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Vladana Perlić

Buchcover mit dem Titel "Isus među dojakama" von Vladana Perlić, schwarzer Hintergrund mit roten vertikalen Linien und weißer Schrift, Rückseite mit Text und Foto von der Autorin.
© Vladana Perlić
Ein Buch mit orange-weißem Umschlag liegt vor einem Fluss zwischen Zweigen.
© Vladana Perlić
Fünf Personen sitzen auf Stühlen und Hockern in einem Außenbereich mit einer mit Efeu bewachsenen Wand und Graffiti im Hintergrund, eine Person spricht in ein Mikrofon.
© Vladana Perlić

Key Facts

Nationalität
Bosnien und Herzegowina
Bereich
Literatur
Wohnort
Banja Luka
Empfehlende Institution

BMEIA

Zeitraum
Juli – August 2022

Vladana Perlić (1995, Banja Luka, Bosnien und Herzegowina) ist Professorin für französische Sprache und Literatur, Dichterin und Schriftstellerin.

Sie veröffentlichte zwei Gedichtbände: „Kucanje na vrata kule“ (Zaprokul, 2020) und „Isus među dojkama“ (LOM, 2020). Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Novica Tadić Preis (2020), den Aladin Lukač Preis (2021), den Anka Topić Preis (2021), die „Ratkovićeve večeri poezije“ (2020) sowie den Mak Dizdar Preis (2018 und 2020). Ihre Gedichte wurden ins Französische, Deutsche, Englische, Ungarische, Polnische, Italienische und Hindi übersetzt.

Projektinfo

Derzeit arbeite ich an einem Gedichtband über die Herausforderungen einer Generation, die von Eltern großgezogen wurde, die an posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) leiden, und in einer patriarchalen Nachkriegsgesellschaft aufgewachsen ist. Das Buch behandelt verschiedene politische Themen, darunter Arbeiterinnenfeminismus, Vergewaltigungskultur, queere Selbstakzeptanz in einem konservativen Umfeld, Kindesmissbrauch, den Umgang mit der Vergangenheit, unterdrückte Sexualität und Emotionen, psychische Traumata, Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen, Brain Drain, Machokultur, psychische Erkrankungen und Suizid. Ich halte es für äußerst wichtig, sensible Themen aus einer mitfühlenden Perspektive und durch die Geschichten einzelner Menschen anzusprechen. Das gilt besonders auf dem Balkan, wo konstruktive Gespräche über die genannten Themen häufig zurückgewiesen werden, da sie als beschämend gelten. Daher neigen viele Menschen dazu, so zu tun, als existierten diese Probleme nicht, was lediglich dazu führt, dass sie still leiden, ohne dass sich ihre Realität verändert.

Mein Buch versucht, unterschiedliche menschliche Erfahrungen sichtbar zu machen, Mitgefühl bei den Leserinnen und Lesern zu wecken und dadurch jene Menschen in ihren Herzen zu humanisieren, die in unserer Gesellschaft häufig als „die Anderen“ bezeichnet werden. Ziel ist es, eine Debatte anzustoßen, um unsere Gesellschaft zum Besseren zu verändern.