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Dion Zeqiri

Zwei vogelähnliche Skulpturen ohne Köpfe mit gelben Füßen auf rechteckigen Sockeln in einem schmalen Gang.
Dion Zeqiri, Rumination, 2018
Zu sehen ist eine endoskopische Aufnahme aus dem Inneren eines Körpers mit feuchtem, gelblich beleuchtetem Gewebe und feinen Blutgefäßen an der Wand. In der Mitte befindet sich eine dunkle, längliche Struktur mit ringförmigen Rillen, während am Bildrand Einblendungen und Skalen einer medizinischen Kamera sichtbar sind.
Dion Zeqiri, Inside of me, 2018
Große weiße Wand mit bunter abstrakter Malerei aus roten, gelben, blauen und grünen Formen in einem Raum mit Glasdach und Holzboden.
Dion Zeqiri, Save Me From What I'am, 2022
Eine einzelne Hand mit gespreizten Fingern, die nach oben in einen Lichtstrahl greift, vor schwarzem Hintergrund.
Dion Zeqiri, Imposible Desire, 2018
Schwarz-weiße Röntgenaufnahme mit sichtbaren Koronararterien.
Dion Zeqiri, Always There, 2017

Key Facts

Nationalität
Kosovo
Bereich
Angewandte Kunst, Theorie und Forschung
Wohnort
Prishtina
Empfehlende Institution

BMWKMS

Zeitraum
Januar - Februar 2024
Links

dionzeqiri

Geboren 1996 in Pristina, Republik Kosovo. Von 2015 bis 2018 studierte er Innenarchitektur an der Universität der Künste in Pristina. Bereits ab dem 18. Lebensjahr arbeitete er als Grafikdesigner und wirkte an der Umsetzung kreativer Projekte mit. Mit dem Malen begann er bereits in der Grundschule und experimentierte dabei mit verschiedenen Stilen. Nach dem Studium entwickelte er ein Interesse an unterschiedlichen Medien, wie Installationen, Skulptur, Videoaufnahmen und gefundenen Objekten (Ready-mades) als Form der Kommunikation. Seine Praxis basiert auf unmittelbaren Wirkungen im Verhältnis zum menschlichen Körper und zu metaphysischen Aspekten. In der Weiterentwicklung dieser Praxis bringt er subjektive Elemente durch von ihm gefundene Objekte ein. Die Beziehung und Erinnerung zwischen den Objekten spielt eine wichtige Rolle und unterstützt ihn dabei, seine künstlerische Arbeit bis heute über verschiedene Medien hinweg weiterzuentwickeln.

Seine künstlerische Praxis ist in der Erforschung der Schnittstelle zwischen dem Greifbaren und dem Ungreifbaren verwurzelt, mit einem Fokus auf die unmittelbaren Auswirkungen der unsichtbaren Welt auf den menschlichen Körper sowie auf metaphysische Aspekte. In diesem Prozess integriert er subjektive Elemente, indem er gefundene Objekte einbezieht. Die Beziehung zwischen Objekten und Erinnerung spielt in seiner Arbeit eine zentrale Rolle und prägt die Entwicklung seiner Kunst über verschiedene Medien hinweg.

Projektinfo

Während meiner Residency im MQ werde ich die Forschung zu dem Projekt vertiefen, das ich vor zwei Jahren begonnen habe. Ich möchte tiefer in die faszinierende Welt der Mikroorganismen und ihre Präsenz in den Lebensmitteln eintauchen, die wir täglich konsumieren. Während dieser Residency erwarte ich ein anregendes Umfeld, das es mir ermöglicht, mich intensiv auf meine Forschung zu Mikroorganismen in häufig konsumierten Lebensmitteln zu konzentrieren. Ich freue mich auf die Möglichkeit, Teil einer Gemeinschaft von Kreativen und Forschenden zu sein und eine Atmosphäre interdisziplinärer Zusammenarbeit zu fördern. Mein zentrales Ziel während dieser Residency ist es, die verborgenen Dimensionen der Mikrowelt in unseren Mahlzeiten sichtbar zu machen. Ich beabsichtige, die symbiotischen Wechselwirkungen, mögliche gesundheitliche Auswirkungen sowie künstlerische Darstellungsformen dieser oft übersehenen Organismen zu untersuchen. Indem ich das künstlerische Potenzial meiner Forschungsergebnisse nutze, möchte ich einen neuen Zugang zum Verständnis und zur Wertschätzung unserer täglichen Ernährung entwickeln.

Darüber hinaus möchte ich neue Verbindungen im Bereich Kuratierung und Galeriemanagement aufbauen. Diese Residency bietet ideale Bedingungen, um mit Expertinnen und Experten sowie Fachleuten zu netzwerken, die mich dabei unterstützen können, meine Forschung auf überzeugende und zum Nachdenken anregende Weise zu präsentieren. Außerdem hoffe ich, Kooperationen mit mikrobiologischen Instituten aufzubauen und mit Mikrobiologinnen und Mikrobiologen zusammenzuarbeiten, die mit ihrer Expertise die wissenschaftliche Dimension meiner Arbeit vertiefen können.

Als Ergebnis dieser Residency erwarte ich, eine Grundlage für ein transformatives Forschungsvorhaben zu schaffen. Ich strebe an, Kultivierungstechniken für Mikroorganismen zu entwickeln und zu einem neuen künstlerischen Dialog über ihre Rolle in unserem Leben beizutragen. Meine Zeit im Studio wird der Entwicklung visuell eindrucksvoller und zugleich intellektuell anregender Arbeiten gewidmet sein, die das komplexe Zusammenspiel von Wissenschaft, Kunst und kulinarischer (konsumbezogener) Erfahrung vermitteln.

Diese Residency in Wien stellt für mich eine außergewöhnliche Gelegenheit dar, die Grenzen meiner künstlerischen und wissenschaftlichen Forschung zu erweitern. Indem ich meine Leidenschaft für Mikroorganismen, Nahrung und Kunst zusammenführe, möchte ich einen Dialog initiieren, der auf multidisziplinäre Weise kommuniziert.