Pelin Kirca
Key Facts
Pelin Kırca studierte Grafikdesign an der Bilkent-Universität in Ankara (2000–2004) und erhielt ihren MFA-Abschluss in Design an der School of Visual Arts in New York (2005–2007).
2016 nahm sie an Werner Herzogs Rogue Film School in München teil.
Ihre erste Einzelausstellung, „In Bloom“, wurde 2015 bei Dirimart in Istanbul präsentiert und zeigte Zeichnungen aus ihrer ersten Künstlerbuch-Edition gleichen Titels, die im Norgunk Verlag veröffentlicht wurde.
Die Publikation markierte den Beginn einer fortlaufenden Zusammenarbeit mit Norgunk, die mit weiteren Veröffentlichungen fortgesetzt wurde, darunter ihre Illustrationen zu Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ (2015) und „Alice hinter den Spiegeln und was sie dort fand“ (2019) sowie die Künstlerbuch-Edition „Sivas“ (2018).
Ihre Animationsfilme wurden auf internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter das Annecy International Animation Film Festival, das Festival du Court Métrage de Clermont-Ferrand, Vienna Shorts, das Encounters Film Festival, das London International Animation Film Festival und das Chicago Underground Film Festival. 2018 wurde „One Moonless Night“ vom Istanbul Modern eingeladen, am von der Whitechapel Gallery initiierten Programm „Artists’ Film International“ teilzunehmen.
Zu ihren jüngeren Arbeiten zählen die Einzelausstellung „The Crowd“ in der Galeri Nev in Ankara (2023), die exklusive Veröffentlichung ihres animierten Kurzfilms „The Crowd“ auf MUBI (2025) sowie ihre Teilnahme an der 7. Mardin-Biennale (2026). Kırca lebt und arbeitet in Ankara.
Projektinfo
Während ihrer Residency im MuseumsQuartier in Wien beginnt Pelin Kırca mit der Entwicklung eines neuen Animationsfilms, der als Reaktion auf das Werk Arnold Schönbergs entsteht. Ausgangspunkt des Films ist eine seiner Kompositionen.
Kırcas künstlerische Praxis ist im Zeichnen verwurzelt und entfaltet sich durch Animation im Dialog mit Literatur und Musik. Anstatt Geschichten zu illustrieren, entwickelt sie surreale visuelle Erzählungen, in denen Erinnerung, Vorstellungskraft und Klang miteinander verwoben sind. Ihre Filme entstehen aus Assoziationen und Fragmenten statt aus konventionellen Erzählstrukturen. Sie lassen Ungewissheit zu und eröffnen Raum für vielfältige Interpretationen.
Die Residency dient als Phase des Beobachtens, Zeichnens und Erkundens. Das Arnold Schönberg Center, die Wiener Museen und der Stadtraum bilden den Ausgangspunkt für die Entwicklung des neuen Films. Dieser entsteht schrittweise aus den während des Aufenthalts gesammelten Eindrücken, während Schönbergs Musik und Wien nach und nach in die filmische Arbeit einfließen.