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Boris Hegenbart

Drei nebeneinander angeordnete unscharfe quadratische Farbflächen mit jeweils einem schwarzen Clip oben und unten sowie einer schwarzen Linie mit Klemme darüber.
FLACHENFINDER © Jan Thoben, 2020
Unter einer hohen Eisenbahnbrücke mit Stahlträgern steht eine mit Planen abgedeckte Struktur neben einem Zaun und mehreren LKWs, im Hintergrund sind Gebäude und bunte Wimpelketten zu sehen.
FLAECHENFINDER The Native Version, Performer David Moss, Video still © Boris Hegenbart, 2019-2021
Unter einer Autobahnbrücke sitzt eine Person mit einem Cello, links steht eine Person mit rotem Oberteil und schwarzer Mütze, rechts geht eine weitere Person vorbei.
FLAECHENFINDER The Native Version, Performer David Moss, Video still © Boris Hegenbart, 2019-2021
Schwebebahn auf Stahlträgern über einem Weg neben einer mit Löchern durchsetzen Betonmauer und Bäume.
FLAECHENFINDER The Native Version, Performer David Moss, Video still © Boris Hegenbart, 2019-2021
Ein älterer Mann mit weißem Hemd steht seitlich an einer Betonbrücke und hält eine Stange in der Hand.
FLAECHENFINDER The Native Version, Performer David Moss, Video still © Boris Hegenbart, 2019-2021

Key Facts

Nationalität
Deutschland
Bereich
Digitale Kunst
Wohnort
Berlin
Empfehlende Institution

TONSPUR_passage

Zeitraum
Februar 2024
Links

www.soundblocks.de

Boris Hegenbart ist seit 1996 ein in Berlin tätiger Komponist und Künstler. Hegenbarts Werke umfassen Klanginstallationen, elektroakustische Konzerte und Computer-Performances, Kompositionen für Soloinstrumente, Kammerensembles, Theater, Medienkunst, Tanz sowie experimentelle Videoarbeiten.

In seinen elektroakustischen Kompositionen verbindet Hegenbart die Ästhetik der „musique concrète“ der 1950er Jahre mit den heutigen digitalen Technologien der Musikproduktion und Klangsynthese, ohne sich durch Softwaregrenzen einschränken zu lassen. Für ihn werden diese Software sowie Musik-Samples und Klänge seines Alltags zu Material, das er entsprechend seiner künstlerischen Intentionen formt.

Auf diese Weise erschafft Hegenbart die feinen und komplexen Klanglandschaften, für die er geschätzt wird.

Projektinfo

In „Rotaphonie“ bewegen sich in sich kreisende Klangobjekte im von der TONSPUR_passage | Micro Museum for Sound definierten Raum. Der Komponist und Künstler Boris Hegenbart beschreibt diese Situation als eine autonom agierende Infrastruktur, in der Klänge wie industrielle Objekte in einer Montagehalle hin- und herfahren, sich beschleunigen und verlangsamen, mitunter zum Stillstand kommen und andere Objekte passieren lassen. Dabei postuliert Hegenbart Klänge und Bewegungen als funktional in einem für die Hörer unbekannten Zusammenhang; der Künstler kommuniziert Sinnhaftigkeit, ohne den Sinn preiszugeben. Damit richtet sich die Installation auch nicht an einen Rezipienten. Sie existiert ganz so wie die architektonische Situation, die sie bespielt: als andauernde Gegenwart, die des Betrachters nicht bedarf. (Man denke an die Bäume im Park in George Berkeleys „A Treatise Concerning the Principles of Human Knowledge“ (1734, §23), die unabhängig davon existieren, ob jemand die wahrnimmt.