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Die Welt von morgen wird eine weitere Gegenwart gewesen sein

Willi Baumeister, Mauerbild Schwarz-Rosa, 1923–1929, mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, erworben in 1967 © Bildrecht, Wien 2025

„Die Welt von morgen wird eine weitere Gegenwart gewesen“ sein greift Momente aus der mumok Sammlung der Klassischen Moderne auf, die ihre Wirkungsgeschichte bis herauf in die Gegenwart haben – jenseits von Chronologie und Stilgeschichte, jenseits vermeintlich geradliniger Erzählungen. Wer, wenn nicht die Künstler:innen einer Sammlung des 20. und 21. Jahrhunderts wie der des mumok, zu welcher Zeit sie auch immer aktiv gewesen sein mögen, verstünde mehr von einer solchen Form des nichtlinearen Denkens? Ein Denken in gleichzeitigen Rück- und Vorgriffen, ein Denken in miteinander auf verschiedenartige Weise verwobenen Erzählsträngen und -partikeln. Eines, das sich seiner selbst, seiner eigenen Kunstgeschichtlichkeit bewusst ist und von Zweifel und Kritik gegenüber konventionellen Wahrheits- und Wissensregimen getragen wird. Aus gegenwärtigen Blickwinkeln präsentiert die Ausstellung künstlerische Handlungsfelder als Entwurf für zirkulär gedachte Zeitlichkeiten: als noch nicht entwickeltes Potenzial, als Übung in vernetztem Denken, als eine unabgeschlossene Folge von Ereignissen ohne Anfang und Ende.

Kuratiert von Franz Thalmair in Zusammenarbeit mit Nikita Kadan, Barbara Kapusta, Frida Orupabo, Lisl Ponger und Anita Witek. Ausstellungsgestaltung: Studio Kehrer

Lisl Ponger, Work on Progress, 2025, Lisl Ponger, Geisterbeschwörung, 2012, Ernst Ludwig Kirchner, Bildnis (Rückseite von Grünes Haus), 1923, Karl Schmidt-Rottluff, Haus am Bahnhof, 1908, Foto: © Klaus Pichler/mumok
Oskar Schlemmer, Abstrakte Figur, 1921 (1962), mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, erworben 1962 © Gemeinfrei
Lisl Ponger, Wild Places, 2000, mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, erworben mit Unterstützung des BKA, Sektion Kunst, 2006 © Bildrecht, Wien 2025

mumok

Grauer 3D-Arealsplan des Museumsquartier Wien mit rot markiertem Bereich an der Stelle des mumok
© MuseumsQuartier Wien