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Shenja Schittkowski

Vier Panels mit anthropomorphen Tieren in Winterkleidung, die sich unterhalten, darunter eine Maus mit Lederjacke und ein Hase mit Mütze und Schal, vor einem warmen Lichtschein.
Faulibärs Abenteuer, 12-22, 2022 © Shenja Schittkowski
Zwei anthropomorphe Hasen mit großen Augen sitzen im Auto, einer fährt, der andere sitzt auf dem Beifahrersitz, beide sprechen miteinander in Sprechblasen.
Faulibärs Abenteuer, 2022 © Shenja Schittkowski
Schwarz-weiße Comiczeichnung mit mehreren Panels, die eine Geschichte über eine Frau und ihre Tante erzählen, mit Sprechblasen und Alltagsszenen in Innenräumen.
Kein Mitleid im Tal der Ahnungslosen, 2022 © Shenja Schittkowski
Bunte Comiczeichnung mit zwei anthropomorphen Figuren, eine mit blauen Haaren und orangefarbener Kapuzenjacke, die andere lila mit grüner Kleidung, in sechs Sprechblasen mit deutschem Text, die eine emotionale Unterhaltung zeigen.
Worlds Worst Feminist 2, 23 © Shenja Schittkowski
Bunte Comiczeichnung mit zwei anthropomorphen Figuren, eine mit blauen Haaren und orangefarbener Kapuzenjacke, die andere lila mit grüner Kleidung, in sechs Sprechblasen mit deutschem Text, die eine emotionale Unterhaltung zeigen.
Worlds Worst Feminist 6, 23 © Shenja Schittkowski

Key Facts

Nationalität
Deutschland
Bereich
Comic
Wohnort
Berlin
Empfehlende Institution

Kabinett-Passage

Zeitraum
Februar 2024
Links

@shenja_Schittkowski

Shenja Schittkowski lebt und arbeitet in Berlin. Ihren Masterabschluss in Illustration hat sie in der Comicklasse der HAW Hamburg absolviert. In ihren Comics vermischen sich essayistische, persönliche Erzählungen und absurde Beobachtungen von Stadtszenarios mit Einflüssen aus politischer und soziologischer Theorie.

Projektinfo

Ich wurde Ende der 80er Jahre im sächsischen Meißen als eines der letzten Kinder des Sozialismus geboren. Anfang der neunziger Jahre waren meine Eltern in der Punk-Wave Band „Kein Mitleid“ aktiv, was sie zur Zielscheibe von rechten gewaltbereiten Hooligans machte. Die Band wurde von linken Oi-Punks beschützt, allen voran von „Götschi“ einem 19-Jährigen Schlosserlehrling, der regelmässig im Proberaum meiner Eltern auftauchte und stolz von seinen Prügeleien berichtete. Obwohl meine Eltern Gewalt ablehnten, waren sie froh, Götschi an ihrer Seite zu wissen, auch wenn er sich nicht immer nur aus Idealismus prügelte, sondern auch um der bedrückenden Leere der kleinstädtischen Nachwendezeit zu entfliehen.

Im Heft für das Comic-Kabinett im MQ plane ich den ersten Teil einer Reihe zum Thema Jugend und Protest zu erarbeiten. Erzählt wird ein Zwiegespräch zwischen der Ich-Erzählerin und dem mittlerweile 50 jährigem Ex-Punk Götschi. Gemeinsam werfen einen Blick auf den gesellschaftlichen Stand im Jahr 2024, blicken aufs Jahr 1991 zurück und suchen nach aktuellen Protestmöglichkeiten.