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Steppe Synanthropies: Data Tapestry

Selbi Jumayeva

Drei Landschaftsfotos übereinander mit den Worten "STEPPE", "SYNANTHROPIES", "DATA" und "TAPESTRY" jeweils in der Mitte der Bilder.
© Selbi Jumayeva

bis 31.05.2026

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In „Steppe Synanthropies: Data Tapestry“ setzt sich die MQ-Artist-in-Residence Selbi Jumayeva mit künstlerischen und wissenschaftlichen Mitteln dafür ein, das Bewusstsein für den Schutz kritisch gefährdeter Arten zu stärken.

Sie arbeitet mit traditionellen turkmenischen Techniken der Stickerei und Patchworkkunst, um Haushaltsgegenstände und Textilfragmente wiederzuverwenden und aufzuwerten. Diese werden zu vielschichtigen Geweben verbunden, in die Schutzamulette und Elemente aus der Feldforschung integriert sind.

In der Ausstellung wird „maşyn başlyk“ als zeitgenössische Weiterentwicklung der traditionellen Kameltracht „düýe başlyk“ und „düýe dyzlyk“ präsentiert. Von der geländegängigen Fortbewegung mit Kamelen bis hin zu 4x4-Offroad-Fahrzeugen passt sich diese handgefertigte Schutz- und Funktionsausrüstung den transhumanten Lebensrealitäten Zentralasiens an – geprägt von extremen Wetterbedingungen und harschen Landschaften.

„Steppe Synanthropies: Data Tapestry“ knüpft an die in „Extant Across Continents“ erarbeitete „Ground Truth“ an und erzählt die Geschichten lokaler Naturschützer:innen, die oft unsichtbar bleiben, jedoch stets an vorderster Front des Umwelt- und Artenschutzes stehen.

Selbi Jumayeva (1986 in Aşgabat) ist eine transdisziplinäre Forscherin, Kuratorin und Künstlerin. Sie arbeitet mit dokumentarischer Fotografie, Ethnografie und angewandter Ökologie. Ihre Forschung konzentriert sich auf Wüstenzukünfte, sozio-ökologische Systeme und planetare Belastungsgrenzen. Derzeit entwickelt sie Programme zum Schutz von Kultur- und Naturerbe für Umwelt-, Biodiversitäts- und Klimaanpassungsprojekte in Turkmenistan und der weiteren zentralasiatischen Region.

Als Kuratorin und Künstlerin erforscht Selbi multispeziesbezogene Beziehungen und traditionelles ökologisches Wissen, bewahrt die Narrative und Artefakte ihrer Yomud-Stammesgemeinschaft und dokumentiert den zentralasiatischen Alltag sowie die turkmenische Ideengeschichte.

Kuratiert von Alisa Verbina.

Mit freundlicher Unterstützung des

Ministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA).

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Graustufige architektonische Standortkarte, auf der ein Gebäudeteil mit einer roten Markierung hervorgehoben ist. Die Karte enthält verschiedene beschriftete Strukturen und umliegende Straßen.
© MuseumsQuartier Wien