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selma banich

Große Menschenmenge bei Nacht auf einer belebten Straße mit einem großen Transparent und mehreren Schildern in einer Stadt mit historischen Gebäuden.
© Josip Bolonić
Wand mit mehreren quadratischen, gelblich gefärbten Fliesen, auf denen schematische Porträts und florale Muster zu sehen sind.
© Nina Đurđević
Drei projizierte Porträts von sitzenden Personen in einem dunklen Raum mit sichtbaren Büchern, Puppen und anderen Gegenständen im Hintergrund.
© Tjaša Kalkan
Rechteckige weiße Metallplatten mit rostigen Flecken, angeordnet in einem Raster und an einer dunklen Wand montiert.
© Nada Žgank
Zwei Frauen liegen auf einem gepflasterten Platz, eine in weißer Kleidung hält die andere in roter Kleidung, im Hintergrund unscharfe Stadtgebäude und eine stehende Person.
© Nina Đurđević

Key Facts

Nationalität
Kroatien
Bereich
Kunst, Aktivismus
Wohnort
Zagreb
Empfehlende Institution

tranzit.org/ERSTE STIFTUNG

Zeitraum
Juli – August 2025
Links

selmabanich.org

@selmabanich

selma banich (geb. 1979, Jugoslawien) ist eine Künstlerin, Aktivistin und Organisatorin. Ihre Arbeit entfaltet sich an der Schnittstelle von Kunst, politischer Aktion und transnationaler Solidarität und gründet auf anarchistischem, feministischem und dekolonialem Denken und Handeln. Verwurzelt in explorativen, prozessgesteuerten und gemeinschaftlichen Methoden, ist banichs künstlerische Praxis sowohl kontextabhängig als auch kollaborativ - entwickelt mit Künstler:innen, Kurator:innen, Gemeinschaften und Basisbewegungen in verschiedenen Regionen. Sie engagiert sich stark für feministische, antifaschistische, migrantische und Arbeiterkämpfe und trägt aktiv zu lokalen und transnationalen Solidaritätsinitiativen bei, darunter „Zagreb Solidarity City“, „Solidarityline Balkans“ und „For BREAD“. banich hat mehrere Stipendien und Auszeichnungen erhalten.

Projektinfo

Während ihrer Residency im MQ setzt sich selma banich kritisch mit den historischen, sozialen und ökologischen Narrativen rund um den Indigo-Farbstoff auseinander und vertieft damit ihre laufende Forschung zu dessen komplexem und gewaltvollem globalem Erbe.
Durch das Experimentieren mit Färbe-, Quilt- und Tuftingtechniken untersucht sie die Materialität von Indigo im Zusammenspiel mit Widerstandspoesie feministischer und dekolonialer Autor:innen. Dieser interdisziplinäre Ansatz ermöglicht eine politisierte Auseinandersetzung mit dem Farbstoff und dessen Verflechtungen mit kolonialer Ausbeutung, Zwangsarbeit und ökologischer Zerstörung – und verfolgt, wie diese Geschichten bis in die Gegenwart fortwirken.
banich will neue Werkzeuge und Methoden entwickeln und damit die politische wie auch künstlerische Recherche vertiefen.
Im Austausch mit der Wiener Kulturlandschaft und anderen Residenzteilnehmenden möchte sie kontextübergreifend solidarisieren und zu einer gemeinsamen künstlerischen Sprache des Widerstands, der Erinnerung und der Fürsorge beitragen.
Das entstehende Werk rückt das Textil als Ort des Widerstands, der Sorge und der kollektiven Vorstellungskraft in den Mittelpunkt.