Olga Ramanava
Key Facts
Frühere Residencies:
Dezember 2021, artist residency in Kyiv, Ukraine
September 2021, literary residency in the artists’ village of Kaptaruny, Belarus
Februar bis März 2020, Kyiv. Research residency and educational programme with the Oleksandr Dovzhenko National Centre: “Culturfilm. Films and Myths of the ‘Brotherly Republics’” (funded by the Prague Civic Centre)
Projektinfo
Sie arbeitet an dem Buch „Another History of Soviet Belarusian Cinema. Research Essays“. Das Buch wird aus 15 Kapiteln bestehen, die in vier Teile gegliedert sind:
- Eine rote Geschichte des belarussischen Kinos. 1920er Jahre und frühe 1930er Jahre;
- „Sowjetische Belarussen“ und die Suche nach Alternativen;
- „Es wird ein langer Abschied sein…“;
- „Bedeutende Filmaufnahmen. Belarussische Collage“.
Die ersten drei Teile sind als eine Reihe von Forschungsessays konzipiert, während der vierte Teil als eine Abfolge – aus ihrer Sicht – ikonischer Filmausschnitte mit begleitendem Kommentar gestaltet ist. Dies ist der visuell intensivste Teil des Buches und kann auch separat als Kunstprojekt präsentiert werden.
Während der Residency möchte die Künstlerin diesen Teil vollständig ausarbeiten sowie einige Kapitel des zweiten Teils abschließen.
Die Neuinterpretation belarussischer Filme aus der Sowjetzeit aus neuen Forschungsperspektiven ermöglicht es, sowohl die Traumata als auch die Widersprüche der belarussischen Geschichte des 20. Jahrhunderts sichtbar zu machen. Ziel des Buches ist es, Filme im Rahmen interdisziplinärer Methodologien zu analysieren – darunter Filmwissenschaft, Sowjetforschung, Gender Studies und postkoloniale Studien. Dieser Ansatz erlaubt es, neue Fragestellungen zu entwickeln, die das Kino aus heutiger Perspektive betrachten.
Das Essay-Genre ermöglicht es, eine akademische Analyse von Quellen mit einer subjektiven Filmauswahl und einem freien Schreibstil zu verbinden.