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Hoa Nguyễn Thị

Fünf schwarz-weiße Drucke an einer weißen Wand, mittig ein gerahmter Druck, die anderen vier ungerahmt und kleiner.
© Isonative
Großes schwarz-weißes Gruppenfoto an einer weißen Wand über einer Holzplattform mit vielen weißen Kugeln in einem Raum mit Fenster und Heizkörper.
© Leontína Berková
Holzregal mit mehreren aufrecht stehenden Postkarten, eine Postkarte zeigt eine Frau in gemustertem Rock und gelber Tasche vor Pflanzen.
© Ema Lančaričová
Kleiner Raum mit blassblauer Wand, Kartons und Taschen auf dem Boden neben einer Holztür mit Glasfenstern.
© Kvet Nguyễn
Ein projiziertes Bild einer Landschaft mit Bäumen auf einen Vorhang vor einem kleinen Tisch mit einem Buch.
© Kvet Nguyễn

Key Facts

Nationalität
Slovakei
Bereich
Bildende Kunst
Empfehlende Institution

tranzit.org

Zeitraum
Mai – Juni 2026
Links

kvetnguyen.com

@kvetnguye/

KVET NGUYỄN (Hoa Nguyễn Thị, geboren 1995 in Nové Zámky, Slowakei) ist eine bildende Künstlerin. Ihre multidisziplinäre Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Thema des Andersseins im Kontext postsozialistischer Länder in Mittel- und Osteuropa sowie in breiteren geopolitischen Zusammenhängen. Unter Verwendung autoethnografischer Theorie reflektiert sie Fragen der doppelten kulturellen Identität anhand der Kategorien Erinnerung, Migration, Exil und Sehnsucht. Nguyễn gewann den Oskár-Čepan-Preis 2024 (gemeinsam mit Svetlana Fialová, Paula Malinowska und Tomáš Moravanský) und absolvierte 2024 eine Residency bei der Delfina Foundation in London. Sie ist Autorin des autobiografischen Essays Everything That Connects Us (2024), der die Geschichte der Migration ihrer Familie und ihres Aufwachsens als slowakisch-vietnamesische Person darstellt. Ihre jüngsten Einzel- und Gruppenprojekte wurden in der City Gallery Bratislava (SK), der Galerie 35m2 (Prag, CZ), tranzit.sk (SK), The Július Koller Society (SK), der Kunsthalle Bratislava (SK), dem VCCA (Hanoi, VN) und Center A (Vancouver, CA) präsentiert.

Projektinfo

Während ihrer Residency in Wien wird sie sich auf die Erforschung der materiellen Kultur der Nachkriegs- und Nachkrisenzeit konzentrieren, insbesondere auf Objekte, die aus den Überresten des Krieges geschaffen wurden und sowohl Überleben als auch Widerstand verkörpern. Durch die Arbeit mit Archiv- und fotografischen Materialien wird sie unerzählte Geschichten erforschen, die in diesen fragilen Artefakten eingebettet sind, und untersuchen, wie sie kollektives Gedächtnis tragen. Ihre Praxis beschäftigt sich mit dem Verborgenen oder Ungesagten und nutzt Material und Bild als Ausgangspunkte für umfassendere Fragen zu Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit.
Sie beabsichtigt außerdem, mit den künstlerischen und akademischen Gemeinschaften Wiens in Kontakt zu treten und sich in einen Dialog über die Rolle und die Grenzen der Kunst heute zu begeben, während sie zugleich Möglichkeiten für zukünftige Kooperationen zwischen Wien und Bratislava erkundet.