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Kamilla Dzhaparova

Kubus aus verschiedenen Haushaltsgegenständen wie Fernseher, Ofen, Kühlschrank und Stühlen in einem kahlen Raum.
© Kamilla Dzhaparova
Rostiger, kugelförmiger Gegenstand aus miteinander verflochtenem Draht, der an einer Maschine hängt.
© Kamilla Dzhaparova
Zwei abstrakte Figuren aus Draht und Material, eine in Blau und eine in Weiß, vor einem rostigen Metallrahmen und einem runden Metallobjekt.
© Kamilla Dzhaparova
Mann mit Mütze sitzt in einem großen rechteckigen Betonblock mit rundem Ausschnitt.
© Kamilla Dzhaparova
Skulptur aus alten Fernsehern, Backöfen und Stühlen in einem kahlen Raum mit weißen Fliesenwänden.
© Kamilla Dzhaparova

Key Facts

Nationalität
Kirgisistan
Bereich
Bildende Kunst
Wohnort
Kirgisistan
Empfehlende Institution

BMEIA AiR

Zeitraum
November – Dezember 2026
Links

Instagram: @ushundaiqyzyq

Kamilla Dzhaparova (geb. 2000, Kirgisistan) ist eine Künstlerin und Kuratorin mit Sitz in Bischkek. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Video, Fotografie und Malerei und beschäftigt sich mit Erinnerung, Landschaft, Materialität und der Beziehung zwischen Menschen und Orten. Ihre Arbeiten beginnen häufig mit persönlichen Beobachtungen und alltäglichen Umgebungen und untersuchen, wie Orte Erinnerungen bewahren und wie sich unsere Wahrnehmung von ihnen im Laufe der Zeit verändert.

Neben ihrer künstlerischen Praxis arbeitet Kamilla Dzhaparova als Museumkoordinatorin am Tolon Museum of Modern Art in Bischkek. Im Jahr 2025 gründete sie Qyimyl, ein unabhängiges Kunstkollektiv, das aufstrebende Künstler:innen und Initiativen im Bereich der zeitgenössischen Kunst in Kirgisistan unterstützt. Zu ihren jüngsten Ausstellungen zählen 3WORLD im Tolon Museum of Modern Art sowie Gruppenausstellungen mit Qyimyl.

Projektinfo

Das Projekt untersucht verschiedene Formen von Erinnerung und die Art und Weise, wie Geschichten, Bilder und Objekte über Orte und Generationen hinweg wandern. Aus Kirgisistan stammend, interessiert sich Dzhaparova für die Beziehung zwischen materiellem und immateriellem kulturellem Gedächtnis: von historischen Fotografien und Objekten, die in europäischen Sammlungen bewahrt werden, bis hin zum kirgisischen Epos Manas, das über Generationen hinweg durch mündliches Erzählen und Aufführung weitergegeben wird.

Während der Residency in Wien wird sie Museen, Archive und Sammlungen erforschen, in denen Materialien mit Bezug zu Zentralasien aufbewahrt werden, darunter auch solche, die im Rahmen historischer Expeditionen wie jener von György Almásy zusammengetragen wurden. Diese Begegnungen werden zum Ausgangspunkt für Überlegungen darüber, wie sich Erinnerung verändert, wenn sie aufgezeichnet, gesammelt, verlagert oder in einem anderen Kontext neu erzählt wird. Durch Fotografie, Video und Installation wird Dzhaparova Erinnerung, Ort, Materialität und Weitergabe erforschen und die Recherche sich zu einem neuen Werkkomplex entwickeln lassen.