Ihor Biloushchenko
Key Facts
Ihor Biloushchenko (1984, Dresden) ist ein interdisziplinärer Künstler, der an der Schnittstelle von Kunst, kognitiver Wissenschaft und Ökologie arbeitet. Ausgebildet in Psycholinguistik (PhD), untersucht seine Praxis Kommunikationssysteme über menschliche und nicht-menschliche Bereiche hinweg, mit einem besonderen Fokus auf Klang, Wahrnehmung und Umweltprozesse.
Seine Arbeit übersetzt ökologische Signale – wie Wasserbewegung, Flusssysteme und klangliche Umgebungen – in Installationen, Video- und performative Formate. Durch die Kombination empirischer Forschungsmethoden mit künstlerischem Experimentieren entwickelt er hybride Rahmenwerke, die untersuchen, wie Bedeutung in verschiedenen Formen der Kommunikation entsteht, sich verzerrt oder scheitert.
Projektinfo
Dieses Projekt untersucht Flüsse als dynamische Kommunikationssysteme. Es erforscht, wie Wasser Informationen durch Bewegung, Klang und Interaktion mit Umwelt- und menschlichen Infrastrukturen kodiert, überträgt und transformiert.
Die Forschung konzentriert sich auf die Donau als ortsspezifische Fallstudie. Durch Feldaufnahmen, beobachtende Kartierung und experimentelle Übersetzungsprozesse werden hydrologische und akustische Daten in visuelle, klangliche und räumliche Formen neu interpretiert.
Das Projekt greift auf Methoden aus der Psycholinguistik und der kognitiven Wissenschaft zurück, um zu untersuchen, wie Muster in Wasserflüssen als eine Form von „nicht-menschlicher Sprache“ verstanden werden können. Es stellt die Frage, wie Bedeutung konstruiert wird, wenn Signale kontinuierlich, instabil und nicht-symbolisch sind.