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Oxana Jguirovskaia

Wandgemälde mit einer historischen Landschaft und einer großen, blau gekappten Comicfigur mit Graffiti-Schriftzügen im Vordergrund.
© Oxana Jguirovskaia
Dunkler Raum mit drei an der Wand hängenden Bildern, darunter eine Leiter mit einer Lampe, die Licht auf ein Bild wirft.
© Oxana Jguirovskaia
Dunkler Raum mit grauen Wänden, an denen mehrere gerahmte Bilder hängen, und einer Decke mit mehreren schräg angeordneten Leuchtstoffröhren.
© Oxana Jguirovskaia
Wand mit zwölf schwarz-weißen Fotografien in zwei Reihen, darunter ein springender Mensch, ein Hirschkopf und eine Mondlandschaft.
© Oxana Jguirovskaia
Person an DJ-Pult mit Mischpult und Plattenspielern in dunklem Raum mit grünem Licht.
© Oxana Jguirovskaia

Key Facts

Nationalität
Belarus
Bereich
Kurator:in
Wohnort
Minsk
Empfehlende Institution

BMEIA

Zeitraum
April – Mai 2022

Oxana Jguirovskia ist eine unabhängige Kuratorin und Kritikerin belarussischer Gegenwartskunst. Sie absolvierte ihr Studium an der Europäischen Humanistischen Universität in Litauen. Darüber hinaus leitet sie den Fachbereich „Studien zur zeitgenössischen Kunst“ am ECLAB, einem unabhängigen Liberal Arts College in Minsk, und ist dort auch als Dozentin tätig.

Im Jahr 2010 wurde sie beim Kuratorenwettbewerb in Minsk mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Zu ihren zentralen Forschungsinteressen zählen Kunst im öffentlichen Raum, autobiografische Kunst sowie soziale Aspekte der Gegenwartskunst. Oxana war die erste belarussische Kuratorin, die in Minsk ein groß angelegtes Projekt zur zeitgenössischen Kunst Belarusslands organisierte: „Radius of Zero. Art Ontology of Art-Zero“ (2010–2013). Das Projekt umfasste sowohl Forschungs- als auch Ausstellungsteile. Im Anschluss daran war sie Mitherausgeberin des ersten Buches über belarussische Gegenwartskunst.

In ihrer Arbeit legt sie großen Wert auf Unabhängigkeit und ist keiner Kunstinstitution dauerhaft zugeordnet. Ihr Tätigkeits- und Forschungsfeld umfasst die Konzeption von Ausstellungen mit kritischem Ansatz sowie die Auseinandersetzung mit sensiblen oder verborgenen Themen, die im Bereich der gesellschaftlichen, kulturellen und institutionellen Kritik der belarussischen Gesellschaft und Kunst verankert sind. Oxana arbeitet gerne interdisziplinär mit Forscherinnen und Forschern, Philosophinnen und Philosophen, Soziologinnen und Soziologen sowie Historikerinnen und Historikern zusammen. Sie ist überzeugt, dass auf diese Weise relevantere und vielseitigere Projekte entstehen können.

Projektinfo

Während ihres Aufenthalts in Wien arbeitet Oxana an dem Artikel „Besonderheiten von Disproportionalität und kritischer Positionierung in der Kunstkritik und im Kunstjournalismus von Belarus“. Darin analysiert und untersucht sie die Beziehung zwischen dem kritischen Diskurs und der sozialen, kulturellen sowie politischen Situation des Landes. Ihr Fokus liegt darauf, aufzuzeigen, wie sich gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen auf die Kunstkritik auswirken und wie kritische künstlerische Positionen zugleich gesellschaftliche Entwicklungen reflektieren und hinterfragen.