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23.09.2026

Symposium anlässlich 25 Jahre MQ: „Hosting Futures. Kulturinstitutionen gestalten Zukunft“

Di. 29.09., 13:00 – 19:00 | MQ Libelle

© MuseumsQuartier Wien, Foto: Thomas Meyer

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des MuseumsQuartier laden die MQ Institutionen dazu ein, über die Rolle von Kulturinstitutionen bei der Gestaltung von Zukunft und gesellschaftlicher Teilhabe sowie über Verantwortung, Zugänglichkeit, Nachhaltigkeit und neue Formen der Kooperation in Zeiten gesellschaftlicher Transformation zu reflektieren.

In vier Panels kommen internationale Expert:innen aus Kultur, Architektur, Wissenschaft und Museumspraxis zusammen. Mit dabei sind: Stefan Charles (Stadt Köln), Kathrin Dellantonio (Museumsquartier Bern), Nikolaus Hirsch (KANAL Architecture Brussels), Bettina Leidl (MuseumsQuartier Wien), Grégory Castéra (KANAL Centre Pompidou Brussels), Fatima Hellberg (mumok), Angelika Fitz (Architekturzentrum Wien), Paulus Hochgatterer, Rebekka Rinner (Deutsches Hygiene-Museum Dresden), Andrea Lissoni (Haus der Kunst München), Nora-Swantje Almes (Gropius Bau Berlin) und Elvira Dyangani Ose (Zeitz MOCAA, Cape Town).

Programm

13:00–13:30 Begrüßung

13:30–14:30 Panel 1 und Q & A
Kulturareale als Orte der partizipativen Demokratie
| hosted by MuseumsQuartier Wien

Kulturareale stehen heute mehr denn je vor der Herausforderung, nicht nur zu bewahren und zu vermitteln, sondern sich auch als aktive gesellschaftliche Akteurinnen zu positionieren. Während Kulturareale ihre Rolle als Orte des kulturellen Austauschs, der Bildung und der Reflexion forcieren, sind sie zunehmend von staatlichen Eingriffen betroffen, sei es durch den Versuch politischer Einflussnahme auf Inhalte, die Umgestaltung von Leitungsstrukturen oder Budgetkürzungen. Welche Verantwortung und Vorbildfunktion haben Kulturareale in zunehmend repressiven, polarisierten Zeiten als „Dritte Orte“ für die zivilgesellschaftliche Teilhabe? Wie bleiben wir Orte, an denen Demokratie gelebt und immer wieder aufs Neue verhandelt wird? Vor dem Hintergrund der Klimakrise und zunehmender Polarisierung der Gesellschaft wird der Beitrag und die Rolle von Kulturinstitutionen für eine nachhaltige gesellschaftliche Transformation umso wichtiger.

Stefan Charles, Kulturdezernent, Stadt Köln
Kathrin Dellantonio, Geschäftsführerin, Museumsquartier Bern
Nikolaus Hirsch, Artistic Director, KANAL Architecture Brussels
Bettina Leidl, Direktorin, MuseumsQuartier Wien
Moderation: Doris Rothauer, Kulturmanagerin und Autorin

14:30–15:30 Panel 2 und Q & A
Ein Raum für fast alle
| hosted by mumok

Versammlungen, Partizipation, Spiel, Fürsorge, Gastfreundschaft, Verlernen, Komitees, kollektives Experimentieren: Wie werden Kunstinstitutionen zu Orten öffentlicher Auseinandersetzung und Beteiligung? Ausgehend von zwanzig Jahren Projektarbeit in den Bereichen Kuratieren und Institutionsentwicklung sowie seiner Tätigkeit als Curator-at-large und Leiter des Bereichs „Commoning“ am Kanal-Centre Pompidou (Brüssel) reflektiert Grégory Castéra über aktuelle kuratorische und institutionelle Bestrebungen, den Begriff von Bildung und Engagement zu erweitern und neu zu definieren, wer als Publikum gilt und auf welche Weise. Dem Gespräch mit Fatima Hellberg, Generaldirektorin des mumok, folgt ein Q & A.

