Gala Hernández López
Key Facts
Gala Hernández López ist eine Künstlerin, Filmemacherin, Forscherin und Produzentin. Ihre interdisziplinäre Praxis verbindet Film, Videoinstallation und Schreiben und führt theoretische Forschung und formale Experimente zusammen. Ihre Arbeit untersucht techno-soziale Verflechtungen sowie die durch den rechnergestützten Kapitalismus geprägten Formen der Subjektivierung. Sie analysiert die Imaginationen und Narrative, die in virtuellen Gemeinschaften zirkulieren, sowie die von disruptiven Technologien erzeugten „Futurabilitäten“, die sie als geteilte Fiktionen versteht, die unsere Intimität und unser kollektives Unbewusstes durchdringen. Im Zentrum ihrer Praxis steht eine öko-feministische Sensibilität, aus der poetische, traumähnliche und forschungsbasierte Arbeiten hervorgehen, die materialistische Kritik, spekulative Fiktion und dokumentarische Elemente miteinander verbinden. Ihre Arbeiten wurden auf internationalen Festivals und in Institutionen wie Cannes, Berlinale, Rotterdam, IDFA, DOK Leipzig, Viennale, Cinéma du Réel, Curtas Vila do Conde, IndieLisboa, Berlinische Galerie, Palais de Tokyo, Sarajevo Film Festival, Vancouver Film Festival, Festival du Nouveau Cinéma, Camden Film Festival, Courtisane, transmediale, Kurzfilmtage Winterthur, FRAC Île-de-France u. a. präsentiert. Ihr Film La Mécanique des fluides gewann 2024 den César für den besten Dokumentar-Kurzfilm. Sie gibt regelmäßig Workshops, Vorträge und Talks an Einrichtungen wie den Beaux-Arts de Marseille, der Freien Universität, der Kunsthochschule Kassel, der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, den Beaux-Arts de Paris, The Photographers Gallery, dem Locarno Film Festival, der Harvard University, der Goldsmiths University of London, der University of British Columbia und der University of Michigan.
Projektinfo
Während ihrer Residency wird sie am Drehbuch von MAGNETIC ANIMALS, ihrem ersten Spielfilm (Fiktion), arbeiten.
SYNOPSIS:
Berlin, 2040. Hedda, eine auf Fledermäuse spezialisierte Zoologin, lebt allein unter dem wachsenden Druck eines pronatalistischen Regimes. Als sie vorgeladen wird, um zu erklären, warum sie noch keine Mutter ist, gerät sie in einen medizinischen und bürokratischen Prozess, der sie zwingt, sich mit ihrer Angst vor der Mutterschaft, der fragilen Bindung zu ihrer eigenen Mutter und der Gewalt einer Gesellschaft auseinanderzusetzen, die Fortpflanzung als Pflicht betrachtet.
Frankreich, 1786. Berthe, eine junge Aristokratin mit demselben Muttermal wie Hedda, wird in einem Schloss festgehalten und Behandlungen mit tierischem Magnetismus unterzogen, die ihre Unfruchtbarkeit heilen sollen. Als Madeleine, eine schwangere Schwarze Frau aus Saint-Domingue, auf das Anwesen gebracht wird, verknüpft sich Berthes Schicksal mit dem ihren in einer Welt, die von patriarchaler und kolonialer Herrschaft geprägt ist. Welches geheime Vermächtnis verbindet Hedda und Berthe über die Zeit hinweg?