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Polina Rukavichkina

Eingang eines dunklen Bergwerksstollens mit Schienen und Kabeln auf dem Boden.
© Polina Rukavichkina, Gate, 2023
Modell einer Kirche mit Turm auf einem Klavier.
© Polina Rukavichkina, Untitled VIII, 2023
Frau mit langem Haar und Kleid steht hinter einem halbtransparenten Vorhang und gestikuliert mit den Händen.
© Polina Rukavichkina, V, 2023
Kind hält eine glänzende Trophäe in Form eines stilisierten Vogels, Hände eines Erwachsenen stützen die Trophäe von unten.
© Polina Rukavichkina, Prize II, 2023
Kirchturm und Gebäude in Flammen und Rauch in einem historischen schwarz-weißen Foto.
© Polina Rukavichkina, Fire 1945, 2023

Key Facts

Nationalität
Belarus
Bereich
Fotografie, Bildende Kunst
Wohnort
Minsk
Empfehlende Institution

BMEIA

Zeitraum
Juli – August 2025
Links

polinarukavichkina.com

@rukavichkina

Polina Rukavichkina (geb. 1995, Minsk) ist eine bildende Künstlerin und Fotografin, die sich in ihrer Arbeit mit Themen wie Verletzlichkeit, kollektiven Traumata und Identitätsbildung auseinandersetzt. Ihre fotografische Praxis bewegt sich zwischen dokumentarischen und fiktionalen Erzählungen und lädt Betrachtende ein, Vorstellungen von Realität, Wahrnehmung und Erinnerung zu hinterfragen.
Zu ihren wichtigsten fotografischen Projekten gehören „Melting Armour“ (2022-2024), „Luty“ (2022-2024) und „Pale Shelters“ (2024-2025). Rukavichkina nahm am Stipendienprogramm des Garage Museum of Contemporary Art (2023) teil, war Resident der Garage Studios (2023) und wurde für den internationalen „Leica Oscar Barnack Award“ (2022) nominiert.
2021 schloss die Polina Rukavichkina die Rodchenko-Kunstschule ab. Sie lebt derzeit in Moskau.

Projektinfo

Während ihrer Residency im MQ wird Polina Rukavichkina untersuchen, wie persönliche und kollektive Traumata in Körper und gebaute Umgebungen eingeschrieben sind. Durch Fotografie versucht sie, die psychologischen und emotionalen Spuren aufzudecken, die ein Trauma hinterlässt. Ausgehend von der vielschichtigen Geschichte Österreichs - dem Geburtsort der Psychoanalyse und einem Ort mit faschistischem Erbe - untersucht Rukavichkina, wie Ideologien der Kontrolle, der Fürsorge und des Widerstands in der Architektur und der psychologischen Landschaft des Landes nachhallen.
Rukavichkinas fotografische Praxis vermischt dokumentarische und konstruierte Erzählungen und konzentriert sich darauf, wie Erinnerung, Wahrnehmung und Trauma sowohl das Subjekt als auch Betrachtende formen. In Wien wird sie sich mit dem Erbe des sozialen Wohnungsbaus der Stadt, der radikalen Raumpolitik von Margarete Schütte-Lihotzky und feministischen Kunstarchiven wie dem VBKÖ und dem VALIE EXPORT Center Linz beschäftigen.