE EGON SCHIELE SAMMLUNG

Egon Schiele (1890–1918) schuf in seinem kurzen durch die Spanische Grippe beendeten Leben ein Œuvre, das ihn zu einer der prägendsten Figuren der Wiener Moderne machte. Seine frühe Begabung führte ihn 1906 an die Wiener Akademie, deren rigide Lehrmethoden jedoch nicht seinen künstlerischen Vorstellungen entsprachen. Mit der Gründung der Neukunstgruppe 1909 und durch ebenso gefeierte wie umstrittene Auftritte etablierte sich Schiele rasch als Wortführer einer jungen Künstlergeneration.

Im Zentrum seines Schaffens stand die intensive Reflexion der eigenen Existenz, sichtbar in zahlreichen Selbstbildnissen ebenso wie in Landschafts- und Städteansichten. Durch expressive Gestik und Mimik verband Schiele Körperlichkeit und Sexualität mit existenziellen Fragestellungen und schuf damit visuelle Entsprechungen für die im Wien um 1900 breit diskutierte Krise des Individuums.

Das Leopold Museum beherbergt mit knapp 300 Werken und 48 Gemälden, darunter Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken, die weltweit umfassendste und bedeutendste Sammlung von Werken Egon Schieles.

Ein stilisiertes Gemälde einer nackten Figur in Bewegung, deren Gliedmaßen in dynamischen Winkeln vor einem blassen Hintergrund gebeugt sind und Spannung und Bewegung vermitteln.
Leopold Museum, Wien
Leopold Museum, Wien
Zwei Figuren, ineinander verschlungen, in dunklen, fließenden Gewändern stehen auf einer strukturierten Oberfläche. Ihre Mienen sind düster und vermitteln ein Gefühl von Intimität und Melancholie.
Leopold Museum, Wien
Ein stilisiertes Porträt einer Person mit übertriebenen Gesichtszügen, darunter große Augen und ungepflegtes Haar. Sie trägt ein gestreiftes Hemd, ist seitlich zu sehen und hat einen intensiven Blick. Stimmungsvoller Ton.
Leopold Museum, Wien
Das Gemälde zeigt Bäume mit kahlen Ästen und Herbstblättern vor einer Berglandschaft. Die Szene ist in ein rosa-lila Abendrot getaucht, das eine ruhige Stimmung hervorruft.
Leopold Museum, Wien
Expressionistisches Gemälde einer Reihe kantiger, abstrakter Häuser unter grauem Himmel. Die gedämpften Farben und scharfen Linien vermitteln eine düstere, melancholische Atmosphäre.
Leopold Museum, Wien

Leopold Museum

Grauer 3D-Arealsplan des Museumsquartier Wien mit rot markiertem Bereich an der Stelle des Leopold Museums
© MuseumsQuartier Wien