Zum Hauptinhalt springen

Konzertrundgang: What ist Dada?

Von between feathers in der Ausstellung „Lebt und arbeitet in Wien“

Vier Personen, alle in Schwarz gekleidet, blicken in verschiedene Richtungen vor einem blauen Himmel.
© between feathers

Im Zentrum des Konzertrundgangs durch die Ausstellung „Lebt und arbeitet in Wien“ mit Musiker:innen des Ensembles between feathers sowie Margarethe Maierhofer-Lischka (Kontrabass) und Flora Geißelbrecht (Komposition, Viola, Gesang) steht die generationenübergreifende Auseinandersetzung mit dadaistischen Ideen, die in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation aktueller denn je erscheinen.

Dadaismus entstand aus dem Drang, dem Wahnsinn des Ersten Weltkrieges künstlerisch etwas entgegenzusetzen. Was vor gut 100 Jahren mit einer kleinen Gruppe in Zürich begann, beeinflusste kommende Künstler:innengenerationen weltweit durch die Radikalität, absurd-sinnlosen Aktionen tiefgründige Dimensionen zu verleihen. Dada öffnete auch die Türen zwischen den Künsten: Performance, Musik, bildende Kunst und Literatur traten miteinander in Austausch.

Das Projekt fragt, wie uns Humor, Absurdität und Kunst durch die große Krise begleiten können? Zwischen Kinderspiel, Alltag, Tod und Ironie pendeln Christian Morgensterns „Galgenlieder“ (1895–1905), die durch ihren abgründigen Humor zeitlos modern erscheinen. Die kongeniale, performative Vertonung der „Galgenlieder“ für das Kammermusikensemble von Sofia Gubaidulina bildet den Mittelpunkt eines szenisch-musikalischen Programms. Eine zeitgenössische Antwort liefert die österreichische Komponistin Flora Marlene Geißelbrecht auf Basis von Texten von Gertrude Stein, eingebettet in Referenzen der Dadaisten aus den vergangenen 110 Jahren, ergänzt durch Musik von John Cage und einer Komposition von Hannes Schöggl.

Programm

  • Sofia Gubaidulina: „Galgenlieder à 5“
    Vierzehn Stücke für Mezzosopran, Flöte, Schlagzeug, Bajan und Kontrabass
  • Flora Marlene Geißelbrecht: „NEUES WERK“ für Akkordeon, Flöte, Percussion, Kontrabass und Gesang
  • John Cage: „Living Room Music“, 2. Satz & 3. Satz
  • Hannes Schöggl: „Das Perlhuhn“ (aus „Galgenlieder“)

between feathers

Das Ensemble between feathers ist ein junges österreichisches Quartett, welches sich regionaler und internationaler zeitgenössischer Musik widmet. Auf der Suche nach authentischen Konzepten mit seltener Besetzung – Akkordeon, Stimme, Flöten und Percussion – wollen die ambitionierten Musiker:innen das internationale Repertoire der Neuen Musik erkunden und mit Komponist:innen zusammenarbeiten, die folgende Vision teilen: das traditionelle Konzert für Neue Musik mit bildenden Künstler:innen, Tänzer:innen und Denker:innen aus aller Welt neu denken. Darüber hinaus möchte das Quartett in seinen Konzerten die Probleme und Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft aufgreifen.

Informationen

Kunsthalle Wien

Grauer 3D-Arealsplan des Museumsquartier Wien mit rot markiertem Bereich an der Stelle der Kunsthalle Wien
© MuseumsQuartier Wien