Grégory Castéra, Curator-at-large and Head of Commoning, KANAL Centre Pompidou Brussels
Fatima Hellberg, Generaldirektorin, mumok museum moderner kunst stiftung ludwig wien

16:00–17:00 Panel 3 und Q & A
Spaces of Care
Museumspraxis zwischen Wellbeing und gesellschaftlicher Verantwortung
| hosted by Architekturzentrum Wien und ZOOM

Museen werden von Besucher:innen nicht mehr ausschließlich als Orte von Präsentation, Bewahrung und Vermittlung, wahrgenommen, sondern auch als Räume für soziales und individuelles Wohlbefinden. Für zukünftige Konzepte geht es daher um Fragen, wie Museen aktiv zu psychischer Gesundheit, gesellschaftlicher Resilienz und nachhaltiger Zukunftsgestaltung beitragen können und wie Dialog gefördert und Gemeinschaft gestiftet werden kann. Insbesondere soll der Blick auf Kinder und Jugendliche gerichtet werden, für die Museen als transformative Orte wirken, die durch partizipative Formate, inklusive Vermittlungsarbeit und besucherzentrierte Gestaltung emotionale Zugänglichkeit schaffen. Als aktive Mitgestalter*innen erfahren sie Selbstwirksamkeit und soziale Zugehörigkeit. Eine Expert*innenrunde aus Wissenschaft, Medical Humanities, Museumspraxis und Kinder- und Jugendpsychiatrie diskutiert aktuelle Forschungsergebnisse und visionäre Konzepte für Museen der Zukunft im Sinne einer nachhaltigen, publikumsnahe Museumsarbeit, in der Wellbeing und Resilienz integrale Bestandteile der institutionellen Aufgabenfelder sind.

Angelika Fitz, Direktorin, Architekturzentrum Wien
Paulus Hochgatterer, ehem. Leiter Kinder- und Jugendpsychatrie Universitätsklinikum Tulln
Rebekka Rinner, Kuratorin Hygiene Museum Dresden
Moderation: Lene Benz, Kuratorin Public Program, Architekturzentrum Wien; Andrea Zsutty, Direktorin, ZOOM Kindermuseum

17:15–18:15 Panel 4 und Q & A
Terms of Engagement: Live programming and new forms of institutional encounter
| hosted by Tanzquartier Wien und der Kunsthalle Wien

Partizipation ist zu einem zentralen Wert in zeitgenössischen Kultureinrichtungen geworden. Mit Live-Programming, Performance, Diskurs und partizipativen Formaten versuchen Museen und Kulturbetriebe zunehmend, Räume der Einbindung, der Begegnung und des kollektiven Erlebens zu schaffen. Aber welchen Strukturen folgen Partizipation und Einbindung eigentlich? Welche Vorstellungen bezüglich Körpern, Verhalten, Aufmerksamkeit, Zugänglichkeit und Geselligkeit sind in institutionellen Formaten eingeschrieben?

Bei dem Gespräch kommen Kurator*innen zusammen, die an der Schnittstelle von Ausstellungsgestaltung und partizipativen Live-Formaten arbeiten. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Institutionen die Erfahrung ihrer Besucher*innen bewusst oder unbewusst gestalten und was Museen und Kulturbetriebe voneinander lernen können, um in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Fragmentierung und Prekarität bewusstere, pluralistische und verkörperte Formen der Publikumseinbindung zu entwickeln.

Andrea Lissoni, Künstlerische Leitung, Haus der Kunst München

Nora-Swantje Almes, Kuratorin Live-Programm und Vermittlung, Gropius Bau Berlin und Kuratorin des Österreichischen Pavillons Biennale d’Arte Venezia 2026
Elvira Dyangani Ose Künstlerische Leitung, Zeitz MOCAA (Museum of Contemporary Art Africa) Cape Town
Moderation: Isabel Lewis, Ko-Direktorin, Tanzquartier Wien

Rückfragehinweis

Anna Lena Schmidt MA
MuseumsQuartier
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Redaktion
M. +43 699 130 60 112
anna.schmidt@mqw.at | presse@mqw.at

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© MuseumsQuartier Wien, Foto: Thomas Meyer